Kameradschaft Wals

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Kameradschaft Wals
Kameradschaftsbund Salzburg
Voller Name Kameradschaft Wals
Vorsitzender Manfred Neumaier
Adresse Hauptstraße 3
5071 Wals
Homepage www.kameradschaft-wals.at
E-Mail obmann@kameradschaft-wals.at

Die Kameradschaft Wals ist ein im Jahre 1873 in der damals eigenständigen Gemeinde Siezenheim gegründeter Verein. Außer dem Ortsteil Siezenheim sind alle Ortsteile der Gemeinde Wals-Siezenheim dem Verein zugehörig.

Der Verein

Vorstand

Vorstand Kameradschaft Wals 2018
  • Obmann Manfred Neumaier
  • Obmann-Stv. Norbert Philippitsch sen.
  • Obmann-Stv. Franz Götzinger
  • Kassier Franz Schnöll
  • Kassier-Stv. David Entfellner
  • Schriftführer Rupert Reiter
  • Schriftführer-Stv. Hermann Linemayr
  • Fähnrich Gerd Seidl
  • Fähnrich-Stv. Kurt Huber
  • Fähnrich-Stv. Heinz Spreitzer
  • Jugendbeauftragter Norbert Philippitsch jun.
  • Schussmeister Manfred Pichler

Geschichte

1800

  • 1873: Gründung des Vereines "Veteranenverein der Gemeinde Siezenheim".
    Damaliger Initiator war der Tierarzt Ferdinand Ebner. 18 Mitglieder zählte der Verein bei der Gründung, davon acht aus Wals. Erster Vorstand war der Arzt Albert Aigner aus Siezenheim.
  • 1875: Unter dem Protektorat von Erzherzog Ludwig Viktor, Bruder des Kaisers Franz Joseph I., wurde die erste Fahne in Siezenheim geweiht. Den Festumzug führte die Trachtenmusikkapelle Wals, damals Veteranenmusik genannt, an. Die "Kaiserfahne" ist noch immer im Besitz der Kameradschaft und wird zu Beerdigungen von Kameraden, die noch im Zweiten Weltkrieg gedient haben, getragen.

1900

  • 1901: Neuwahl des Vorstandes. Als Vorstand wurde Bartholomäus Reischl, Schmiedemeister in Wals, und als Stellvertreter Mathias Weninger, Schuhmachermeister in Siezenheim, gewählt.
  • 1902: Änderung des Vereinsnamens auf "Militär-Veteranen-Verein Siezenheim-Wals".
  • 1908: Nach länger sich schon anhaltenden Zwistigkeiten trennten sich die Siezenheimer von den Walsern und gründeten einen eigenen Verein namens "Militär-Veteranen- und Kriegerverein Siezenheim-Klessheim".
  • 1909: Aufgrund der Trennung wurde bei der Jahreshauptversammlung der Name auf "Militär-Veteranen- und Kriegerverein Wals" geändert.
    Kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges zählte der Verein 128 Mitglieder und wurde im November 1914 auf "K.K. Kriegerverein Wals" umbenannt.
    Aufgaben des Vereines war nicht nur die Mitglieder im Krankheits- oder Sterbefall zu unterstützen, sondern sie wurden auch zur Straßen- und Bahnbewachung herangezogen.
  • 19141918: Erster Weltkrieg. 51 tapfere Männer kehrten nicht mehr in ihre Heimat zurück.
  • 1919: Einweihung des Kriegerdenkmales des Erstens Weltkrieg.
  • 1923: Neugründung des "Veteranen- und Kriegervereines Wals" mit über 80 Mitgliedern.
  • 1930: Verleihung der Silbernen Ehrenmedaille der Republik Österreich an den schon 60 Jahre lang dienenden Kapellmeister der Trachtenmusikkapelle-Wals, Matthias Freundlinger.
  • 1933: Feier des 60-jährigen Gründungsfestes.
  • 1936: Neuwahl des Vorstandes - Anton Santner wird erster Vorstand.
  • 1938: Eingliederung des Vereines in den NS-Kriegerbund, welcher als "Kyffhäuserbund" bezeichnet wird.
  • 1939: 1. September - Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.
    Am 12. September fiel der erste Walser Soldat im Polenfeldzug, Ölbrennersohn Georg Irlacher.
  • 1943: Im Gasthof Santner findet die 70-jährige Gründungsfeier statt. Bei dieser Feier wurde der Walser und Siezenheimer Verein wieder zusammengelegt.
  • 1945: Kapitulation der Deutschen Wehrmacht und somit das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa.
    In diesem grausamen Krieg galten 78 Walser als gefallen, vermisst oder in Gefangenschaft verstorben.
  • 1946: Neugründung der Siezenheimer Heimkehrerkameradschaft.
  • 1949: Am 7. August fand das erste Walser Heimkehrertreffen statt.
    Nach langer Kriegsgefangenschaft in Russland, kehrte am 26. Oktober als einer der Letzen von Wals, Johann Reiter (Königbauer), in die Heimat heim.
  • 1950: Neugründung der "Heimkehrerkameradschaft Wals" auf Anregung von Hallerbauer, Langwallner Anton sen. Zum Obmann wurde Matthias Brötzner, Baierl, gewählt.
    Einweihung des neuen Kriegerdenkmales am Walser Friedhof. Dieses wurde seit Bestehen immer liebevoll von Theresia Reiter (Gerl-Tresi) betreut und gepflegt. Nach ihrem Ableben übernahm Walburga Seidl (Högler-Burgi) dieses ehrenvolle Amt.
  • 1952: Die Kameradschaft Wals feiert das 80-jährige Gründungsfest gegenüber vom Gasthaus Neuwirt, jetzt der Standort der RAIBA Wals.
  • 1962: Obmannwechsel - Matthias Brötzner gibt nach zwölfjähriger Tätigkeit das Amt an Franz Glück weiter.
  • 1964: Obmann Franz Glück übergibt die Obmannschaft an Johann Reiter (Königbauer).
    Etliche Aktivitäten wurden unter seiner Obmannschaft erweitert (Milizschiessen, Kameradschaftsball, ..).
  • 1973: 100-jähriges Gründungsfest.
    Über 60 Kameradschaften und 14 Musikkapellen waren anwesend. Die alte Kaiserfahne wurde unter Bürgermeister Ing. Josef Koch und seiner Gattin Theresia renoviert, die gleichzeitig die ehrenvolle Aufgabe als Fahnenmutter übernahm.
  • 1983: Die Trachtenmusikkapelle Wals feiert ihr 125-jähriges Gründungsfest. In diesem Zuge wurde auch das 110-jährige Gründungsfest der Kameradschaft Wals gefeiert.
  • 1989: Obmann Johann Reiter legt sein Amt nach 25 Jahren nieder. Sein Nachfolger wird Gregor Götzinger (Bonauer).
  • 1991: Erstes Dorffest in Wals.
    Damals noch mit den Walser Bäuerinnen. Das Dorffest wird seither alle zwei Jahre veranstaltet, ist bis über die Grenzen bekannt und aus dem Terminkalender nicht mehr wegzudenken.
  • 1998: Feier des 125-jährigen Gründungsfestes der Kameradschaft Wals bei Johann Feldinger (Steiner). Bei der Jahreshauptversammlung legt Obmann Gregor Götzinger sein Amt nieder. Sein Nachfolger wird Andreas Pichler (Rachbauer).

2000

  • 2000: Gründungsfest der Historischen Landwehrschützen Wals.
  • 2003: Leider verstirbt der Obmann Andreas Pichler und Bartholomäus Feldinger übernimmt das Amt.
  • 2004: Neuwahl des Präsidenten des Bundesverbandes des ÖKB. Es wird das Ehrenmitglied und Bürgermeister a. D. Ludwig Bieringer zum neuen Präsidenten gewählt.
  • 2005: Feier der neu renovierten, über 100 Jahre alten Kaiserfahne in Wals am Kirchenplatz.
    Bartholomäus Brötzner sen. (Iilling-Bauer) trug bei dieser Feier die Kaiserfahne. Es waren zahlreiche Kameradschaften und Ortsvereine anwesend. Bei dieser Feier spielten die Trachtenmusikkapellen von Wals und Siezenheim auf.
  • 2006: Nach längerer Suche nach einem neuen Schussmeister, Alois Haager sen. (Wangerbauer Wals) hat dieses Amt nach über 60 Jahren zurückgelegt, übernimmt Manfred Neumaier dieses Amt.
    Es wird ein Festgeschütz angekauft, welches bei Beerdigungen, Feierlichkeiten und der Jahreshauptversammlung dienen soll. Dankeswerterweise werden die Kosten von Rosemarie Bieringer, Gattin unseres ÖKB-Präsident und Bürgermeister a. D. Ludwig Bieringer, übernommen. Am 1. Dezember wird das Festgeschütz durch Rosmarie Bieringer feierlich übergeben.
  • 2014: Mit Sabrina Seidl wird das erste weibliche Mitglied aufgenommen.
    Sie leistete ihren Wehrdienst im HSZ Rif als Sportsoldatin ab und ist erfolgreiche Ringerin beim AC Wals.
  • 2016: Der Verein zählt momentan ca. 430 Mitglieder. Damit ist er im Flachgau der zweitgrößte Ortsverband.
  • 2018: Bei der Jahreshauptversammlung legt Obmann Bartholomäus Feldinger nach 16 Jahre sein Amt als Obmann nieder. Sein Nachfolger wird Manfred Neumaier.
    Walburga Seidl übergab 2018 die Pflege des Kriegerdenkmales an Karin Neumaier, Frau des Obmann Manfred Neumaier.
  • 2019: Das letzte Walser Dorffest geht über die Bühne.
    Eine Ära, an der auch die Kameradschaft Wals beteiligt war, geht zu Ende.
  • 2023: 150-jähriges Gründungsfest

Kriegerdenkmal

Kriegerdenkmal 1. Weltkrieg.
Denkmal für die beiden Weltkriege

Im Jahre 1919 wurde das Kriegerdenkmales des Ersten Weltkrieges eingeweiht. Im Jahre 1950 kam es auf Anregung von Hallerbauer Anton Langwallner ´sen. zur Neugründung der "Heimkehrerkameradschaft Wals". Gleichzeitig wurde das neue Kriegerdenkmal, welches beider Weltkriege gedenkt, auf dem Walser Friedhof eingeweiht.

Die Andachtsstätte

Die Andachtsstätte befindet sich im Glockenturm der Walser Kirche.
Das Europa-Relief mit den Sterbeorten der Gefallenen im Zweiten Weltkrieg wurde von OSR Franz Müller am 11. September 1948 im Glockenhaus angebracht. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits kleine Kreuze auf Steinsockeln von den Gefallenen des Ersten Weltkrieges vorhanden. Diese wurden mit dem Errichten des Reliefs des Zweiten Weltkrieges adaptiert. Um das Jahr 1996 wurden diese Steine vom Steinmetz Franz Zebhauser restauriert.
Im Jahre 2021 wurde von Mitgliedern der Kameradschaft ein neues Fotobuch der Gefallenen erstellt, da das vorherige leider entwendet wurde.

Ehemalige Vorstände und Ehrenmitglieder

Obmänner

1873-1901 Dr. Albert Aigner
1901–1936 Bartholomä Reischl, Bachschmied
1936–1940 Anton Santner, Gastwirt
1940–1943 Jakob Scheiring
1943–1945 Johann Hasenöhrl, Fraidlbauer
1950–1962 Matthias Brötzner, Baierlbauer
1962–1964 Franz Glück
1964–1989 Johann Reiter, Königbauer
1989–1998 Gregor Götzinger, Bonauerbauer
1998–2003 Andreas Pichler, Rachbauer
2003–2018 Bartholomäus Feldinger
seit 2018 Manfred Neumaier

Ehrenmitglieder

Präsident des ÖKB BRPräs. a.D., Bürgermeister . a.D. Ludwig Bieringer
Johann Feldinger
Rupert Bacher
Johann Schruckmayr
Georg Hafner
Bartholomäus Feldinger

Quellen