Josef Stadler (St. Georgen bei Salzburg)

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Ökonomierat Josef Stadler (* 23. November 1907 in Vollern; † ?) war Semesserbauer und Bürgermeister der Flachgauer Gemeinde St. Georgen bei Salzburg.

Leben

Josef Stadler war das vierzehnte von sechzehn Kinden seiner Eltern. Nach Besuch der Pflichtschule half er zunächst den Eltern auf dem Hof. 1929 besuchte er die Landwirtschaftsschule in Laufen (Oberbayern) und gründete im darauf folgenden Jahr den Obst- und Gartenbauverein St. Georgen, dem er 58 Jahre lang verbunden bleiben sollte.

1936 wurde Stadler in den Gemeindeausschuss der Gemeinde St. Georgen gewählt. 1939 wurde er Obmann der Wassergenossenschaft Vollern-Zeltsberg. Während des Krieges übernahm er die Landwirtschaft seiner Eltern.

1945 übertrug ihm die amerikanische Besatzungsmacht das Amt des Bürgermeisters von St. Georgen sowie die Leitung der Käsegenossenschaft in Vollern.

1947 übertrug ihm der Landeskulturrat Salzburg (die heutige Landwirtschaftskammer) die Leitung des Landesverbandes für Gartenbau, Blumenschmuck und Landschaftspflege.

Stadler war langjähriges Mitglied der Raiffeisenkasse St. Georgen und 18 Jahre lang Obmann des Aufsichtsrates, mehrere Jahre Vorstandsmitglied des Salzburger Käsereiverbandes und zehn Jahre lang Aufsichtsratsmitglied der Alpenländischen Milchindustrie und Handels GmbH Salzburg-Tirol.

Josef Stadler war verheiratet und hatte vier Kinder.

Ehrungen

1947 wurde Josef Stadler die Ehrenurkunde des Bundes der demokratischen Freiheitskämpfer für die Verdienste um die Befreiung und Unabhängigkeit Österreichs verliehen.

In Anerkennung seiner Verdienste verlieh ihm das Landwirtschaftsministerium den Berufstitel Ökonomierat.

Quelle

  • Miller, Hannes: Ad Georgii ecclesiam. Heimatchronik. Gemeinde St. Georgen bei Salzburg 1989.
Zeitfolge