Maria Hauser

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Maria Hauser ist eine Lungauer Sopranistin und Gesangspädagogin.

Leben

Künstlerische Kurzinformation

Maria Hauser studierte am Mozarteum mit Diplom für Lied und Oratorium, sowie Gesangspädagogik mit Auszeichnung für die künstlerische Leistung. Weitere Studien absolvierte sie bei Prof. I. Mayr, Prof. H. Stamm (Staatsoper Hamburg) und einen Meisterkurs bei Prof. Hartmuth Höll.

Maria Hauser ist als freiberufliche Sängerin in den Bereichen Lied, Oratorium, Oper, Operette und Musical tätig. Sie war Österreichs Vertreterin beim Europäischen Musikwettbewerb in Chimay (Belgien) und als Solo-Sopran bei zahlreichen Festivals zu hören (Salzburger Kulturtage, Salzburger Mozartwoche, Salzburger Jazzherbst, Ljubljana-Festival, Shanghai Spring Festival, Haydn-Biennale Vlandern, Internationale Musikwochen Millstatt, u.a.). Sie wirkte an zahlreichen Uraufführungen sowie CD- und Rundfunkproduktionen mit. Konzerte und Tourneen führten sie nach Deutschland, Italien, Frankreich, Slowenien, Japan, China und Südafrika. 1997 erschien von ihr eine Lied‑CD.

Portrait

Maria Hauser wuchs in St. Michael im Lungau auf und verlebte mit zwei Schwestern und einen Bruder eine schöne Kindheit. Diese Kindheit war von zwei Dingen geprägt: Sport und Musik. Der Sport blieb Hobby, die Musik wurde zu Berufung und Beruf.

Es begann im Kindergarten: Da die Kindergartentante nicht gut singen konnte, zog sie es vor, die Lieder Maria auf der Flöte vorzuspielen, und Maria sang dann den anderen Kindern vor. Außerdem war Hans Hauser, ihr späterer Schwiegervater, Organist und leitete einen Kinderchor, in dem auch Maria mitwirkte; der Kinderchor kam viel zum Einsatz, so etwa im Mai bei der täglichen Maiandacht. Mit 14 Jahren kam Maria in die Stadt Salzburg in das Sport-BORG. Hier spielte sie Klavier und wirkte – obwohl sie ja die Sportklasse besuchte – auch im 50-köpfigen Mädchenchor mit. Mit dem Chor machte sie Reisen und gewann auch einen Chorwettbewerb.

Als sie 17 Jahre alt war, fragte sie Horst Aigner, der 30 Jahre lang die Tamsweger Musikschule leitete, ob sie nicht einmal seiner Gesangslehrerin vorsingen wolle. Maria sagte ja, den sie hatte die Absicht, ein Gesangsstudium zu machen freilich ohne zu wissen, worum es sich dabei eigentlich handle – sie wollte einfach singen. Sie sang Hedda Gartinger vor, und diese bestärkte sie in ihrer Studienabsicht. Maria nahm bei ihr Privatunterricht und bestand die Aufnahmsprüfung in das Mozarteum ohne Probleme.

Nachdem sie Mutter geworden war, kam das Opernfach für sie nicht mehr in Frage, die Bühnenproben wären zu zeitaufwändig gewesen. So entschied sie sich für den Liedgesang, bei dem man die Lieder ganz gut zu Hause einstudieren kann. Dieses Fach bot auch einen künstlerischen Vorteil: Während man im Opernfach sogleich in eine Schublade gesteckt werde und 150-mal das Gleiche singen müsse, gebe es beim Liedgesang nur wenige Wiederholungen. „Also mei Repertoire is eigntlich ganz riesig.

Ein Jahr nach dem Abschluss des Studiums, ca. 1990, begann Maria Hauser als Musiklehrerin im Salzburger Musikschulwerk (seit 2003: Musikum) zu arbeiten. Zunächst war sie zwei Jahre lang in Hallein tätig, seither arbeitet sie im Lungau.

Obwohl mehr der klassischen Musik verbunden, wirkte Maria Hauser im Jahr 2019 auch beim Lungau Woodstock mit.

Im Jahr 2017 reifte in ihr der Entschluss, eine Messe zu komponieren. Hiezu zog sie sich eine Woche lang in das Kloster Wernberg zurück. Sie ging so lange spazieren, bis ihr eine passende Melodie einfiel, die sie dann in ihrem Zimmer niederschrieb. Die Messe ist auf die lateinische Messliturgie geschrieben, bescheiden für Sopran und Orgel. Sie wurde im Salzburger Dom bei einer Mittagsmesse aufgeführt. Eine weitere Aufführung erfolgt am 18. April in Tamsweg im Rahmen einer Radio-Sonntagsmesse.

Quellen