Stefan Rumpler

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stefan Rumpler

Stefan Rumpler (* 17. September 1992 in Mittersill, Pinzgau) ist Schüler und Sportschütze.

Leben

Stefan Rumpler lebt mit seinen Eltern Barbara und Helmut sowie seinem jüngeren Bruder Gernot, der ebenfalls ein sehr guter Schütze ist, in Uttendorf. Die Brüder besuchen die HTL für Büchsenmacherei und Waffentechnik in Ferlach in Kärnten, die die einzige ihrer Art in der EU ist. Neben der Schule und dem Schießtraining bleibt für andere Freizeitaktivitäten wenig Zeit. Wenn möglich, geht Stefan Rumpler gern Skifahren. Auch der Urlaub ist knapp, weil seine Eltern ein Waffengeschäft führen.

Erfolge

  • Junioren-Vize-Europameister KK-Gewehr Mannschaft 50 m liegend in Bologna 2012
  • Bronze bei der Junioren-WM Gewehr Mannschaft 50 m - Dreistellungsmatch 3x40 in München 2010
  • Bronze bei der Junioren-EM Gewehr Mannschaft 50 m liegend in Belgrad 2011
  • 2x Staatsmeister

Vorgestellt

Am 14. August 2010 wurden in Singapur die ersten Olympischen Jugendspiele eröffnet. Die Dimensionen der vom IOC veranstalteten Jugendspiele sind durchaus mit jenen der Spiele der Großen vergleichbar. Rund 3600 Sportler zwischen 14 und 16 treten in 26 Sportarten und 201 Bewerben gegeneinander an.

Der einzige Vertreter Salzburgs ist der Uttendorfer Stefan Rumpler. Der Nachwuchsschütze tritt am 22. August mit dem Luftgewehr an (60 Schuss stehend frei). Die Qualifikation war hart. Rumpler: "Für Europa gibt es nur sechs Quotenplätze pro Geschlecht." Rumpler gehört zu de besten Nachwuchsschützen Europas. Anfang August 2010 wurde er bei der Junioren-WM in München Achter mit dem Kleinkalibergewehr und damit bester Österreicher. Mit der Mannschaft, in der auch sein Bruder Gernot schoss, holte er Bronze. In Singapur will er unter die besten acht. "Eine Medaille wäre schön."

Dem Uttendorfer scheint das Schießen in die Wiege gelegt worden zu sein. Trotz seiner Jugend strahlt er eine große Ruhe aus. Und er ist erblich vorbelastet. Seine Eltern führen ein Waffengeschäft in Mittersill. "Begonnen habe ich, als uns der Großvater mit dem Luftgewehr schießen hat lassen", erzählt Rumpler. "Zum Verein bin ich dann über Kunden von uns gekommen. Die haben Waffen für die Kinder gekauft, die beim Verein schießen. Da hat unser Vater für uns gleich welche mitgekauft." Seit 2001 ist Rumpler beim "Privilegierten k&k Schützenverein Mittersill".

"Ich schieße etwa zehn Stunden in der Woche", sagt Rumpler. Daneben stehen Ausdauer und Kraft auf dem Trainingsplan. Das Mentaltraining besteht vor allem aus Qigong. Die Bewerbe dauern teilweise Stunden. "Das verlangt schon Ausdauer", sagt der Schütze. "Nach so einem Bewerb ist man ausgelaugt und braucht ein bis zwei Tage Regeneration."

Welche Voraussetzungen muss ein Schütze noch mitbringen? Rumpler: "Man braucht Geduld und den Willen, sich immer weiter zu verbessern. Aber perfekt wird man nie. Das ist die Herausforderung." Oft gebe es ein Auf und Ab bei den Leistungen. "Meist liegt das Problem dann im Kopf. Da hilft eine Pause oder eben Qigong."

Dass Rumpler selbst als Spitzenschütze kaum Geld mit seinem Sport verdienen kann, ist ihm klar. "Die meisten Schützen in Österreich sind deshalb beim Bundesheer. In anderen Ländern ist es ähnlich." Rumpler hat einen anderen Weg gewählt. Er besucht die HTL für Büchsenmacherei und Waffentechnik in Ferlach (Kärnten). Danach will er sich einen Job in der Branche suchen oder irgendwann das Geschäft der Eltern übernehmen.

Quelle