Hütten

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Hütten ist eine Ortschaft im Gemeindegebiet von Leogang im Mitterpinzgau.

Lage

Die Ortschaft Hütten liegt ca. fünf Kilometer westlich von Leogang an der B 164.

Beschreibung

Name und Entstehung der Ortschaft beziehen sich auf die bedeutenden historischen Bergbaue auf Silber, Blei, Quecksilber, Kupfer und Nickel und Kobalt im Schwarzleotal, in dem sich im 20. Jahrhundert auch der Rohmagnesitbergbau Inschlagalpe befunden hat. Auch in Hütten selbst erinnern noch alte Hausnamen an den Bergbau: Hüttenwirt, Hüttkrämer, Hüttschmied, Hüttwagner, Hüttbäck oder Schmelzerhäusl, Pucherschmied, sowie das Forsthaus. Dieses wurde im Jahr 1593 als Verwaltungshaus errichtet.

Geschichte

Das erste Schmelzwerk entstand in Hütten im Jahr 1585. Um 1800 bestand die Schmelzhütte aus vier Stichöfen und einem Garherd. Das große Gebläse wurde mittels Wasserrad betrieben. Neben der Schmelzhütte gab es noch einen Röstofen, das Verwalterhaus, das Gasthaus, eine Kapelle, eine Schule und einige Holzhäuser.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Bergbaumuseum

In Hütten befindet sich heute das Bergbaumuseum Leogang, ein hervorragend ausgebautes und architektonisch interessant gestaltetes Museum. Es informiert über den historischen Bergbau, verfügt über eine umfangreiche und überregional bedeutsame Mineraliensammlung und bietet darüber hinaus interessante Sonderschauen.

Erwähnenswert sind auch die Knappenkapelle St. Anna und die Kaiser Franz-Josef - Jubiläumslinde, beide in Sichtweite des Museums.

Schaubergwerk

Im bei Hütten nach Südwesten abzweigenden Schwarzleotal liegt das Schaubergwerk Leogang, das sowohl zu Fuß, mit dem Mountainbike oder mit dem PKW erreichbar ist und zu einem leibhaftigen Eintauchen in die Atmosphäre vergangener Bergbautätigkeit in den historischen Revieren Schwarzleo, Vogelhalte und Nöckelberg einlädt.

Anekdote

Eine Frau aus Hütten wollte einst mit der Eisenbahn nach Peking fahren. Da an der Haltestelle Leogang-Hütten keine Fahrkartenausgabe war, versuchte sie die Fahrkarte nach Peking am Bahnhof in Leogang zu lösen, von wo sie aber zum Bahnhof Saalfelden, von dort nach Salzburg und schließlich nach Wien verwiesen wurde, wo sie endlich die Fahrkarte nach Peking erwerben konnte. Vor der Rückfahrt aus Peking ging sie zum dortigen Fahrkartenschalter, um die Rückfahrkarte zu lösen. Nach ihrer Erfahrung vor der Anreise aus Österreich ersuchte sie um eine Fahrkarte nach Österreich. Der Schalterbeamte fragte sie um eine nähere Zielangabe. Sie sagte, "na ja, Richtung Wien und dann..." - der Schalterbeamte sah sie fragend an - "über Salzburg... und Saalfelden... eigentlich nach Leogang". Worauf der Schalterbeamte fragte: "Wollen Sie eine Fahrkarte nach Leogang oder nach Leogang–Hütten?"

Quellen

  • Eigenartikel von Christina Nöbauer
  • Josef Lahnsteiner, "Mitterpinzgau, Saalbach, Saalfelden, Lofer", Eigenverlag Hollersbach 1962