Markus Paulmichl

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Markus Paulmichl

Dr. med. Markus Paulmichl (* 10. November 1958 in Laas, Südtirol) war von 1. Oktober 2007 bis 2017 Leiter des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg.

Vorgestellt

Hundeliebhaber müssen der kubanischen Tarantel dankbar sein. Ein Präparat aus ihrem Gift wurde schon erfolgreich bei der Bekämpfung von Brustkrebs bei Hündinnen eingesetzt. Geht es nach Markus Paulmichl, soll es dabei nicht bleiben. Der Mediziner will, dass mit Spinnengift auch Brustkrebs bei Frauen bekämpft werden kann. So kommt es, dass sich Paulmichl und sein Team derzeit mit Tarantelgift beschäftigen.

Vor Kurzem erst ist der Pharmariese Roche mit einem 4,5-Mill.-Euro-Forschungsauftrag zur Entwicklung neuer Medikamente eingestiegen. Der Leiter und sein Team widmen sich der Entwicklung von Medikamenten gegen Krebs, Asthma und Herzrhythmusstörungen und der Frage, wie etablierte Medikamente wirken.

Dass sich sowohl Markus Paulmichl als auch seine beiden jüngeren Brüder für ein Medizinstudium entschieden haben, ist kein Zufall. Auch der Vater war praktischer Arzt. Allerdings: Wenn er heute von den Eltern spricht, betont Paulmichl vor allem die Rolle der Mutter. "Sie übernahm die wichtigste Arbeit in der Familie. Es braucht ja jede Familie ein Zentrum, einen Ruhepol." Der Wissenschafter vergisst nicht, darauf zu verweisen, dass neben ihm auch ein Professor am Mozarteum und eine Professorin an der Universität Salzburg aus der Gemeinde Laas im Vinschgau stammen.

Schon im dritten Studienjahr wurde er an der Medizinuni Innsbruck angestellt. Nach der Promotion arbeitete er an der Mayo-Klinik in den USA, dann wieder sieben Jahre in Innsbruck und anschließend sieben Jahre in Mailand. 2007 wurde der ehemalige Harvard-Gastprofessor an die PMU berufen.

Wenn er nicht mit Spinnengift oder Zellmembranen arbeitet, widmet sich Paulmichl der Malerei, der Bildhauerei und der Jagd. "Ich bin ein begeisterter Jäger. Ich mache auch selbst Würste." Warum? "Weil man dann einen anderen Bezug zu Lebensmitteln bekommt."

Quelle