Grand Hotel Gasteinerhof

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Das 4-Sterne-Grand Hotel Gasteinerhof war im 20. Jahrhundert neben dem Grand Hotel de l´Europe eines der bekanntesten und bestbesuchtesten Hotels in Bad Gastein.

Baugeschichte

Das Hotelgebäude wurde in den Jahren 1893 bis 1898 nach Plänen des Wiener Architekten Ludwig Tischler von der bekannten Bad Gasteiner Baufirma Angelo Cominis errichtet. Auftraggeber und erster Besitzer war der aus Oberösterreich stammende, "legendäre" Alois Windischbauer, der aus armen Verhältnissen stammend zu einem der wichtigsten und innovativsten Hoteliers des Gasteinertals wurde. 1905 folgte die Errichtung des Café-Pavillons durch Baumeister Franz Wagner und 1913 weitere kleinere Umbauten durch L. Fiedler aus Wien.

Die Errichtung des in extremer Hanglage angelegten Gebäudes war im ausgehenden 19. Jahrhundert eine bautechnische Meisterleistung. Der Komplex bestach mit seinen zwei Bauköpern, die durch einen über der Straße liegenden Durchgang miteinander verbunden waren, auch in architektonischer Hinsicht und wurde neben dem Gasteiner Wasserfall zum geheimen zweiten Wahrzeichen der Gemeinde und zum Fotomotiv vieler Gasteinbesucher.

Niedergang und Abbruch

Neben zahlreichen Prominenten aus aller Welt die im Hotel logierten, ist der Name "Gasteinerhof" auch untrennbar verbunden mit dem Aufstieg des Starkochs Jörg Wörther, der hier seine Lehre absolvierte.

1970 erbte Georg "Nonno" Kaltenbrunner das 4-Sterne-Hotel. Durch nötige Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen finanziell angeschlagen musste er das Hotel verkaufen.

Infolge des Einbruchs im Gasteiner Fremdenverkehr kam es 1987 zur Schließung des Hotelbetriebs und zur Übernahme durch die Cordial Gruppe. In den folgenden 19 Jahren verfiel der einmalige Jahrhundertwende-Bau zur Hotelruine. Der unter der Straße liegende Baukörper wurde abgebrochen um die enge Durchfahrtsstelle zu beiseitigen, das zweite Gebäude überragte als sichtbares Zeichens des Niedergangs Bad Gasteins noch lange alle umliegenden Bauten.

Nach dem Verkauf des Geländes an einen neuen Investor wurde die Ruine ab dem 9. Oktober 2006 endgültig abgebrochen.

Quelle