Johann Franz (III.) von Gentilotti zu Engelsbrunn

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Johann Franz Freiherr von Gentilotti zu Engelsbrunn (* 16..; † nach 1751 in Trient) war von 1716 bis 1729 Salzburger Hofkanzler.

Leben und Wirken

Gentilotti (dessen Einordnung in die Genealogie der Familie offen ist) zählte zu des späteren Erzbischofs Leopold Anton Freiherrn von Firmian vertrautesten Freunden und förderte dessen Wahl zum Erzbischof.[1]

Im Jahr 1729 trat er, nachdem er 14 Jahre lang an der Spitze der Salzburger Hofkanzlei gestanden war, in die Dienste Kaiser Karls VI., der ihn am 29. Juli 1729 in den Freiherrenstand erhob; von 1729 bis 174x war er oberösterreichischer, d. h. Tiroler Hof-Vizekanzler.

Eine von ihm durchgeführte diplomatische Mission bestand im Februar 1732 darin, Fürsterzbischof Firmian und dessen Hofkanzler Cristani gemäß dem kaiserliche Willen zur Mäßigung und stärkeren Berücksichtigung des Reichsrechts gegenüber den Salzburger Protestanten zu verhalten.

Johann Franz Gentilotti Freiherr von Engelsbrunn hatte folgende Kinder:

  • Giovanni Battista (Johann Baptist) (III.) (* um 1718; † 28. Februar 1787 Trient), Konsul von Trient 1744, 1748, 1752 und 1756, Archikonsul 1764, 1765 und 1770; ar verheiratet mit seiner Schwägerin Catharina)
    • Maria Anna (* um 1743; † 1. November 1780 Trient), verh. mit Sigismund Trentini von Wolgersfeld
  • Giovanni Benedetto (Johann Benedikt) (III.) (* 11. Februar 1734 Innsbruck), Kanoniker zu Trient
  • Maria Josepha (* 24. Oktober 1729 Innsbruck), verh. mit Giuseppe de’ Gaudenti
  • Theresia (* 1728 Innsbruck), verh. mit Johann Baptist von Sardagna-Hohenstein
  • Benedicta (* Innsbruck), Ursulinerin
    • Caecilia (* ca. 1704; † 20. November 1784 Trient), verh. mit Francesco Cribelli de Creuzberg (Crivelli de Kreitzberg)
      • Antonio, Archikonsul von Trient 1790
      • Giuseppe
      • Girolamo Luigi Crivelli († 27. November 1780), Bischof von Nepi und Sutri

Quelle

Fußnote

  1. Quelle: Josef Karl Mayr: Die Emigration der Salzburger Protestanten von 1731/32. Das Spiel der politischen Kräfte (Fortsetzung und Schluss), in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 70, 1930, S. 65-128 (80).