Kürbis

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Kürbisblüte
Kürbispflanze, gesehen im Oberpinzgau
Kürbisfrucht in Wald im Pinzgau
Kürbisfrucht in Niedernsill
Riesenkürbis der Sorte „Atlantic Giant
Kürbisernte im niederösterreichischen Weinviertel

Die Kürbisse (Cucurbita sp.) sind eine Gattung der Familie der Kürbisgewächse.

Allgemeines

Beschreibung

Der Kürbis ist eine einjährige Pflanze. Die Stängel sind niederliegend oder kletternd. Sie erreichen eine Länge von bis zu zehn Metern. Die Blätter sind wechselständig, die Blüten eingeschlechtig auf derselben Pflanze. Männliche Blüten wachsen in blattachselständigen Büscheln, während weibliche Blüten einzelstehend sind. Blütezeit sind die Monate April bis September.

Die Kürbisfrüchte sind drei- bis fünffächrige, sehr große und vielsamige Panzerbeeren und sehr verschiedenartig. Sie wachsen je nach Kulturart größer oder kleiner, d. h. erreichen einen Durchmesser von 15 bis 40 cm und weisen eine rundliche bis längliche Form auf. Ihre Färbung ist meist gelb, orange oder grün. Kürbisfrüchte können aber auch noch andere Farbgebungen aufweisen. Kürbispflanzen kommen kultiviert oder auch wild wachsend weltweit vor. Ihre ursprüngliche Herkunft ist unklar, liegt aber wahrscheinlich in Amerika.

Verwendung

Der Kürbis als Nahrung

Durch langdauernde Züchtung entstanden schon in der amerikanischen Heimat der Kürbisse Kulturformen, die nicht die für Kürbisgewächse charakteristischen Bitterstoffe enthalten und somit als Gemüse geeignet sind.

Das Fruchtfleisch von im Herbst reifenden Kürbisfrüchten kann sowohl auf der süßen (Kompott, Marmelade, Kuchen) als auch auf der sauren Seite (Suppe, Gemüse) verarbeitet werden. Berühmt ist das Kürbiskernöl, eine Spezialität aus der Steiermark.

Der Kürbis im Brauchtum

Seit einigen Jahren verbreitet sich auch in Salzburg der ursprünglich aus Irland stammende, aber nun aus Amerika übernommene Brauch, Halloween zu feiern und ausgehöhlte Kürbisfrüchte mit Augen-, Nasen- und Mundlöchern zu versehen und geisterhaft zu beleuchten.

Der Kürbis als Heilpflanze

Kürbiskerne wurden als Wurmkur gegen Bandwürmer eingenommen, sie werden bei Prostata- und Blasenleiden eingesetzt und in der Homöopathie bei Übelkeit und Erbrechen empfohlen.

Arten

Von den rund 15 Kürbisarten werden folgende kultiviert:

  • Garten-Kürbis (Cucurbita pepo), mit der Unterart Zucchini (Cucurbita pepo pepo convar. giromontiina),
  • Riesen-Kürbis (Cucurbita maxima) – Lieferant der größten Früchte des Pflanzenreiches, aber auch der verhältnismäßig kleinen Hokkaidokürbisse –,
  • Moschus- oder Birnenkürbis, Butternut (Cucurbita moschata),
  • Silbersamenkürbis oder Ayote (Cucurbita argyrosperma) und
  • Feigenblatt-Kürbis (Cucurbita ficifolia),

Die Zugehörigkeit zur Gattung der Familie der Kürbisgewächse (und der Unterfamilie Cucurbitoidea, Tribus Benincaseae) haben die Kürbisse z. B. mit den Gurken (Cucumis sp.) und den Melonen gemeinsam.

Salzburgbezug

Super-Riesenkürbisse

Der Riese von Hallwang

Im Herbst 2017 sorgte in Hallwang ein Kürbis von 65 Kilogramm Masse für Aufsehen. Er kam vom Hof der Familie Christian Frenkenberger.

Vor vielen Jahren schon sorgte Frenkenberger mit einem Selbstgezogenen für Aufsehen: Bereits im Jahr 1984, mit 16 Jahren, hatte er einen Kürbis, der in vielen Zeitungen abgebildet war. Dieser Erfolg bewog ihn, Landwirtschaft zu studieren.

Der Gigant von Mattsee

Im Herbst 2017 erregte in Mattsee ein für Salzburg rekordverdächtiger Kürbis Aufsehen: Die Frucht brachte 178 Kilogramm auf die Waage. Das Schwergewicht der Sorte Atlantic-Giant wuchs am Buchberg zwischen Mattsee und Obertrum geerntet – auf dem Anwesen und Reiterhof des „Hiaber“-Bauern Stefan Handlechner (auch Vizebürgermeister von Mattsee) heran. Dieser begann um das Jahr 2007 mit der Zucht solcher Giganten. Dies werden auf hofeigenem Pferdemist und Blumenerde gezogen. Durch die bei der Umwandlung der Inhaltsstoffe eintretende natürliche Erwärmung des Mistes kann schon zeitlich im Frühjahr die nötige Bodenwärme entstehen. Sie zusammen mit reichlichem Wasser die wichtigste Voraussetzung des raschen Wachstums, bei dem man den Feldfrüchten förmlich zusehen kann. Das Prachtexemplar wurde am 1. Oktober 2017 geerntet, danach gewogen, zerstückelt und teils zu Suppe und Püree verarbeitet, teils eingefroren. Der Österreich-Rekord soll bisher bei 693 Kilogramm liegen, weltweit bei ca. 1.200 Kilogramm.

Quellen

Weblink