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Hugo Rosenberg

Stolperstein für Hugo Rosenberg am Josef-Mayburger-Kai Nr. 28

Hugo Rosenberg (* 15. Mai 1894 in Bielitz, damals Österreich-Schlesien, heute Polen); † unbekannt) war ein Opfer des Nationalsozialismus in Salzburg.

Leben

Rosenberg gehörte dem jüdischen Glauben an und kam 1909 nach Salzburg, wo er zunächst eine Schneider- und Handelslehre begann. Zu seinen entfernten Verwandten gehörte auch der Kaufmann Walter Schwarz, bei dem Rosenberg ab Mitte der 1920er Jahre als Handelsangestellter arbeitete und einige Zeit auch bei der Familie Schwarz wohnte.

1932, im März, trat Rosenberg mit einer jungen Salzburgerin in den Stand der Ehe. Die junge Salzburgerin, deren Name nicht eruierbar ist, brachte ein Kind (* 1928) mit in die Ehe, welches von Rosenberg legitimiert wurde und auch dessen Namen führte. Die Familie lebte zunächst in der Bergheimer Straße Nr. 29, später am Josef-Mayburger-Kai Nr. 28.

1938 wurde Rosenberg gezwungen, die Wohnung zu verlassen. Zum einen, weil seine Ehe in die Brüche ging und zum anderen, weil es das NS-Regime verlangte. Vom 2. August desselben Jahres bis zum 29. Mai 1939 lebte Rosenberg in Wien. Noch im gleichen Jahr verklagte ihn seine (Noch-) Ehefrau darauf, dass er Jude sei, sie könne ihn nicht leiden, überdies sei er nicht der leibliche Vater ihres Kindes und es gehöre sich nicht, dass dieses seinen Namen trage. Am 2. März 1943 wurde Rosenberg zwar das Scheidungsurteil zugestellt, doch der Empfänger befand sich längst nicht mehr in Wien.

Das weitere Schicksal Rosenbergs ist anhand der Quellen nicht eurierbar. Hatte er den Krieg überlebt? War Rosenberg zurück nach Polen gegangen? War er ermordet worden ?

Zum Andenken an Hugo Rosenberg wurde am 19. April 2013 am Josef-Mayburger-Kai Nr. 28 ein Stolperstein verlegt.

Quelle