UNESCO Geopark Erz der Alpen

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Hinweisschild Geo Park Erz der Alpen, Bischofshofen, Schanzengelände Laideregg
Abbild der restaurierten Himmelsscheibe von Nebra

UNESCO Geopark Erz der Alpen ist ein touristisches Projekt, das die Gebiete Innergebirg stärker als ehemalige Bergbaugebiete im Land Salzburg positionieren soll.

Allgemeines

Die Gemeinden, Tourismusverbände und bergbauhistorische Einrichtungen in Hüttau, Bischofshofen, Mühlbach am Hochkönig, St. Veit im Pongau und Goldegg haben sich zum Verein Erz der Alpen zusammengeschlossen. Gemeinsam wurde der UNESCO Geopark Erz der Alpen einrichten, eine geschichtliche und touristische Besonderheit, die die Pongauer Bergbaugeschichte zum Kern hat.

Herzstück des UNESCO Geopark Erz der Alpen ist der Erzweg Kupfer, der von Hüttau über Bischofshofen und Mühlbach am Hochkönig nach St. Veit im Pongau führt. Vorbei an historischen Orte und Museen geht es durch die Region.

Bei diesem Projekt handelt es sich um ein transnationales Tourismus-Leaderprojekt mit Partnern in Leipzig, Deutschland, und EU-Mitteln aus Brüssel, Belgien.

Museen und Schaubergwerke

Bischofshofen

Das Besucherzentrum „Geopark Erz der Alpen“ im Schanzengelände Laideregg in Bischofshofen wurde am 24. April 2015 mit der internationalen Sonderausstellung über den archäologischen Jahrhundertfund der Himmelsscheibe von Nebra (24. April bis 31. Oktober 2015) eröffnet.[1]

Neben dem Besucherzentrum des Geoparks können auch noch die kleinen Bergwerke Schürfbau Lehen und die Stollen und Pingen Edt besucht werden.

Besucherzentrum Bischofshofen

St.Veit

In St.Veit bieten das Seelackenmuseum und das Schaubergwerk Sunnpau spannende Einblicke in die Bergbaugeschichte des Pongau.

Mühlbach am Hochkönig

In Mühlbach faszinieren nicht nur das Bergbaumuseum und Schaustollen Mühlbach am Hochkönig sondern auch zahlreiche Spuren des Bergbaus entlang des Weges, wie zum Beispiel der Rupertistollen, Matthiasstollen und das Keltenloch.

Hüttau

In Hüttau kann das Museum Erz, Gold und Minerale und das Schaubergwerk Kupferzeche Larzenbach besichtigt werden.

Geotrails

Erzweg Kupfer

Er stellt das Herzstück des UNESCO Geoparks „Erz der Alpen“ dar, er bietet unzählige Erlebnisse und führt vorbei an vielen natur- u. kulturhistorischen Besonderheiten. Besonders beeindruckend sind die Geosites und die Panoramablicke und die Museen, Schaubergwerke und Geosites entlang des Weges.

Übersichtskarte Erzweg Kupfer

Der Erzweg Kupfer besteht aus fünf Etappen, alle Sart- und Zielorte sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Auto erreichbar und bieten Unterkunftsmöglichkeiten. 1. Etappe: von St. Veit auf der Sonnenterrasse nach Mühlbach am Hochkönig 2. Etappe: Von Mühlbach am Hochkönig zum Arthurhaus 3. Etappe: Vom Arthurhaus zum Besucherzentrum nach Bischofshofen 4. Etappe: Von Bischofshofen hinauf auf Hochgründeck – Heinrich Kiener Haus 5. Etappe: Vom Hochgründeck hinunter nach Hüttau

Auf diesen Etappen folgt man einem gut beschildertem Weg vorbei an interessanten Informationstafeln zu unterschiedlichsten Themen. Alle solchen Informationstafeln sind auf Google Maps markiert und können unter "UNESCO Geopark Erz der Alpen" gefunden werden.

Die beiden kürzeren Geotrails "Mühlbacher Erzweg" und Geotrail Wasserfallweg" sind Teil des Erzweges Kupfer.

Eisenweg

Geplant wird auch die Errichtung eines Eisenweges von Tenneck nach Flachau.

Goldweg

Ebenso steht die Errichtung des Goldweges im Gasteinertal in Aussicht.

Planungen

Das „Portal“ zum Erzweg soll im Bereich der Paul-Ausserleitner-Schanze in Bischofshofen errichtet werden. Geschätzte Baukosten für dieses Besucherzentrum: rund eine Million Euro. Im Berg soll mit einer kleinen Besucherbahn ein medial bereiteter Einblick in alle Sehenswürdigkeiten am Erzweg geboten werden: Larzenbach in Hüttau, Sunnpau in St. Veit, den Stollen am Mitterberg in Mühlbach und das Museum in Bischofshofen.

Für den Erzweg sind rund 300.000 Euro veranschlagt. Der wurde symbolisch in jedem teilnehmenden Ort im September mit einem „Hinkelstein“ eröffnet, der mit Tafeln geschmückt auf die Geschichte des Ortes, den Weg und eine Sage nachhaltig aufmerksam macht.

Der große Vorteil des Pongauer Projekts liegt darin, dass ein Großteil der historischen Plätze bereits erlebbar gemacht sind. Mühlbachs Bürgermeister Johann Koblinger wies im Sommer 2011 darauf hin, dass es für seine [und auch andere Gemeinden] wohl die letzte Chance sei, eine schon 1995 eingebrachte Idee der einzigartigen Verbindung von neuzeitlichen und prähistorischen Bergbaustätten zu realisieren.

Auch ist angedacht, mit einem Eisen-Weg von Tenneck nach Flachau und mit einem Gold-Weg im Gasteiner Tal das Projekt zu erweitern.

Im Sommer 2011 hatte dann der Tourismusverband Bischofshofen beschlossen, rund 100.000 Euro jährlich bis 2014 für das touristische Projekt zu investieren. Die uralte Tradition der Region Pongau als Bergbaugebiet soll damit touristisch besser vermarktet werden.

Internationale Anerkennung

Im September 2014 wurde auf einer Konferenz in Kanada „Erz der Alpen“ international als Geopark anerkannt. Das historische Pongauer Bergbaugebiet ist somit in der Welterbeliste der UNESCO eingetragen und in das weltweite Netzwerk der Geoparks aufgenommen, das nunmehr 111 Regionen in 32 Staaten umfasst. Seit Ende Juli 2014 wird bereits an der Errichtung des Geopark-Besucherzentrums gearbeitet.

Weblink

Quellen

Einzelnachweis