Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth

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Glockenturm der Abtei Frauenwörth
Gesamtansicht Kloster Frauenchiemsee
Kloster Frauenchiemsee nach einem Kupferstich von Michael Wening von 1721

Die Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth auf der Insel Frauenchiemsee im Chiemsee in Bayern gehört zur Diözese München und Freising.

Geschichte

Am 1. September 782 weiht Bischof Virgil die Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth, die der Überlieferung nach bereits um das Jahr 772 von Baiernherzog Tassilo III. gegründet wurde. Um 850 war die selige Irmengard (831/33866) die erste namentlich bekannte Äbtissin der Abtei. Sie war eine Tochter König Ludwigs des Deutschen und Urenkelin Karls des Großen.

Zur Zeit der Säkularisation 1803 gab es im Frauenwörther Konvent noch 16 Chorfrauen und 13 Laienschwestern. Das Kloster verlor alle seine Rechte und Besitzungen, doch durften die Nonnen als Pensionistinnen bis zu ihrem Tod in den nunmehr staatlichen Gebäuden wohnen bleiben. Die fünf noch lebenden Klosterfrauen suchten 1836 bei König Ludwig I. um die Wiedererrichtung des Klosters an. Nicht nur, dass er dies gestattete, er stiftete auch noch dazu 36.000 Gulden aus seiner Kabinettskasse. Am 21. März 1838 wurde dann das Kloster wieder eröffnet und schon am am 1. Juni traten fünf Novizinnen ein.

Seit 1901 ist Frauenwörth wieder Abtei. Die Schwestern widmeten sich vor allem der schulischen Erziehung, doch wurde inzwischen der Schulbetrieb aufgegeben. Der Konvent bietet nun ein vielfältiges Kursangebot in der Erwachsenenbildung und im Klosterladen Produkte wie Lebkuchen, Marzipan und Klosterlikör aus eigener Herstellung an.

Seit dem 10. Jahrhundert gehörten etwa 144 Höfe im heutigen Gemeindegebiet von Oberndorf in Tirol.

Vorsteherinnen

siehe Vorsteherinnen der Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth

Sehenswert

Die Kirche Mariä Opferung (Frauenchiemsee)

Quelle