Kuratorium für Journalistenausbildung

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Das Kuratorium für Journalistenausbildung (KfJ) ist eine Aus- und Weiterbildungsanstalt für Journalisten, die 1978 gemeinsam von den österreichischen Medien und der Journalistengewerkschaft GPA-djp ins Leben gerufen wurde.

Aufgaben

Das KfJ ist die berufsbegleitende Aus- und Weiterbildungsstätte für Journalisten. Ein wichtiges Standbein des KfJ ist das Österreichische Journalisten-Kolleg, ein seit 1999 im Kollektivvertrag verankertes Grundelement der Journalistenausbildung. Daneben werden jährlich rund 80 Seminare, Workshops, Lehrgänge und Internationale Programme angeboten. Außerdem vergibt das KfJ Stipendien für Volontariate in österreichischen Medien.

Organe des KfJ

  • Vorstand
    • Für den Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ): Dr. Andreas Koller, Markus Kiesenhofer, BA MA
    • Für die Journalistengewerkschaft in der GPA-djp: Eike-Clemens Kullmann, Prof. Paul Vecsei, Bakk. phil.
    • Für den Österreichischen Zeitschriften- und Fachmedien-Verband (ÖZV): Günther Greul, Mag. Claudia Gradwohl
  • Geschäftsführung
    • Mag.a[1] Dagmar Köttl

Daneben existieren im Kuratorium noch das Schiedsgericht, der Programmbeirat und die Fördernden Mitglieder als Organe.

Geschichte

Grundkurse für die journalistische Ausbildung wurden bereits 1971 angeregt. Es dauert jedoch bis 1978, dass dies auch in die Tat umgesetzt wird. Am 16. November 1978 wird das KfJ von der Journalistengewerkschaft GPA-djp, dem VÖZ und dem ÖZV gegründet, 1979 nimmt es seine Tätigkeit unter er Geschäftsführung von Dr. Heinz Pürer auf.

1984 erscheint mit dem Handbuch "Praktischer Journalismus in Zeitung, Radio und Fernsehen" ein bis heute gültiges Standardwerk der Journalistenausbildung. 1986 übernimmt Dr. Helmut K. Ramminger die Geschäftsführung von Heinz Pürer, der als Universitätsprofessor nach München wechselt.

1992 wird das Österreichische Journalisten-Kolleg ins Leben gerufen, heute der Standard in der Ausbildung neuer Redakteure und im Kollektivvertrag verankert. Seit 2016 hat das KfJ seinen Sitz in der Salzburger Altstadt, Bergstraße 10. 1997 scheidet Helmut Ramminger aus, Dr. Meinrad Rahofer tritt seine Nachfolge an. 2005 werden acht Pioniere der Journalistenausbildung von Staatssekretär Franz Morak geehrt: Dabei erhalten Meinrad Rahofer das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich und Heinz Pürer das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Am 31. Oktober 2008 wird im Parlament in Wien das 30-Jahr-Jubiläum der Vereinsgründung begangen. Im Februar 2010 stirbt Dr. Meinrad Rahofer überraschend. Mag.a Elisabeth Wasserbauer tritt die Nachfolge an, sie befindet sich derzeit (Juni 2017) in Karenz.

Sonstiges

1999/2000 absolvierte Gerhard Öhlinger im KfJ seine Journalistenausbildung.

Adresse

Bergstraße 10
5020 Salzburg
Telefon: 0662-83 41 33
E-Mail: office@kfj.at

Quelle

Weblinks

Fußnoten

  1. Bis 2006 war "Magister" (männlich) bzw. (seit 1993) "Magistra" (weiblich) der übliche akademische Grad für die meisten Studien auf Master-Niveau. "Mag." ist die gesetzliche (§55 Universitätsgesetz 2002) Abkürzung sowohl für "Magister" als auch für "Magistra", wohingegen aber auch (aus gleichstellungspolitischen Motiven) die Abkürzung "Mag.a" für "Magistra" propagiert und verwendet wird.