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Kaiservilla

Inneres Salzkammergut
Dieser Artikel behandelt ein Thema aus dem inneren Salzkammergut in Oberösterreich. Dieses innere Salzkammergut hat zwar keine besonderen historischen Salzburgbezüge, grenzt jedoch unmittelbar an das Bundesland Salzburg und ist heute im Zusammenhang mit dem touristischen Salzkammergut mit der Salzburger Wirtschaft verbunden.


Blick zur Kaiservilla, dahinter Bad Ischl

Die Kaiservilla in Bad Ischl ist eine Villa, die die Erzherzogin Sophie ihrem Sohn Franz Joseph als Hochzeitsgeschenk anlässlich seiner Hochzeit mit Elisabeth von Bayern schenkte.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Villa

1850 war die Villa Eltz von Dr. Eduard Mastalier, dem Kreisarzt der Ischler Solebäder, erworben worden. Am 24. September 1853 verkaufte er die Liegenschaft an Erzherzogin Sophie. Der Kaufpreis betrug 31.440 Gulden, die Gesamtsumme nach allen Umbauten und Verbesserungen belief sich schließlich auf 75.673 Gulden. Die Liegenschaft ging in Franz Josephs Besitz über und wurde von da an aus dem Privat- und Familienfonds des Kaisers finanziert und erhalten.

Um den Grundbesitz zu vergrößern, tätigte man im Juni 1854 einen weiteren Landkauf aus dem Besitz von Mastalier. Und zum Zweck der Abrundung wurden mit dem Landwirt Franz Gillinger Grundstücke getauscht. Die größte Erweiterung des Jahres 1854 ergab sich durch den Erwerb der benachbarten Schmalnau-Landwirtschaft. Der Preis betrug 99.316 Gulden.

Die 14 Zimmer der Eltz/Mastalier Villa reichten natürlich nicht im geringsten für die Unterbringung einer kaiserlichen Hofhaltung, außerdem galt es, den entsprechenden Rahmen für ein Staatsoberhaupt zu schaffen, das Staatsbesuche empfangen musste. Mit Um- und Ausbau wurde Antonio Legrenzi beauftragt.

Sechs Jahrzehnte lang verbrachten der Kaiser und seine Familie zumindest die Sommermonate in der Kaiservilla.

Schicksalsschwer der Ort: in seinem Arbeitszimmer im Westflügel des Hauses unterzeichnete Kaiser Franz Joseph am 28. Juli 1914 die Kriegserklärung an Serbien, die zum Ersten Weltkrieg führte. Noch am selben Tag schrieb er auch das Manifest An meine Völker.

Der Kaiserpark

 
im Park der Kaiservilla

Mit dem Ausbau der Villa begann der aus Laxenburg berufene Hofgärtner, Franz Rauch, den Kaisergarten im englischen Stil anzulegen.

Charakteristische Elemente des Parks wurden die zwei großen und drei kleineren Wiesenräume, die durch Unterholz freie Baumgruppen sowie Einzelbäume belebt und durch den abwechslungsreichen Gehölzsaum der Wäldchen begrenzt werden. An markanten Punkten des Parks wurden in den Jahren 1855 bis 1860 das Cottage, das Spiegellusthaus und die Gloriette errichtet. Die Gestalten reiche Springbrunnenanlage aus weißem Marmor, geschaffen von Viktor Tilgner, wurde im Jahre 1881 am Vorplatz aufgestellt. Der reich bestückte Blumengarten bestand aus den rund um eine Vase aus Erz gruppierten Rundbeeten und aus dem mit Blumen ausgelegten Doppeladler vor dem Kaiserzimmer. Er war 30 Jahre lang in Betreuung von Hofgarteninspektor Hanke.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Park der Kaiservilla für die Bevölkerung geöffnet.

Zusätzliche Informationen

Villa und Park sind im Eigentum der Kaiservilla Besichtigungsbetriebs-Gesellschaft m.b.H, die Mag. Markus Habsburg-Lothringen, einem Nachfahren des Kaisers, gehört. Die Villa und der Park sind für die Öffentlichkeit gegen Eintritt zugänglich.

Quellen

  • Homepage der Kaiservilla
  • de.wikipedia.org
  • Bilder:Wikimedia Commons

Weblinks