Kallbrunnalm

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Weg zur Kallbrunnalm
Kallbrunnalm
Jausenstation Kallbrunnalm

Die Kallbrunnalm ist mit 254 Hektar Fläche ein weitläufiges Almgelände mit zahlreichen Almhütten im Gemeindegebiet von Weißbach bei Lofer.

Lage

Sie befindet sich süd-östlich von den Berggipfeln Hochkranz und Kühkranz, östlich von Pürzlbach, westlich vom Dießbachstausee und nördlich oberhalb jenes Abschnittes des Pinzgauer Saalachtales, der Hohlwegen genannt wird.

Geschichte

Die Kallbrunnalm war ursprünglich Besitz des Stiftes Berchtesgaden und wurde daher traditionell von 18 Bauern aus der bayrischen Ramsau und Bischofswiesen genutzt. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden Teilrechte an drei Weißbacher Bauern vergeben. Derzeit werden die von 18 auf 30 erweiterten Rechte von 15 Bauern aus der Ramsau bei Berchtesgaden bei Berchtesgaden, je einem Bauern aus Bischofswiesen und Lofer, drei Landwirten aus St. Martin bei Lofer und zehn Bauern aus Weißbach bei Lofer genutzt. Zumindest seit 650 Jahren wird auf der Kallbrunnalm Almwirtschaft betrieben. Im Salzburgwiki-Artikel über Unken findet sich zur Geschichte der Alm folgender Absatz:

„Von den Almen, den Nieder- wie von den Hochalmen ist die Quellenlage dürftig. 1346 wird die Kallbrunnalm, Weißbach bei Lofer, genannt, die 1996 ihre 650 Jahrfeier hatte. Verbriefte Almrechte der Zeche Gföll scheinen zu Beginn des Jahres 1405 auf.“

Beschreibung

Die Kallbrunnalm ist ein weitläufiges Almgelände, das durch einen gut ausgebauten Güterweg erschlossen ist. Zahlreiche, meist mit Schwerdach ausgestattete Almhütten, dienen ihrer Bewirtschaftung. Besucher ohne Zufahrtsrecht können von Weißbach bei Lofer aus bis Pürzlbach mit dem eigenen PKW fahren und dort auf zwei gebührenpflichtigen Privat-Parkplätzen parken. Die Wanderung auf die Alm ist auch für Familien mit Kleinkindern gut möglich.

Mehrere Almhütten bieten sich Wanderern als Rast- und Jausenstation an und verkaufen auch Almprodukte wie Käse zum Mitnehmen.

Neben interessanten Pflanzen und Schmetterlingen sind auf der Kallbrunnalm auch Kalkblöcke mit Fossilien - wie fossile Korallenstöcke - zu entdecken.

Quellen

  • Salzburgwiki-Artikel Unken
  • 3215 – West, Lofer, Österreichische Topografische Karte, 1:25 000V, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, 2007
  • Lautes Wiehern zum Hunderter, Salzburger Nachrichten, Lokalteil, S. 11, 13. August 2011