Kuranstalt Marienbad

Aus Salzburgwiki
(Weitergeleitet von Marienbad)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Geschlossen
geschlossen  Der hier beschriebene Betrieb oder die Einrichtung existiert in dieser Form nicht mehr. Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte.
ehemaliges Marienbad, Ansicht von der Moosstraße

Die Kuranstalt Marienbad war eine Torfmoor- Bad- und Molkenkur-Anstalt in Leopoldskron (heute der Stadtteil Leopoldskroner Moos) bei Salzburg.

Geschichte

1828 eröffnete der Stadtphysikus Dr. Oberlechner das Marienbad, das zunächst im Gasthaus im Mittermoos untergebracht war. Leopold Dagga kaufte 1850 das "Gast- und Badehaus Mittermoos", er ließ dieses Haus abreißen und errichtete dort eine neues, größtenteils hölzernes "Gast- und Badehaus" im damals beliebten Schweizer Stil. Es wurde 1855 unter dem Namen Marienbad eröffnet (gegenüber der Marienkirche (Pfarrkirche Maria Hilf). Es besaß 24 Zimmer, 20 Kabinette, zwölf Badezimmer (mit Holzwannen) und einen Speisesaal. Zu diesem Bad gehörte ein kleiner Park und ein Wirtschaftsgebäude.

Es war eine (Stand Sommer 1891) Torf-, Moorwasser-, Schlamm-, Soolen- (!), Fichtennadel- und Kaltwasser-Heil-Anstalt, System Pfarrer Kneipp.

Heute ist hier die American International School Salzburg (AISS) untergebracht.

Indikationen

1891: Die Moorbäder finden im Allgemeinen ihre Anzeige bei Unthätigkeit der Hautfunktion, wie bei chronischen Ekzemen, Gicht, Muskel- und Gelenks-Rheumatismen, ferne bei Lähmungen und Krämpfen, Skrophulose und Knochenerkrankungen, sowie Krankheiten im Bereiche der Sexual-Sphäre u.s.w.

Ausstattung

Die Kuranstalt war 1891 an Badezimmern, eleganten Marmor-Bassins mit Douche, Mosaikböden ect. sowie Fremdenzimmern ganz neu und elegant eingerichtet worden. Mit allem Komfort der Neuzeit ... sohin in der Lage, allen Anforderungen nachzukommen. Und weiter Rollwägen und Tragsesseln zu unentgeltlicher Benützung, Restauration [Restaurant] à la carte, österreichische Küche, großer schattiger Garten, nebst einem mit Fichennadeln und Gesträuchen bepflanzter Park, Speisesaal, Spielzimmer, Klavier ect.

Erreichbarkeit 1891

Vier Mal täglich verkehrte ein öffentlicher Bus von und in die Stadt Salzburg. Abfahrt war beim Gasthof "zur blauen Gans" in der Getreidegasse um 7, 10, 14 und 18:30 Uhr.

Spezialitäten

kuhwarme Milch aus der eigenen Meierei und gutes Trinkwasser von der Fürstenbrunner Hochquellenleitung

Eigentümer 1891

1891 war Carl Mayr Eigenthümer und er bittet um zahlreichen Besuch.

Spätere Geschichte Leopoldskron als Kurbezirk

Hauptartikel Heilbad Salzburg-Leopoldskron

Quellen

Ehemalige Kurorte, Kurbäder und Heilquellen im Land Salzburg