Josef Stifter

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Geistlicher Rat Josef Stifter

Geistlicher Rat Josef Stifter (* 8. Dezember 1927 in Steinberg an der Rabnitz, Burgenland; † 13. November 2020 in Eisenstadt, Burgenland) war ein römisch-katholischer Geistlicher, insbesondere langjähriger Pfarrer von Fieberbrunn und kurzzeitiger Pfarradministrator der Pfarre Filzmoos.

Leben

Der Sohn von Maria und Wenzel Stifter war zunächst Lehrer, trat dann ins Priesterseminar ein und empfing am 18. März 1967 im Salzburger Dom die Priesterweihe.

In der Folge wirkte er als Kooperator in den Pfarren Bad Gastein, Tamsweg und Seekirchen sowie ab 1971 als Pfarrprovisor, von 1978 bis 1996 als Pfarrer in Fieberbrunn.

Ein Großvorhaben seiner Ära als Pfarrer von Fieberbrunn war die Kirchenrenovierung, die sich über vier Jahre hinzog. Neben den baulichen Erneuerungen, der Rebarockisierung der Kirche, ging es um die Wiederbeschaffung der Altarbilder: Die Werke des Kitzbüheler Barockmalers Simon Benedikt Faistenberger schmückten über lange Jahre die Pfarrkirche, bis sie 18891890 im Rahmen der Romanisierung dem Osttiroler Restaurator Virgil Groder, der in Mittersill begraben liegt, als Teilzahlung übergeben wurden. Nach langen Verhandlungen konnten schließlich das Bild „Krönung Mariens“ und das Gemälde „Petrus und die Kirche“ wiedererworben werden und an ihre angestammten Plätze an den Seitenaltären zurückkehren. Auch die Renovierung der Kirche gestaltete sich mühselig, von der Mittelaufbringung bis zum ausgestiegenen Stuckateur und dem saumseligen Freskenmaler.

Seit 15. August 1996 im Ruhestand, war Josef Stifter von 1997 bis 1998 als Administrator der Pfarre Going (Dekanat St. Johann in Tirol) und anschließend in seiner Heimatgemeinde Steinberg-Dörfl als Seelsorger tätig. Von 2004 bis 2006 war er Pfarrer von Unterrabnitz, Burgenland, von Anfang November 2006 bis 2007 Pfarrprovisor der Pfarre Filzmoos.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in seiner burgenländischen Heimat, zuletzt im Alten- und Pflegeheim Haus St. Martin in Eisenstadt.

Ehrungen

Die Marktgemeinde Fieberbrunn, der er Zeit seines Lebens sehr verbunden war, würdigte seine Leistungen als Seelsorger und Kirchenrenovierer 1984 mit der Verleihung des Ehrenringes, 1998 mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft.

Er war Ehrenkanonikus des Kollegiatstiftes Seekirchen.

Zudem war er Träger der Goldenen Verdienstmedaille des Landes Tirol und der Goldenen Medaille des Landes Burgenland.

Quellen

Zeitfolge
Zeitfolge
Vorgänger

Josef Schlick

Pfarrer von Fieberbrunn
19711996
Nachfolger

Franz Hirn