Isidor Grießner

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Isidor Grießner

Ökonomierat Isidor Grießner (* 9. Juli 1906 in Thumersbach, Pinzgau; † 4. Oktober 1983 in Fusch an der Großglocknerstraße) war ein Salzburger Politiker der ÖVP.

Leben

Bereits mit 28 Jahren kam Grießner in den Salzburger Landtag, dem er bis zu seiner Auflösung durch die Nationalsozialisten am 12. März 1938 zuerst als Abgeordneter und ab 1937 als Landesrat angehörte. Von 1937 bis 1938 bekleidete er zudem das Amt des Obmannes des Salzburger Bauernbundes.

Nach dem Krieg wurde Isidor Grießner 1945 zum Bürgermeister der Gemeinde Fusch gewählt, was er bis 1974 blieb. Am 19. Dezember 1945 ging er für die ÖVP in den Nationalrat. Er war einer der Gründungsväter der Interessensvertretung der Salzburger Gemeinden, als er am 6. Juni 1947 16 Amtskollegen einlud den Salzburger Gemeindebund ins Leben zu rufen.

Die ÖVP Salzburg wählte den Bauernbündler am 14. März 1949 zum Landesobmann. Grießner galt als möglicher Nachfolger Josef Rehrls als Landeshauptmann, der schwindende Einfluss des Bauernbundes innerhalb der ÖVP konnte aber den Aufstieg Josef Klaus' nicht verhindern. Klaus übernahm am 20. Dezember 1952 auch das Amt des Landesparteiobmanns von Grießner.

Isidor Grießner selbst war am 29. April 1950 zum ersten Präsidenten der Salzburger Landwirtschaftskammer gewählt worden, von 1962 bis 1970 war er Vorsitzender der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs. Am 31. März 1970 legte er sein Nationalratsmandat und sein Amt als Landwirtschaftskammer-Präsident zurück und konzentrierte sich auf seine Arbeit als Bürgermeister von Fusch.

Sein Sohn Georg Grießner war Landesschulinspektor und nach Helmut Schreiner Landtagspräsident.

Ehrung

Nach Grießner ist der Isidor-Grießner-Park in Fusch benannt.

Quellen

  • Österreichisches Parlament [1]
  • Gemeindebund [2]
  • Bauernbund [3]
  • Stadt Salzburg [4]
Zeitfolge