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Manfred Koch

Manfred Koch

Manfred Koch (* 24. Jänner 1950 in Graz, Steiermark) kam 1971 nach Salzburg und lebt hier seit 1980 als freier Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Zunächst betätigte er sich als Werbetexter, dann begann er am Salzburger Landestheater zu arbeiten, bevor er als Verfasser von satirischen Texten Bekanntheit erreichte.

Zwischen 1982 und 1984 gehörte er zu den Autoren der Salzburger Satirezeitschrift "Der Watzmann". 1984 begann Koch als Kolumnist für die Salzburger Nachrichten ("Mit spitzer Feder", "Eingekocht") zu schreiben. Daneben schrieb er für das Theater ("Haubenköche"), Kabarett-Texte ("Affronttheater"), den Roman "Cyberman" und die Satiren "Total umweihnachtet". Zusammen mit dem Maler Günther Nussbaumer brachte er den Band "Manhattamania" heraus. 2007 erschien "Nachtmusik".

Vorgestellt

"Für mich war das zuerst eine Durchgangsstadt. Auf einmal bin ich seit 35 Jahren in Salzburg." Das sagt Manfred Koch, der 1950 in Graz geboren wurde und mit 21 Jahren nach Salzburg kam, weil er als Werbetexter bei VW/Porsche Arbeit gefunden hatte. Er lernte seine spätere Frau hier kennen, kam bald als Dramaturg und Regieassistent beim Salzburger Landestheater unter und widmete sich verstärkt dem Schreiben.

Von nun an war Manfred Koch gefangen, er kam nicht mehr los von Salzburg, wo er Anregungen genug findet, aus denen sich ein kritischer Text schlagen lässt. In sieben oder acht Jahren kann er sich vorstellen, wieder zurück nach Graz zu gehen, wo ihn die Atmosphäre einer südlichen Stadt reizt.

Welches Verhältnis hat Koch zu Salzburg? "Ich habe die Stadt einmal überhaupt nicht mögen, habe dann versucht, sie mir anzueignen, habe sie dann für etwa zwei Jahre heiß geliebt. Mir hat das Ambiente gefallen, die Stadt ist ja wunderschön, aber dann hat mich zunehmend die Vermarktung gestört."

Stets hat sich Salzburg als dankbares Thema für Manfred Kochs Literatur erwiesen. In seinen satirischen Texten und seinen Beiträgen für Kabarett-Programme gibt er der Lächerlichkeit preis, was ihn aufregt. "Es gibt viele Italienische Städte, die sind schöner und machen nicht einen solchen Wirbel."

Geld spiele eine übergeordnete Rolle in dieser Stadt, meint Koch. Deshalb habe die Firma Red Bull auch leichtes Spiel gehabt. Mit dem Motorsportprojekt Spielberg in der Steiermark sei Red Bull jedoch abgeblitzt.

Es ist für Koch von Vorteil, wenn er sich auf einen Gegner einlassen darf, den er etwas kleiner macht. In den neuen Erzählungen wehrt er sich gegen ein süßes Salzburg-Bild. "Die Geschichten haben etwas mit dem Innenfutter der Stadt zu tun. Ich wollte Gegenbilder schaffen zu einer Stadt, die so stark vermarktet wird. Aber ich hoffe, dass die Geschichten doch allgemein gültig sind. Ich glaube nicht, dass die Menschen in Wien oder Linz völlig anders sind."

Lange durfte man von Manfred Koch Bosheiten erwarten, für heitere Einfälle war er immer gut. Jetzt kommt er mit einem finsteren Buch auf uns zu, in dem Salzburg zu einer Totenstadt wird. Überraschend ist das nicht. Die Wucht des Barock konfrontiert uns auf Schritt und Tritt mit dem Tod. "Es ist eine ungeheuer morbide Stadt", sagt Koch. Was an Leben stattfinde, sei gemacht, mühsam künstlich inszeniert. Kulturereignisse, Sportveranstaltungen seien in die Stadt auf Anordnung verpflanzt worden. "Wir machen immer das, was andere Städte auch machen. Wir sind Kulturstadt, wir wollen Sportstadt werden. Wir wollen auch so sein wie andere."

Werke

  • Federlesen. Satiren. Salzburger Edition im Aigner Verlag, Salzburg 1986.
  • Böse BubenAG. Karikaturen und Texte. Salzburger Edition im Aigner Verlag, Salzburg 1988.
  • Leseverbot. Satiren, mit Zeichnungen von Helmut Hütter. Salzburger Edition im Aigner Verlag, Salzburg 1989.
  • Cyberman. Resistenz Verlag, Linz 2002.
  • Total umweihnachtet. X-Mas Satiren. Resistenz Verlag, Linz 2003.
  • Nachtmusik. Ein Salzburger Totentanz. Edition Atelier 2007.
  • Totenstille. Roman. Edition Atelier 2008.

und als Co-Autor:

Quelle

Weblinks