Aleks Buda

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Aleks Buda (* 7. September 1910 in Elbasan; † 7. Juli 1993 in Tirana) war Historiker und Präsident der Albanischen Akademie der Wissenschaften.

Leben

Aleks Buda war der Sohn eines Apothekers im damals noch osmanischen Elbasan. Sein Vater Dhimitër Buda war Teilnehmer am Kongress von Monastir (1908), auf dem man sich auf eine einheitliche albanische Schrift einigte, und Abgeordneter der Albanischen Nationalversammlung.

Über Lecce (Italien) kam er 1920 nach Salzburg, wo er das Salzburger Staatsgymnasium besuchte und 1929 maturierte. Anschließend studierte er in Wien Philosophie und Sprachwissenschaft und kehrte 1938 nach Albanien zurück. Dort unterrichtete er an einem Gymnasium in Tirana und am Lyzeum von Korça und studierte 1941 ein Jahr an der Universität Padua (Italien).

1942 kehrte er nach Albanien zurück, war dort von 1945 bis 1946 Direktor der Albanischen Nationalbibliothek und machte als Historiker Karriere. Dabei vertrat er die These, dass die Albaner zu einer der ältesten Bevölkerungsgruppen Europas gehören. Als Marxist gehörte er zu den Vertrauten des albanischen Staatschefs Enver Hoxha.

Ab 1957 unterrichtete er an der Universität Tirana. Er war 1972 Teilnehmer am Orthografie-Kongress von Tirana, auf dem man sich auf die Grundregeln der albanischen Schriftsprache einigte. Er war Gründungsmitglied und ab 1973 bis zu seinem Ableben 1993 Präsident der Albanischen Akademie der Wissenschaften.

Ehrungen

Aleks Buda erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter

  • den Titel Lehrer des Volkes (albanisch: Mësues i Popullit),
  • den albanischen Republikorden erster Klasse,
  • den albanischen Freiheitsorden,
  • das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1990).

2002 verlieh ihm die Stadt Elbasan posthum ihre Ehrenbürgerschaft.

Seit 2005 trägt das 1999 gegründete Aleks-Buda-Gymnasium in Lapraka, einem Stadtteil von Tirana, seinen Namen.

Quellen