Ignaz Rojacher (Biografie)

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Titelbild der Biografie
Stammbaum des Ignaz Rojacher, Teil 1.
Stammbaum des Ignaz Rojacher, Teil 2.
Margot Daum, Autorin der Biografie.

Buchtipp Ignaz Rojacher, Erbauer des Observatoriums auf dem Rauriser Sonnblick und Fremdenverkehrspionier.

Autorin: Margot Daum
Verlag: Eigenverlag
Erscheinungsjahr: 2021
80 Seiten, Druck als Magazin

Text auf der Rückseite

Das Observatorium liegt auf dem 3 106 m hohen Gipfel des Hohen Sonnblicks in den Hohen Tauern. Es ist die älteste Gipfelwetterwarte Europas und auch das höchstgelegene Observatorium Europas. Der Hohe Sonnblick befindet sich in der Pinzgauer Marktgemeinde Rauris im Salzburger Land in Österreich.

Dass es dieses Observatorium und gleich daneben das Zittelhaus – eine alpine Schutzhütte – gibt, ist dem Rauriser Pionier Ignaz Rojacher (* 3. April 1844 in Rauris; † 4. Jänner 1891 in Rauris) zu verdanken.

Sein Geschick, sowie die Freundschaft zu Wilhelm Ritter von Arlt (* 16. November 1853 in Prag, Böhmen; † 24. September 1944 in Rauris) haben wesentlich dazu beigetragen, dass das Raurisertal Ende des 19. Jahrhunderts einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte.

Rojacher – vulgo „Kolm Naz“ – hatte sich vom einfachen Ziegenhirten zum Goldbergwerkbesitzer hinaufgearbeitet. So verfügte das Tal bereits zu seiner Zeit über eine eigene Telefonleitung und er war der erste Betreiber einer elektrischen Lichtanlage im Salzburger Land.

In meiner Biografie schildere ich aber nicht nur das Leben dieses bereits im Alter von 47 Jahren verstorbenen Fremdenverkehrspioniers, sondern skizziere auch das Leben von Wilhelm Ritter von Arlt und die mit ihm zusammenhängende Entwicklung des Skisports im Raurisertal sowie die Gründung der Sektion Rauris des Alpenvereins.

Ich, Margot Daum, die Ururenkelin des Rojacher, habe mich auf die Spurensuche dieser beiden Herren begeben.

Ergänzt habe ich dieses Werk mit Goldbergbau-Erläuterungen, der Geschichte des Zittelhauses, der Rojacherhütte und des Ammererhofes. Besonders aber freue ich mich, dass ich einen Stammbaum über Rojacher veröffentlichen kann.

Inhaltsverzeichnis

  1. Historischer Überblick
    1. Tauern
    2. 12. Jahrhundert: die Besiedelung, Wege und Entstehung des Ortes
    3. 1203: Entstehung der Pfarre
    4. 1230: Fuhr- und Saumverkehr
    5. 1354: Der Goldbergbau in Kolm-Saigurn
    6. 1487: Der Markt
    7. Das Rauriser Wappen
  2. Goldbergbau-Erläuterungen von Prof. Dr. Fritz Gruber
  3. Ignaz Rojacher vulgo Kolm Naz
  4. Bilder Ignaz Rojacher, Ehefrau Maria, Mutter Anna und Knappen
  5. Die ledigen Kinder des Ignaz Rojacher
  6. Halbgeschwister des Richard Ignaz väterlicherseits
  7. Richard Ignaz Pfarrmai(y)er vulgo Jaga Naz, lediger Sohn des Ignaz Rojacher vulgo Kolm Naz
  8. Elisabeth Pfarrmay(i)er Mutter des Richard Ignaz
  9. Halbgeschwister des Richard Ignaz mütterlicherseits
  10. Landkarte und Ortschaften im Kärntner Mölltal
  11. Kirchenbücher: Tauf-, Trauungs-Sterbebücher, Matricula Online
  12. Stammbaum des Ignaz Rojacher
  13. Bilder Richard Ignaz Pfarrmaier, seiner Frau Maria und Kinder
  14. Wilhelm Ritter von Arlt, Freund, Berater und Mäzen von Rojacher
  15. Beginn der Geschichte des Skifahrens
  16. Errichtung des Observatoriums am Hohen Sonnblick
  17. Das Zittelhaus am Hohen Sonnblick - die Entwicklung
  18. Der Ammererhof (Tauernhof) in Kolm-Saigurn
  19. Die Rojacherhütte unterhalb des Sonnblickgipfels
  20. Der Alpenverein Rauris
  21. Quellenangaben

Bestellung

Sie kann als gedruckte Ausgabe um € 10,-- zzgl. Porto bei Margot Daum bestellt werden

Margot Daum
Laireiting 15
5611 Großarl
Mobiltelefonnummer: (06 64) 490 99 21
E-Mail: margot30@gmx.at

Link zum freien download

* Ignaz Rojacher (Biografie), als freies download-pdf unter diesem Link (Druckversion November 2021)

Rezension 1

Ignaz Rojacher, der bärtige Bergmensch aus den Tauern, faszinierte mich schon seit Beginn des Salzburgwikis - den Artikel, den ich 2007 über ihn schrieb, war einer der ersten Beiträgen. Er basierte auf einem im Internet gefundenen pdf des Rauriser Alpenvereins. Im März 2020 meldete sich dann seine Ururenkelin Margot Daum bei mir, die seinerzeit das pdf für den Rauriser Alpenverein geschrieben hatte. Sie möchte diese Biografie grundlegend überarbeiten, weil sie neue Quellen gefunden hatte und auch den Artikel im Salzburgwiki aktualisieren. Margot stellte daneben ihre Biografie Mosaikstein um Mosaikstein zusammen. Im August 2021 war die Biografie dann fertiggestellt. Fast fertig jedenfalls, denn kaum waren die ersten Exemplare probeweise kopiert im Verwandten- und Freundeskreis verteilt, tauchten neue Einzelheiten und Geschichten auf, die Margot noch unbedingt in die Biografie aufnehmen wollte. Ende November schließlich gab sie "grünes Licht" für die Veröffentlichung.

Am 1. Dezember 2021 erhielt ich dann ein "frisch gedrucktes" Exemplar und bin beeindruckt über das Ergebnis. Über das Ergebnis jahrelanger Recherchen der Ururenkelin, über die vielfältige Information, die der Leser auf 80 Seiten findet und über die sauber Verarbeitung der gedruckten Version. Diese kann man ja bei Margot Daum gegen einen Unkostenbeitrag erwerben oder hier im Salzburgwiki gratis herunterladen (es ist das Druck-pdf, also in bester Qualität).

Zunächst werden auf 14 Seiten das geschichtliche und bergmännische Umfeld der Zeit, in der Ignaz Rojacher lebte, erläutert. Unter welchen Bedingungen wurden damals Erze abgebaut, wie entstand der Markt Rauris, woher kommt der Name Kolm-Saigurn u. a. - Beiträge des Montanspezialisten Prof. Dr. Gruber geben Auskunft darüber.

Der zweite, umfangreiche Teil beschäftigt sich mit dem Leben (25 Seiten) des Rojacher und dokumentiert seine Nachfahren, beginnend mit seinen ledigen Kindern, im Besonderen mit seinem ledigen Sohn Richard Ignaz Pfarrmaier vulgo Jaga Naz, der den Beginn der Familiengeschichte "entern Tauern", an der Südseite der Hohen Tauern einleitete. Von da wechselten die verwandtschaftlichen Beziehungen immer wieder hin und her. Es ist auch für einen Außenstehenden durchaus interessant die kurzen Lebensgeschichten zu lesen, welchen Berufen die Menschen damals nachgegangen waren oder wie groß die Kinderschar früher war. Der Abschnitt über das Leben von Rojacher schließt natürlich die Geschichte über der Errichtung des Observatoriums auf dem Hohen Sonnblick ebenso ein wie die Elektrifizierung des Raurisertals. Bilder von technischen Objekten und Verwandten lockern die Seiten auf. Ein zweiseitiger Stammbaum zeigt übersichtlich die verwandtschaftlichen Verflechtungen.

Nun folgen zwei Seiten über Wilhelm Ritter von Arlt, dem Mäzen und Freund von Rojacher, seine Aktivitäten rund um das Skifahren und den Alpenverein Sektion Rauris. Das leitet über zur Skigeschichte in Rauris und den legendären Abfahrtsläufen vom Sonnblick, denen eine Chronologie Skigeschichte des Tales folgt. Während sich im Teil über das Leben von Rojacher der Abschnitt über das Observatorium um die Geschichte von der Idee über die Planung bis zum Bau beschäftigt, gibt der nun hier gegen Ende der Biografie stehende Beitrag eine chronologische Übersicht über alle Ereignisse bis in die Gegenwart, von dem tragische Tod eines Beobachterehepaares und eine Liste aller bisherigen Mitarbeiter. Schließlich folgen noch die Chronologien des Zittelhauses, des Ammererhofes und der Rojacherhütte, die ja 2021 unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Dass diese Biografie nicht einfach so aus heiterem Himmel entstanden ist dokumentiert das umfangreiche Quellen- und Bildquellen-Verzeichnis am Ende sowie eine kleine Literaturliste. Ganz zum Schluss kommt die Autorin dann auch noch zu Wort.

Diese Biografie erhellt das vielleicht bisher etwas im Dunklen verborgen gewesene Leben eines der bedeutendsten Männer des Raurisertals und vor allem in der Geschichte der österreichischen Wetterbeobachtung. Ein wohl überregional interessantes Buch, das viele interessieren könnte.

Rezension 2

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Quelle