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Life+ Solidarity Gala 2019 mit Salzburger Beteiligung

Probegalopp am 25. März 2019 in Wien, von links: Julian Kutos, Rudi und Karl Obauer, Walter Grüll, Max Stiegl, Hubert Wallner und Thomas Gailer.
Die Vorspeise kommt aus Salzburg: ein „sechs-Minuten-Bauern-Ei mit Stör-Creme und Kaviar“.

Die Life+ Solidarity Gala findet 2019 in Wien mit Beteiligung der Brüder Obauer aus Werfen und Walter Grüll (Grüll Fischhandel) aus Grödig statt.

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Der Fischhändler und Störzüchter Walter Grüll aus Grödig sowie die Vier-Hauben-Köche Rudi und Karl Obauer aus Werfen waren am Morgen des 25. März 2019 vor der Dämmerung aufgebrochen, um in einem Wiener Restaurant jene Köstlichkeit zuzubereiten, die sie zunächst für ein mittägliches Probeessen kredenzten.

Dieses war eine Vorpremiere zum eigentlichen Anlass, dem Life Ball 2019 – um Journalisten darauf einzustimmen und um alle Handgriffe so zu testen, damit der Gruß aus Salzburg am 8. Juni den 300 VIP-Gästen zugleich und perfekt serviertwerden kann.

Walter Grüll und die Brüder Obauer werden beim Menü der Life+ Solidarity Gala mitkochen

Dieses Bankett wird vor der Eröffnung des Life Balls im Festsaal des Wiener Rathauses gegeben. Der Großteil des Preises einer Eintrittskarte für Gala und Ball von 2.500 Euro pro Person wird gespendet – 2019 an Stiftungen, und zwar amfAR (The Foundation for AIDS Research) und MTV Staying Alive Foundation.

Als Nachtisch wird Max Stiegl vom Gut Purbach im Burgenland eine Valrhona-Schoko-Tarte kreieren; zur Hauptspeise bietet Hubert Wallner vom Seerestaurant Saag am Wörthersee geschmorte Rinderbacke oder Amarant-Soufflé mit Mangold.

Die Vorspeise kommt aus Salzburg: ein „sechs-Minuten-Bauern-Ei mit Stör-Creme und Kaviar“. Die Hühnereier dafür holen die Obauers von einem Bauern aus Werfenweng.

Den Stör entnimmt Walter Grüll dem Fischwasser neben der Hellbrunner Allee. Viele Fische würden zuvor in einem Wasser bei München aufgezogen, sagt Grüll. Doch kämen sie zuletzt jedenfalls für einige Wochen nach Salzburg, „damit sie den Stress verlieren“.

Die Störcreme mit Dijon-Senf, Wasabi, Crème fraîche und Zitrone komponieren die Brüder Obauer.

Der Auftritt der drei beim Life Ball ist in mehrerer Hinsicht eine Rarität: Erstmals formieren der Grödiger Fischhändler und die Werfener Köche ein gastronomisches Team. Eingeleitet haben sie dies mit einer für das diesjährige Kulinarikfestival eat & meet in der Stadt Salzburg kreierten Delikatesse, zu der sie dessen Kuratorin Ilse Fischer animiert hat: ein Störfilet von Grüll mit Olivenöl und O-Chili von Obauer in der Dose. Rar ist zudem ein Auftritt der Obauers außerhalb Werfens. Das werde auch so bleiben, versichert Rudi Obauer, „weil wir nach Werfen gehören und nirgendswoanders hin“.

Besonders ist der Wien-Ausflug aus einem dritten Grund: Rudi Obauer hat sich einen Schienbeinkopf gebrochen. Wie kann er da kochen? „Ich hab ja Krücken“, erwidert er. Aber wie rührt er um? Er habe eine exzellente Küchenmannschaft, und mit einem Hocker am Herd „geht’s schon“. Und er ergänzt lachend: Kochen auf einem Bein sei sein heuriger Beitrag zur Fastenzeit.

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