Hubert Czernin

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Hubert Czernin

Hubert Czernin (* 7. Dezember 1967 in Wien) ist Immobilienentwickler.

Czernin und Salzburg

Für Schlagzeilen in Salzburg sorgte er vor ein paar Jahren mit seinen Plänen für Gut Guggenthal in Koppl und eine Seilbahn auf den Gaisberg. Czernin vertrat von 2010 bis 2012 die Gut Guggenthal Gesellschaft, hinter der die Privatstiftung der Familie von Ex-Palmers-Chef Rudolf Humer stand. Diese Projekte waren nur Makulatur, Czernin ebnete den Weg für den (gewinnbringenden) Verkauf des Guts in Teilen. Das historische Ensemble gehört seit 2013 einer Salzburger Gruppe rund um die Gusswerk-Eigentümer Michael Mayer und Erich Walketseder. Die 17 000 Quadratmeter Bauland auf dem Professorfeld - mit lukrativer Zweitwohnungsgebietswidmung - hat die Projekt Koppl Entwicklungs GmbH erworben, Gesellschafter sind die Steiner & Wanner Wohnbau aus Radstadt und die Aluta Beteiligungs GmbH. Rund 125 Luxuswohnungen entstehen dort, 2014/15 wurde mit dem Bau der ersten Villen angefangen.

Vorgestellt

Dieses Porträt Czernins erschien am 25. September 2010 in den Salzburger Nachrichten:

Hubert Czernin ist angetreten, Gut Guggenthal am Fuß des Gaisbergs zu retten. Ausdauer hat er als begeisterter Bergsteiger.

Der Wiener steigt auf die Außenstiege des Schmiedhäusls, die hält der Belastung gerade noch stand. Beispielhaft für den Zustand von Gut Guggenthal am Fuß des Gaisbergs, das in den letzten Jahren dramatisch verfallen ist. Hubert Czernin lässt sich davon nicht irritieren, der Investor und Immobilienentwickler redet lieber über die künftige Nutzung von Brauereigebäude, Braugasthof und Villa.

Das ist sein Job, könnte nur eine professionelle "Show" sein – doch in seinem Wissen um Details und Geschichte klingt seine Begeisterung durch. Das historische Brauereiensemble aus dem 19. Jahrhundert liegt Czernin am Herzen, das wird ihm auch vonseiten des Denkmalamts beschieden. Er selbst sagt: "Ich werde Gut Guggenthal langfristig in eine gute Zukunft führen." Er habe immer schon an Guggenthal geglaubt.

2001 hatte Czernin die Liegenschaft in Koppl für das Österreichische Verkehrsbüro erworben. Jetzt vertritt er die neuen Eigentümer aus dem Wiener Raum. Hinter der Gut Guggenthal Gesellschaft steht die Privatstiftung der Familie von Ex-Palmers-Chef Rudolf Humer. Czernins Blick wandert über das Ensemble, das traumhafte Herbstlicht schmeichelt den Gebäuden. "Es ist ein wunderschöner Platz. Ein guter Punkt. Jeder, der sich mit Historie auseinandersetzt, spürt das. Hier weht Pioniergeist." Pioniergeist. Den braucht er in seinem Job. Unter Beweis stellt er diesen gerade mit dem Bau eines Tourismusresorts im Taurusgebirge im Nordirak. Es reize ihn, etwas Neues zu machen, eine andere Kultur kennenzulernen, sagt Czernin. Aber auch in Österreich treibt seine Firmengruppe unter der Marke "Magic Mountain – Explore The Adventure" touristische Projekte voran, beispielsweise am Zauberberg (Semmering) und im Salzburger Annaberg. "Das Lammertal hat was. Bevor ich wo investiere, beschäftige ich mich mit der Gegend, lerne die Leute kennen. Wenn ich dann ein gutes Gefühl habe, dann brauche ich keine Gutachten." Bei seinen Bergprojekten, beim Thema Berg, da ist Hubert Czernin in seinem Element. Er erzählt von Touren auf Schneeberg und Rax, vom Klettern in der Trisselwand]] im Ausseerland, woher seine Frau stammt. Im Frühjahr beabsichtigt er zusammen mit Freunden die Besteigung eines Siebentausenders im Himalaya-Gebiet. Schon beim Reden scheint er den trendigen Anzug mit dem Berggewand einzutauschen.

Quelle