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Margarita Seiwald

Margarita Seiwald (* 8. April 1975 in Schwarzach im Pongau) ist Ärztin der Allgemeinmedizin.

Leben

Margarita Seiwald wuchs in Braunau auf, wo sie auch zur Schule ging, und lebt heute mit ihrer Familie in Flachau. Ihr Medizinstudium absolvierte sie in Wien. Derzeit macht die Ärztin der Allgemeinmedizin ihre Ausbildung zur Psychiaterin am Krankenhaus Schwarzach.

Vorgestellt

Ein 350 Jahre altes Bauernhaus im Grünen. Der knallgelbe Balkon sticht hervor und lässt darauf schließen, dass hier eine fröhliche Familie wohnt. Und es stimmt: Margarita Seiwald, Ehemann Franz, Tochter Felicitas und Söhnchen Benjamin und die Schwiegereltern leben in dem Haus in Flachau unter einem Dach.

Seiwald ist Allgemeinmedizinerin und wird derzeit zur Psychiaterin ausgebildet. Der Bauernhof mit drei Kühen ist für die junge Ärztin ein willkommener Ausgleich. „Wenn mich etwas aufregt, dann gehe ich in den Stall und schaue den Kühen zu. Das beruhigt mich.“ Bei der Arbeit auf dem Hof helfen auch die Verwandten mit. „Es ist immer ein Ereignis und verbindet.“

Die Familie ist Seiwald sehr wichtig. „Ich habe Frieden und Selbstbewusstsein. Aber der Beruf der Mutter gehört aufgewertet. Ein Müttergehalt fände ich gut.“ Um viel Zeit mit ihren Kinder verbringen zu können, arbeitet sie freitags vier Stunden und drei Nachtdienste im Monat im Krankenhaus Schwarzach. Gelegentlich hilft sie bei den Ärzten in Flachau aus. Aber die Familie soll noch weiter wachsen: „Ich möchte noch zwei Kinder. Der liebe Gott kann also jederzeit wieder zuschlagen.“

Der liebe Gott spielte in Seiwalds Leben nicht immer eine tragende Rolle. „Ich war lang sehr kirchenkritisch eingestellt. Die Heilige Messe hat mir nichts bedeutet.“ Das änderte sich allerdings, als sie mit 14 Jahren eine intensive Erfahrung in Taizé machte. „Da kam es zur Begegnung mit Gott. Heute ist es ist wie eine Liebesbeziehung.“ Auch ein Besuch des „Jugend-2000“-Treffens war ausschlaggebend: Seiwald traf dort auf Mitglieder der „Franziskaner der Erneuerung“, die sie dazu anregten, sich ausführlich mit der kirchlichen Lehre auseinander zu setzen.

Mit 18 arbeitete Seiwald in Jerusalem im österreichischen Hospiz. Dort lernte sie die Lorettos kennen, die auf Pilgerfahrt waren. „Wir wollen niemanden missionieren. Die Berufung der Gemeinschaft ist es, Orte zu schaffen, wo Menschen hinkommen können, um Gott zu begegnen.“ Die Menschen hätten alles, aber ihr Leben sei sinnentleert. „Ich habe bei Jugendlichen eine große Sehnsucht nach einer Gottesbeziehung festgestellt.“

Beim elften Fest der Jugend vom 21. bis 24. Mai 2010 wurden 2000 junge Gläubige in Salzburg erwartet. „Vor elf Jahren waren es 150 Teilnehmer. Aber um die Quantität ist es nie gegangen.“ Vielmehr wolle man jungen Gläubigen zeigen, dass sie nicht allein seien.

Quellen

  • Salzburger Nachrichten (Eva Hammerer)
  • ein sehr guter Beitrag von ihr aus der 'Vision 2000' auf kath.net