Georg Brötzner (Althamerbauer)

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Georg Brötzner (* 19. Dezember 1869 in Wals; † 14. Mai 1940 ebenda), vulgo Althamerbauer, war Bürgermeister der damaligen Gemeinde Siezenheim.

Leben

Georg Brötzner war der uneheliche Sohn der Magd Notburga Brötzner vom Althamerhof in Wals. Er besuchte die Volksschule und trat 1886 der Musikkapelle Wals bei, in der er über fünfzig Jahre lang Flügelhorn spielte.

Von 1890 bis 1893 leistete er beim Salzburger Infanterieregiment Nr. 59 seinen Militärdienst ab, wo er auch in der Militärkapelle mitspielte. 1898 trat er dem Walser Veteranen- und Kriegerverein bei und engagierte sich für das 1919 eingeweihte Kriegerdenkmal am Walser Friedhof.

Ab 2. Oktober 1898 unternahm er mit der Diözese Brixen eine mehrwöchige Pilgerreise nach Jerusalem, von der er umfangreich berichtete.

Am 23. November 1903 heiratete er Helene Enzinger aus Ainring und übernahm von seinem kinderlosen Onkel Georg Reischl das Walser Althamergut.

Seit 1894 war er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Wals, der er über drei Jahrzehnte lang angehörte und deren Ortskommandant er von 1904 bis 1911 war. In dieser Zeit sorgte er in der Gemeinde für den Aufbau eines Hydrantennetzes und initiierte die Walser Ortswasserleitung, die 1909 eingeweiht werden konnte.

Von 1909 bis 1911 war er Gemeindevorsteher von Siezenheim und als Vertreter des Großgrundbesitzes für den Katholischen Bauernbund Abgeordneter zum Salzburger Landtag. Von 1927 bis 1931 war er erneut Bürgermeister der Gemeinde Siezenheim.

Mit seiner Frau hatte er insgesamt acht Kinder. Sein ältester Sohn Georg (* 1908; † 19. Juli 1946 bei einem Motorradunfall) übernahm 1939 den Althamerhof, darauf am 19. Juli 1939 sein zweiter Sohn Jakob.

Quellen

Zeitfolge