Viktor Lindner

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KommR Viktor Lindner (* 8. Oktober 1927; † 8. April 2014) war ein Salzburger Profifußballspieler, Sportmanager, Industriekaufmann und Privatradiopionier.

Leben

Sport

Lindner spielte in den ersten Staatsliga-Saisonen der Austria Salzburg, in den Jahren 1953 bis 1960[1] als Mittelfeldspieler?[1] bzw. in der Abwehr. Er wurde von mehreren österreichischen Vereinen, etwa Rapid Wien und Sturm Graz – mit dem er auch an einem Trainingslager in der Türkei teilnahm – umworben, entschied sich aber immer gegen einen Wechsel.[2]

Zu Anfang der 1960er-Jahre übernahm Lindner das Ruder im von sportlichen Misserfolgen entmutigten Reichsbund SV Salzburg. Dieser wurde in den – in Grün-Weiß – spielenden SC Rapid Salzburg umgeformt, und gemeinsam mit dem rührigen Sektionsleiter Herbert Kölblinger führte Lindner den Verein auf die Erfolgsspur: 1965 wurde die Mannschaft ungeschlagener Meister der 3. Klasse A. 1968 fusionierte der Verein mit dem ASV Blau-Weiß Salzburg.[3]

1969 bildete Lindner mit Alois Hanselitsch, Harry Westreicher, Peter Wehrhan, Dieter Weber und Dieter Kütt das Führungsteam des Hockeyclubs Salzburg. Im Jahr 1972 wurde der HCS Oberligameister und ersetzte erstmals den Absteiger EK Zell am See in der Bundesliga. Lindner war auch Onkel des Halb-Salzburgers Brian Stankiewicz.[4]

Musikfreund und Radiopionier

Lindner war Besitzer des größten privaten Musikarchivs – mit etwa 30 000 Langspielplatten, 20 000 Singles und ca. 5 000 CDs.[5]

Lindner war Gründer des Vereines für die Zulassung von Privatradios in Österreich. Mit diesem zog er vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg und hatte Erfolg.[5] In der Anfangszeit von Radio Melody war er dessen Mitinhaber.[5] Ende September 1995 sah er sich genötigt, seinen 50-Prozent-Anteil an den Unternehmer Arnold Henhapl zu verkaufen.[6]

Zeitweilig gehörte ihm das Salzburger Ankünderunternehmen Objektwerbung.[7]

Ehrungen

Seiner Verdienste wegen wurde Lindner mit dem Bürgerbrief der Stadt Salzburg ausgezeichnet. Nach seinem Ableben schaltete der Bürgermeister der Stadt Salzburg, Dr. Heinz Schaden, eine Traueranzeige in den SN.[8]

Quellen