Josef Papp

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Sticklbauerngut Stuhlfelden
Der neu erbaute Pinzgauer Zwiehof Sticklbauerngut
Das renovierte Daxerhaus mit Rauchkuchl
Bergmahd auf der Sticklgrundalm
Blick von der Sticklhochalm zum Gaißstein
Josef Papp
Petersbart, noch triefend vom Morgennebel
Sphen
Rauchquarzkristall aus dem Felbertal
Arbeit an Großkluft im Felbertal
Paradefund von Josef Papp
Teilansicht Mineralienschauraum von Josef Papp
Kluftmagnetite in Form von Rhombendodekaeder auf Gneis
Mikrostufe Anataskristall
Kristallsuche - Naturerlebnis und Abenteuer

Josef Papp (*1941 in Stuhlfelden) ist ein Bauernsohn aus dem Pinzgau mit einer interessanten ländlichen Salzburger Biographie des 20. Jahrhunderts.

Herkunft

Josef Papp wurde 1941 als ältestes eheliches Kind seiner Eltern, Bauer und Bäuerin auf dem Pinzgauer Zwiehof Sticklbauerngut in Stuhlfelden geboren.

Mit seiner Lage auf 1280 m ü. A. ist das Sticklbauerngut der höchstgelegene Hof in Stuhlfelden.

Das Bauernhaus war etwa 400 Jahre alt. Mittlerweile wurden in den 1960er-Jahren zuerst das Bauernhaus und dann das Wirtschaftsgebäude neu gebaut.

Kindheit

Auf dem elterlichen Hof lebte damals eine für den Pinzgau typische bäuerliche Mehrgenerationenfamilie. Sie bestand aus den väterlichen Großeltern, dem ledigen Bruder des Großvaters, der Besitzer des Zulehens Taxengut war, den Eltern, den unehelich geborenen Halbgeschwistern väterlicherseits, einem ebenfalls unehelich geborenen Halbbruder mütterlicherseits, einem Ziehsohn im Alter des väterlichen Halbbruders, der als unehelicher Sohn einer Tante ein Cousin von Josef Papp war, und später auch den vier weiteren ehelich geborenen Geschwistern. Im Hauswesen lebten auch noch drei Dienstboten. Später kam auch noch ein Ehepaar, das auf der hofeigenen Alm arbeitete, dazu. Als ältester ehelicher Sohn war Josef Papp nach Pinzgauer Tradition von Anfang an als Hoferbe vorgesehen.

Schule

Im Alter von sechs Jahren kam Josef Papp im Herbst des Jahres 1947 in die Schule, was für ihn einen täglichen Fußweg von einer Stunde bergab und nach der Schule zwei Stunden bergauf bedeutete. Da er in den darauf folgenden Monaten mehr krank als gesund war, wurde er von der Schule noch einmal befreit.

Im Spätwinter des Jahres 1948 bekam Josef Papp eine Gehirnhautentzündung. Der Arzt kam zwar von Uttendorf herauf, was eine Reise mit einem Fahrzeug von Uttendorf nach Stuhlfelden und danach die Bewältigung eines Fußweges von mindestens 1½ Stunden bedeutete, hätte aber beim Zustand des Kindes – auch mangels Penicillin – nichts mehr bewirken können. Wie durch ein Wunder überstand Josef Papp aber die schwere Erkrankung dennoch lebend und unbehindert. Im Herbst des Jahres 1948 ging Josef Papp erneut in die erste Klasse Volksschule.

Lebensschule

Zum Sticklbauerngut gehört auch eine Alm, die Sticklalm, die im kleinen Mühlbachtal am Gaißstein, einem Gipfel der Pinzgauer Grasberge, der als der europaweit höchste grasbewachsene Berg gilt, liegt. Für die Almwirtschaft hatten die Eltern von Josef Papp ein Ehepaar als Melker und Sennerin angestellt. Der Mann war in zweiter Ehe verheiratet und schon über 70 Jahre alt. Damals wurden von der Bauernkammer für die Sommermonate Studenten als Hilfskräfte in der Landwirtschaft vermittelt, so genannte „Land- und Almhelfer“. Auf der Sticklalm war ein solcher Almhelfer beschäftigt. Da dessen Leistung mangels Erfahrung in der Landwirtschaft den Almleuten nicht entsprochen hat, wurde Josef Papp ab dem Alter von neun Jahren bis zum 14. Lebensjahr von den Eltern in den Sommermonaten anstelle des Almhelfers auf die Alm gegeben, wo er um ½3 Uhr in der Früh aufstehen und gemeinsam mit der Sennerin die Kühe suchen und zum Melken holen musste. Das war so zeitig am Morgen notwendig, weil mit dem fortschreitenden Tag die Temperatur ansteigt und die Kühe dann nicht mehr so gerne fressen, was nicht im Sinne der Bauern ist. Die Kühe sollten daher nach dem Melken möglichst früh zurück zum Grasen. Auf der Alm befanden sich damals ca. zwölf Kühe vom elterlichen Hof und etwa 20 von anderen Bauern, sowie Jungvieh, Schweine und etwa 30 Ziegen. Josef Papp hatte in seinem ersten Almsommer Heimweh und fühlte sich ins kalte Wasser gestoßen. Positiv sieht er im Nachhinein die Naturerlebnisse und meint heute, dass er durch die Jahre auf der Alm viel für sein späteres Leben gelernt hat.

Familie und Tradition

Josef Papp erzählt, dass es ein Markenzeichen seiner Familie war, frühzeitig Aufgaben übertragen zu bekommen. Das konnte einerseits mit kleinen Leiden verbunden sein, andererseits brachte es persönliche Erfolgserlebnisse, die einem niemand streitig machen konnte. Als ältester Sohn war er auch davon geprägt, dass sein Lebensweg als Hoferbe vorgezeichnet war und die Tradition hier keinen Spielraum ließ.

Landwirtschaftliche Ausbildung

Nach Beendigung der Schulpflicht, die für Josef Papp auf Grund seiner Freistellung im ersten Schuljahr und der damals für Bauernkinder geltenden Sommer- und Herbstbefreiung für Arbeiten am Hof im letzten Schuljahr insgesamt nur 6½ Jahre gedauert hatte, besuchte er die landwirtschaftliche Berufsschule in Mittersill. Sie dauerte zwei Winter lang wöchentlich einen Halbtag. Während der Woche mussten die Berufsschüler über ihre landwirtschaftlichen Arbeiten Tagebuch führen. Josef Papp bekam im Abschlusszeugnis nur Einser.

Er sieht sich rückblickend als einen damals schon sehr politisch denkenden Menschen, der zwar nicht gerade ein Außenseiter, aber im Vergleich mit Gleichaltrigen doch in manchen Lebensbereichen anders unterwegs war. So hat er alles gelesen, was ihm untergekommen ist, vom Groschenheft bis zur landwirtschaftlichen Fachzeitschrift. Er ließ sich auch Lehrbriefe von der Katholischen Sozialakademie zusenden. Der Vater meinte damals zu ihm: „A bissl Lesn is scho recht, aba so vü, des is eindeutig z`vü!“

Nach der Berufsschule besuchte Josef Papp als zukünftiger Hoferbe auf eigenem und der Eltern Wunsch die Landwirtschaftliche Fachschule in Bruck an der Großglocknerstraße. Sie dauerte zwei Jahre, was auf Grund der tatsächlichen Schulzeiten zweimal fünf Monate bedeutete. Im zweiten Jahr wurde er zum Schülersprecher beider Jahrgänge gewählt. Sein Abschlusszeugnis wies zwei Gut und sonst nur Sehr gut auf.

Ableistung der Wehrpflicht

Als Josef Papp für den ordentlichen Präsenzdienst für tauglich befunden war, meldete er sich zur Garde nach Wien, um – wenn er schon neun Monate vom Hof musste -, etwas ganz anderes zu sehen und kennen zu lernen. Er kam aber nicht nach Wien zur Garde, sondern zur Tragtierkompanie nach Saalfelden, wo er neben der Grundausbildung im Rahmen seiner Pflichten als Grundwehrdiener auch die Haflinger (Haflinger Pferde) betreute. Heute sieht Josef Papp das als indirekt lebensentscheidend, denn zur Arbeit mit den Haflingern gehörte auch das Portionieren des Futterheus. Und jetzt passierte das, was auch schon vorher zu Hause beim Heutreten im Heukar passiert war: Josef Papp bekam Asthmaanfälle, weil er den Heustaub von bereits gelagertem Heu nicht vertrug. Zu Hause wurde das mit der Bemerkung, „Da Seppi daleidt den Hastab net!“ abgetan. Es folgte keine weitere Beachtung oder Behandlung. Die Heustaubempfindlichkeit spitzte sich beim Bundesheereinsatz zu und führte zum Krankenstand und auch noch nach dem Präsenzdienst zur Behandlung beim damaligen HNO-Arzt in Zell am See. Der sonst sehr gefürchtete Arzt untersuchte Josef Papp und trug ihm – der damals schon großjährig war – auf, in einer Woche gemeinsam mit dem Vater wieder zu kommen. Zum Vater meinte dann der Arzt: „Lassen`s den Buam Lehrer werdn!“ Der Arzt, der den Vater schon einmal von einer schmerzhaften Krankheit geheilt hatte, war aber für den Vater eine Autorität, dessen Meinung zählte. So hat die Meinung eines klugen Arztes, zum rechten Zeitpunkt an den rechten Mann gebracht, eine lebenslange Bestimmung aufgebrochen.

Ein fertig ausgebildeter Bauer wird Beamter

Josef Papp wollte mit 23 Jahren aber nicht mehr in die landwirtschaftliche Mittelschule, um Lehrer zu werden. Er war in diesem Alter schon Vater eines Kindes und wollte eine Familie gründen. Für ihn war die Heirat angesagt, wodurch eine weitere klassische Berufsausbildung nicht mehr denkbar war. Es stellte sich nun die Frage: Was tun und womit das Geld für die Familie verdienen? Durch den Eintritt in den damals so genannten Hilfsdienst der Bezirkshauptmannschaft Zell am See wurde sie erfolgreich gelöst. Josef Papp heiratete, zog mit seiner Frau in ein altes Haus nach Schüttdorf, das er – nun ein weichender Bauernsohn – gekauft hatte, und begann wieder zu lernen. Er absolvierte die Beamten-Matura und machte die erforderlichen Dienstprüfungen. Josef Papp wurde zum Personalvertreter gewählt, ging als solcher durch viele Schulungen und übte dieses Amt viele Jahre lang aus. Er arbeitete beruflich zuerst im fremdenpolizeilichen Dienst, wurde nachfolgend Leiter des Passamtes und später, ab Herbst 1978, Leiter des Bezirksjugendamtes. In dieser leitenden Funktion war er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2001 tätig. Er bekam mit seiner Frau insgesamt vier Kinder, zwei Söhne und zwei Töchter, die heute alle erwachsen sind.

Durch den Tourismus zu den Kristallen

Durch den Tod einer Tante erbten Josef Papp und seine Frau unverhofft eine kleine Frühstückspension in Mittersill. Sie zogen in den Oberpinzgau, und Josef Papp begleitete die Hausgäste in seiner Freizeit hin und wieder bei Bergwanderungen; dabei hat er einmal im Felbertal „eine Spur von einem Bergkristall gesehen“. Davon beeindruckt, ging er nun einmal gezielt allein in die Berge und fand tatsächlich einen kleinen Doppelender (Bergkristall). Josef Papp ging danach die ersten drei, vier Jahre weiterhin in die Berge mit Interesse an Mineralien, was aber nicht im Vordergrund stand. Schließlich blieb er ein Berggeher, wurde aber zum Kristallsucher und fand nicht nur Kristalle, sondern auch Regeneration durch die Ruhe in der schönen Natur, ohne Termine, ohne Telefon und ohne Computer. Für ihn war oben am Berg die Welt in Ordnung, die unten am Jugendamt oft schwierig genug war. Die Berggänge wurden neben den erfolgreichen Kristallfunden auch zu einer spirituell-geistigen Erfahrung, zu einem anderen Erleben des Universums, wie Josef Papp erzählt.

Kristallsucherheimat Felbertal, Felberturm und hauseigener Schauraum

Josef Papp war von Kind an oft allein in den Bergen unterwegs und hatte daher ein hohes Erfahrungswissen über die Möglichkeiten und Gefahren des Berggehens. Er steigt grundsätzlich in kein wegloses felsiges Gelände ab, das er nicht vorher nach oben erklommen hat. So ist es in all den Jahren des Steinesuchens auch nur ein oder zwei Mal geschehen, dass er beim ungesicherten Klettern ein, zwei Schritte zu weit gegangen ist und zurückklettern musste. Seine Kristallsuche erfolgt gewöhnlich von der Straße aus gehend, meist weglos, es sei denn, er möchte von vorneherein höher hinauf. Wenn das der Fall ist, geht Josef Papp oft schon ganz früh, teils auf Steigen, drei, vier Stunden hinauf, da die Suche nach einer Kluft und die Arbeit an der Kluft sehr viel Zeit benötigen. So geschieht es auch, dass er manchmal erst bei Dunkelheit mit der Stirnlampe am Kopf zum Auto kommt. Als Mittersiller hat er sich das Felbertal als sein „Revier“ ausgesucht und öffnete in den ersten Jahren eher kleinere, später auch größere Klüfte. Neben allen anderen Mineralien ist „sein" Mineral der Sphen (Titanit), von dem Josef Papp wunderschöne grüne Exemplare besitzt, wie sie im Felbertal vorkommen. Besucht man seinen hauseigenen Mineralien-Schauraum, fällt auch auf, das Josef Papp seine Funde nicht nur mit Akribie bearbeitet und in die gut beleuchteten Vitrinen stellt, sondern auch mit einem gewissen künstlerischen Talent präsentiert. Viele seiner Steine erinnern in Form und Aufstellung an Skulpturen. Josef Papp hat sich auch im Fotografieren seiner Funde geübt und kann auf erstklassige Bildbeiträge in renommierten Fachzeitschriften wie z. B. Lapis verweisen. Darüber hinaus betreut er die anspruchsvolle Mineralienschau im Felberturmmuseum in Mittersill, die jährlich im Mai mit einer Sonderschau über Neufunde aus der Tauernregion eröffnet wird.

Die Kristallsucher und das Nationalparkgesetz

Josef Papp war ein an Erfahrung junger Steinesucher, als der Nationalpark Hohe Tauern eingerichtet wurde. Bevor das Nationalparkgesetz geschaffen wurde, versicherten Landespolitiker den besorgten Mineraliensammlern, dass das Sammeln im Nationalparkgebiet weiterhin erlaubt sein würde. Damals hat es den Verein „Vereinigte Mineraliensammler Österreichs – Landesgruppe Salzburg“ bereits gegeben und der damalige Obmann war ebenfalls der Meinung, dass der Nationalpark das Steinesuchen nicht beeinträchtigen wird. Nach dem Inkrafttreten des Gesetzes wurde aber bald klar, dass die Lage für die Steinesucher im Nationalparkgebiet eine ernste war.

Ein Mineraliensammler wird aufgehalten, sein Fund beschlagnahmt

Ein Mittersiller Kristallsucher wurde – offenbar stellvertretend für alle anderen Steinesucher – zum Bauernopfer. Man hielt ihn in Rauris auf, beschlagnahmte seine Funde und er wurde schließlich strafrechtlich verurteilt. (Das Nationalparkgesetz erlaubt die Suche mit Hammer und Meißel in der Außenzone, und zwar außerhalb einer 50 m-Zone abgehend von markierten Wegen, in der Kernzone ist es nur für wissenschaftliche Zwecke erlaubt.) Nun entstand ein Aufruhr unter den hunderten Salzburger Steinesuchern und die Landespolitiker sahen ein, dass es im Rahmen der gesetzlichen Regelung eine Lösung geben musste. Sie wurde im so genannten „Salzburger Weg“ gefunden. Er besteht in einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt zur Erforschung der Mineralien in der Kernzone des Nationalparks, an dem eine beschränkte Anzahl an registrierten Mineraliensuchern unter bestimmten Bedingungen als Mitarbeiter der Wissenschaftler, welche das Forschungsprojekt betreiben, teilnehmen kann.

Nationalpark und Steinesucher werden zu Partnern

Knapp nach diesen Ereignissen wurde Josef Papp Obmann des Vereines und übte diese Funktion in der Folge 16 Jahre lang aus. Er wandte sich als Erstes schriftlich an alle Stellen, die mit der Materie des Steinesuchens im Nationalparkgebiet befasst waren, und ersuchte um ein „partnerschaftliches“ Miteinander. Josef Papp hatte mit der nun geltenden Regelung deswegen große Probleme, weil erstens nicht alle Betroffenen gefragt worden waren, ob sie mitarbeiten wollen, zweitens weil das Steinesuchen in Rauris aufgrund einer Sonderregelung nur Raurisern möglich war, und drittens das erlaubte Werkzeug (Hammer und Meißel und dieser nur in einer bestimmten Länge), das vom klassischen Steinesucherwerkzeug weit entfernt war (kompakter Pickel, der auch als Steighilfe verwendbar ist, dazu der „Hackl“ oder „Kratzer“, eine dünne Eisenstange mit Griff, die vorne gebogen ist und mit der man aus einer Kluft etwas herausholen kann, dazu Hammer (Handwerkerfäustl), weiters flache Eisenkeile und Meißel in unterschiedlicher Länge). Josef Papp im O-Ton: Man hat ein Gesetz gemacht, ohne die Steinesucher auch nur einmal anzuhören. Den Verantwortlichen war bei der Formulierung des Gesetzestextes nicht bewusst, dass die kunstvollen kristallinen Naturgebilde möglichst unverletzt geborgen werden sollen und daher bei der Steinsuche weniger der Hammer und mehr die Hebelwirkung zum Einsatz kommen muss, um bei der Bergung Erschütterungen möglichst zu vermeiden.

Als junger Vereinsobmann hat Josef Papp mit der ihm eigenen Beharrlichkeit nun Punkt für Punkt erfolgreich abgearbeitet. Zuletzt konnte er erreichen, dass dem in Rauris aufgehaltenen und später verurteilten Mittersiller Sammler wieder die Mitarbeit am wissenschaftlichen Projekt erlaubt wurde. Das war am schwierigsten, meint Josef Papp. Sein großes Ziel war aber immer, dass das Steinesuchen auch nach der internationalen Anerkennung des Nationalparks Hohe Tauern erlaubt bleibt. Das Steinsuchen hat im Land Salzburg einen starken historischen und volkskulturellen Hintergrund, es gehört zu Land und Leuten, wie zum Beispiel auch das Ranggeln. Heute herrscht darüber Übereinstimmung mit Landespolitikern und Nationalparkverantwortlichen, dass das Steinesuchen angewandter Naturschutz ist.

Der rote Faden

Auf die Frage, was der rote Faden in seinem Leben sein könnte, meint Josef Papp, „die Dinge nicht so hinnehmen, wie sie sind, wenn das Gefühl da ist, dass etwas nicht passt“. Josef Papp sieht sich auch als unbeugsamen Kämpfer, bei dem Gerechtigkeit eine Rolle spielt, und er meint, obwohl er ursprünglich Bauer und später Führungskraft war, dass die Rechte der Arbeitnehmer für ihn stets ein hohes Anliegen darstellten.

Ehrungen

Josef Papp wurde gemeinsam mit vier anderen Steinesuchern der Salzburger Kulturgüterpreis aus der Kategorie „Schätze aus Salzburgs Boden“ des Landes Salzburg verliehen und er wurde im Jahr 2002 für seine beruflichen Leistungen mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Salzburg ausgezeichnet. Der Verein Österreichischer Mineraliensammler hat ihn zum Ehrenobmann auf Lebenszeit ernannt und ihm die Goldene Ehrennadel verliehen.

Publikationen

Es konnte nicht ausbleiben - Josef Papp musste irgendwann seinen reichen Erfahrungs- und Bilderschatz als "Stoasuacha" mit anderen teilen. Daraus ist das Buch Kristallsuche, Naturerlebnis und Abenteuer geworden. Autor und HG Sepp Papp, Eigenverlag, Mittersill 2014, ISBN 978-3-200-03718-2, 138 Seiten, mit wunderschönen Naturaufnahmen und erstklassigen Mineralienfotos reich illustriert und mit zahlreichen Geschichten über Erlebnisse eines passionierten Steinesuchers. Bestelladresse: kristallsuche.josef.papp@sbg.at;

Weblinks

http://www.museum-mittersill.at

http://www.sbg.at/mineralien-josef-papp

Quellen

  • Eigenartikel von Christina Nöbauer auf Basis von Gesprächen mit und schriftlichen Anmerkungen von Josef Papp.