Johann Matzinger

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Johann Matzinger (Trauerbild, 1966)

Johann Matzinger (* 1899; † 14. April 1966) war langjähriger Kapellmeister, dann Ehrenkapellmeister der Trachtenmusikkapelle Eugendorf.

Leben

Als sich nach dem Ersten Weltkrieg die Mitglieder der Eugendorfer Musikkapelle wieder zusammenfanden, wollte keines mehr die Veteranenuniform anziehen, und so rückte man in Zivil aus. Flügelhornist Johann Matzinger war damit unzufrieden und schlug eine Umgestaltung der alten Uniformen vor. Als er damit nicht durchdrang, verließ er die Musikkapelle, bildete Jungmusikanten heran und uniformierte sie nach seinen Vorstellungen – die Kaiserjägerhüte wurden nach Ausseerart umgeformt, die Blusen neu eingefärbt. Schließlich war er es, der am 24. September 1924 mit seiner Kapelle das 50-jährige Bestandjubiläum der Musikkapelle feiern konnte.

Nun eilte Matzinger mit der Kapelle von Erfolg zu Erfolg, nahm an Musikertreffen und Wertungsspielen teil und gewann Preise. Durch sein kameradschaftliches Verhalten konnte er die Kapelle immer auf einem Stand von 24 bis 26 Mann halten.

Anläßlich des 80-jährigen Bestandjubiläums am 5. Juni 1955 wurde die Musikkapelle als Trachtenmusik eingekleidet. Im Jahr 1957 wurde auf Matzingers Initiative anlässlich des 85-jährigen Bestandsjubiläums über dem Dorfbrunnen eine Cäcilienstatue angebracht, womit aus dem Dorfbrunnen der Cäcilienbrunnen wurde. Zur Einweihung konnte am 28. April 1958 niemand Geringerer als Bundeskanzler Julius Raab begrüßt werden.

Im Herbst 1960 übergab Matzinger im Eugendorfer Gasthaus Gschirnwirt den Taktstock der Trachtenmusikkapelle Eugendorf seinem Enkel Martin Aichriedler.

Ehrungen und Auszeichnung

Quelle

Zeitfolge
Vorgänger

Johann Fuchs

Kapellmeister der Trachtenmusikkapelle Eugendorf
1924? – 1960
Nachfolger

Martin Aichriedler


Zeitfolge
Vorgänger

N.N.

Obmann der Flachgauer Blasmusikkapellen
?
Nachfolger

N.N.