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SV Austria Salzburg

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Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt die Geschichte des ehemaligen Fußballvereins SV Austria Salzburg bis 2005. Für die Geschichte des Vereines ab 2005 siehe Red Bull Salzburg bzw. Sportverein Austria Salzburg

Der SV Austria Salzburg war ein Fußballverein in der Stadt Salzburg, der nach der Übernahme durch Red Bull 2005 umbenannt wurde und heute als FC Red Bull Salzburg antritt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der SV Austria Salzburg entstand 1933 durch die Fusion von FC Hertha (gegründet 1923) und FC Rapid (gegründet 1928). Seine Glanzzeiten erlebte er in den 1990er-Jahren.

Im Sommer 1955 absolvierte der Verein eine rekordverdächtige 56 Tage dauernde Asien-Tournee. Ende August 1964 wehte erstmals ein leiser Hauch der großen, weiten Fußballwelt durch das Lehener Stadion: Espanyol Barcelona war zu Gast. Im Jänner 1970 nahm Austria Salzburg erstmals an einem Hallenfußballturnier in Dortmund teil.

Nach etlichen Vizemeisterschaften (1972, 1992 und 1993) gelang 1994 der erste Meistertitel und mit dem Erreichen des UEFA-Cup-Finales gegen Inter Mailand auch der international wichtigste Erfolg. Im Herbst desselben Jahres gelang dem Verein die erstmalige Teilnahme eines österreichischen Vereins an der Champions-League.

Auf der Suche nach Geldgebern wurde Langzeitpräsident Rudolf Quehenberger 2005 bei Red Bull vorstellig. Mit der Übernahme des Vereins durch den Getränkehersteller wurde er in Red Bull Salzburg umbenannt. Der harte Kern der desillusionierten Austria-Fans gründete nach einem Sommer voller Streit im Herbst 2005 den Sportverein Austria Salzburg als moralischen Nachfolger ihrer Austria.

1969: Austria Salzburg: erster Sieg gegen Rapid Wien

Der 10. November 1969 war für den Fußballklub Austria Salzburg ein besonderer Tag: Im 20. Spiel im Oberhaus gelang nach 16 Niederlagen und vier Unentschieden der erste Sieg über den österreichischen Rekordmeister Rapid. Im Ausweichquartier, im Stadion Itzling, wurden 12 000 Zuschauer Zeugen dieses für den Salzburger Fußball historischen Ereignisses: Die Hausherren gewannen mit 2:1 (1:0).

In der 35. Minute erzielte Linksaußen Adi Macek mit dem rechten Fuß das 1:0, in der 68. Minute glich der Däne Jørn Bjerregaard für die Hütteldorfer aus und neun Minuten vor dem Ende gelang Karl Kodat nach einer Ecke per Kopf der stürmisch bejubelte Siegestreffer. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste nur mehr zu zehnt, Leopold Grausam war in Minute 75 von Schiedsrichter Drabek ausgeschlossen worden. Und der war auch der Buhmann für Rapid-Trainer Karl Decker. Dabei musste dieser froh sein, dass der Referee nach Glechner-Fouls gegen Kodat und Grosser nicht zwei Elfmeter für die Lehener gegeben hatte.

Salzburg-Trainer Karl Schlechta, erst seit ein paar Wochen als Praschak-Nachfolger im Amt, hatte seiner Mannschaft das richtige Rezept mitgegeben - wie Rapid tickt, hatte er zuvor als Nachwuchstrainer in Hütteldorf hautnah mitbekommen. Werner Breitenfelder wurde auf Fritsch angesetzt und damit der gefährlichste Angreifer der Wiener entschärft, dafür konnte Austria-Regisseur Peter Grosser dank seiner Technik vor allem in der zweiten Spielhälfte die entscheidenden Impulse geben, seine Pässe kamen geradezu millimetergenau an. Mit dem Sieg schob sich die Austria auf den neunten Platz vor und überholte Rapid.

Zur Erinnerung an diesen ersten Sieg über den Rekordmeister sei hier die Salzburger Aufstellung angeführt: Pichler - Hirnschrodt, Mairhuber, Kibler, Breitenfelder - Blutsch, Horvath - Gretzler, Kodat, Grosser, Macek. Die guten Leistungen im Herbst hielten an und brachten die Violetten auf Platz vier, am Ende der Saison mussten sie sich mit dem achten Rang zufriedengeben.

Insgesamt bestritt Austria Salzburg gegen Rapid 110 Punktspiele; 31 Siegen standen 52 Niederlagen und 27 Unentschieden gegenüber. Austria-Nachfolger Red Bull hält aktuell in 55 Meisterschaftsspielen gegen Rapid bei 26 Siegen, 15 Remis und 14 Niederlagen.

Meisterschaften

Bekannte Spieler

Bekannte Trainer

Titel und Erfolge

Titel

  • 3x österreichischer Meister: 1994, 1995, 1997
  • 3x Supercup-Sieger: 1994, 1995, 1997
  • 1x ÖFB-Hallen-Cup-Sieger: 1999
  • 1x Sieger des Wiener Stadthallenturniers: 1970
  • 2x Salzburger Landescupsieger: 1937, 1959

Weitere Erfolge

  • 1x UEFA-Cup-Finalist: 1994
  • 1x Teilnahme an der Hauptrunde der Champions League: 1994/95
  • 1x Mitropa-Cup-Finalist: 1971
  • 3x österreichischer Vizemeister: 1971, 1992, 1993
  • 4x österreichischer Pokalfinalist: 1974, 1980, 1981, 2000

Präsidenten

2000–2005: Toni Pichler, Marketing-Direktor[6][4]

Weblink

Quelle