Reinhold Bauböck

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Reinhold Bauböck

Reinhold Bauböck (* 24. Jänner 1972 in Salzburg) ist Leiter der Abenteuerwelt Bauböck.

Bauböck wuchs im Innviertel auf, wo er Volks- und Hauptschule besuchte. Danach machte er in Bergheim eine kaufmännische Lehre und bildete sich zum Finanzbuchhalter weiter. 1993 sattelte er zum Outdoor-Trainer um und hat heute mit der Abenteuerwelt Bauböck eine Firma, die so ziemlich alle sportlichen Aktivitäten anbietet, die in der freien Natur möglich sind.

Vorgestellt

Reinhold Bauböck lebt vom Abenteuer. Er errichtet derzeit in Saalbach den größten Hochseilpark Österreichs und betreibt bereits ähnliche Anlagen in Seeham und Altenmarkt. Er ist geprüfter Skilehrer, Rafting-, Höhlen und Canyoningführer. Er veranstaltet Abenteuerreisen und Schulsportwochen. Bekannt wurde er durch seine strapaziösen Expeditionen.

Dabei kommt der Mann aus einem Job, der als das Gegenteil von Abenteuer angesehen wird. Er arbeitete früher als Finanzbuchhalter. "Diese Zeit hat mich geprägt", sagt Bauböck heute. "Ich bin in der Natur aufgewachsen. Wir haben Baumhäuser und Staudämme im Bach gebaut. Im Büro habe ich dann die Launen der Natur nur mehr durch das Fenster gesehen. Ich bin voller Bewunderung für Leute, die so einen Beruf ausüben. Aber ich musste raus."

Bauböck begann seinen Drang in die Natur durch Sport auszuleben. Oft fuhr er nach der Arbeit noch 100 Kilometer mit dem Rad. Aber das reichte ihm bald nicht mehr. Mit 21 Jahren nahm er sich von der Firma ein halbes Jahr Auszeit und arbeitete als Skilehrer in Zell am See.

Es wurde ein Ausstieg für immer. "Ich habe mit der Firma ausgemacht, dass ich im Frühling wieder zurückkomme", sagt Bauböck. "Aber das hat nicht funktioniert." 1994 heuerte er im Ressort von David Zwilling in Abtenau als Outdoor-Trainer an. Dort arbeitete er sechs Sommer. In den Winterhalbjahren unternahm er ausgedehnte Reisen. Bei der ersten trampte er sieben Monate durch Australien. Dabei saß er einmal vier Tage an einer Kreuzung im Outback, bis ihn ein Auto mitnahm. "Es ist auch jeden Tag nur eines vorbeigekommen. In diesen vier Tagen habe ich viel nachgedacht." Die Erkenntnis: ein Mountainbike muss her.

1997 durchquerte er auf dem Mountainbike alle Länder Südamerikas und kam dafür ins Buch der Rekorde. Unterwegs war er dabei meist im Hinterland. Er wurde überfallen, musste wegen des Geländes zwei Wochen schieben und hatte sechs Tage nichts zum Essen. Als Sponsor für diese Reise gewann er unter anderem Red Bull. Seither vermarktet er die Reisen, schrieb Bücher und hält Vorträge. Weitere Reisen führten ihn per Inlineskates durch die USA und mit dem Schlauchboot durch Äthiopien.

"Im Winter halte ich pro Jahr Vorträge vor etwa 20.000 Schülern über die Reisen", sagt Bauböck. "Ich will sie zur Bewegung in der Natur motivieren." 1999 erwarb er die Reisebürokonzession und in den letzten Jahren baute er die Hochseilparks auf. Es begann als Ein-Mann-Unternehmen. Heute hat er teils 15 bis 20 Mitarbeiter. Die immer aufwändigere Buchhaltung macht er übrigens nicht selbst.

O-Ton

  • Ziele werden oft nicht erreicht, weil man den ersten Schritt nicht macht. Probieren geht über studieren.
  • Bei meinen Expeditionen habe ich mich jeden Tag gefragt, warum ich das mache. Aber es gibt mindestens so viele schöne Eindrücke. Es ist ein Auf und Ab. Ich will die Erlebnisse aber keinesfalls missen.
  • Der Drang zur Bewegung in der Natur wird weniger. Ich sehe keine Kinder mehr draußen.

Quelle

  • Salzburger Nachrichten (Anton Kaindl)

Weblinks