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Großglockner (Berg)

(Weitergeleitet von Großglockner)
Großglockner-Gipfelkreuz v. Robert Gruber
Der Großglockner vom Hocharn aus gesehen
Der Großglockner von der Großglockner Hochalpenstraße aus gesehen
Der Gipfel des Großglockners
der Blick geht vom Kitzsteinhorn ziemlich genau nach Süden, links unten kann man den Stausee Mooserboden der Tauernkraftwerke Kaprun erkennen, der letzte Spitz am Bild ganz hinten ist der Großglockner
Dieses Bild wurde vom Kitzsteinhorn aus aufgenommen: ganz links der Großglockner, rechts der markante Spitz das Teufelshorn (3 680 m ü. A.), der sich rechts anschließende Bergkamm ist die Glocknerwand, die flache Spitze rechts im Bild der Johannisberg (3 353 m ü. A.), unter dem sich das Karlingerkees bis zum Stausee Mooserboden hinunter zieht (auf ca. 2 200 m ü. A.)

Der Großglockner ist mit 3 798 m ü. A. der höchste Berg Österreichs und befindet sich in den Hohen Tauern in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

Name

Man nimmt an, dass sich der Name Glockner von Klocken, dem Donner, den Steinschlag auslöst, abgeleitet wurde. Diese Annahme wird auch dadurch untermauert, als in früheren Jahrhunderten der Großglockner Glocknerer, Glogger (Kals) oder Glöckner (vgl. Matthäus Merian) genannt wurde[1].

Geschichte

Am 29. Juli 1800 war die Erstbesteigung des Großglockners durch eine Expedition, der u. a. Franz Michael Vierthaler, sowie P. Ulrich Schiegg und Valentin Stanig angehörten, die Vermessungsarbeiten vornahmen. Allerdings erfolgte die Erstbesteigung durch zwei Zimmerer (die das Gipfelkreuz errichteten), die Brüder Martin und Sepp Klotz, den Organisator der Expedition (im Auftrag von Fürstbischof von Gurk, Franz Xaver Altgraf von Salm Reifferscheid) sowie vom 54-jährige Sigismund Ernst Hohenwart und Johann Zopoth. Stanig, der mit den Zimmerern aufgestiegen war, war der erste Tourist am Großglockner.

1856 besuchten Kaiser Franz Joseph I. mit seiner Gattin Kaiserin Elisabeth (die allerdings nur bis zum Brettenboden aufstieg) die später nach ihm benannte Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.

1863 kam es zu einer Großglockner-Expedition, die fotografisch von Gustav Jaegermayer festgehalten wurde.

Mary Whitehead bestieg am 24. Juli 1869 als erste Frau den Großglockner. Ihr folgte am 21. August desselben Jahres als zweite Frau Anna von Frey.[2]

Am 2. Jänner 1875 führte der Engländer Groham eine Besteigung des Großglockners durch. Schlechte Fernsicht lohnte allerdings die Mühe nicht. Doch war das Ereignis für die damalige Zeit ein Sportunikum.[3]

Gipfel

Der Gipfel (114 m²) sollte seit 6. März 2009 nicht mehr dem Alpenklub (ÖAK) gehören, sondern hätte an den Alpenverein gegen 220 m² Grund unmittelbar neben der Erzherzog-Johann-Hütte getauscht werden sollen. Allerdings verzögerte sich nun der Tausch noch.

Der Tausch wäre notwendig, um Platz für eine Kläranlage zu schaffen.

Umgebung

Nördlich, unterhalb des Gipfels liegt das Glockner Kees, das in die Pasterze mündet. Östlich der Hofmannskees und dazwischen die Pallavicinirinne, eine etwa 600 m hohe Eiswand. Südlich des Gipfels, auf Osttiroler Seite, liegt der Teischnitz-Kees, nordwestlich der Fruschnitz-Kees.

Am Bergrücken in südöstliche Richtung folgt nach dem Gipfel die Adersruhe mit der Erzherzog-Johann-Hütte und dann der Kleinglockner. Noch weiter südöstlich in 2 651 m ü. A. befindet sich die Salm-Hütte (siehe Großglockner Erstbesteigung), als einer der Ausgangspunkte der Besteigung vom Kalsertal in Osttirol aus. Die zweite Route führt von Heiligenblut in Kärnten herauf.

Ausstellung

Die Dauerausstellung Berg, die Frauen im Aufstieg im Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe geht der Frage nach, wer sich hinter den ersten beiden und anderen Gipfelstürmerinnen verbirgt und welchen gesellschaftlichen Vorurteilen und Hindernissen sie in diesem Zeitraum trotzten.

Bildergalerie

weitere Bilder

  Großglockner (Berg) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

siehe auch

Literaturtipps

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle Buch Großglockner Saumpfad Römerweg Hochalpenstraße
  2. Quelle ANNO, Zeitschrift des deutschen und österreichischen Alpenvereins, Ausgabe 1870, Seite 507
  3. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 2. Jänner 1925, Seite 4