Schloss St. Jakob am Thurn

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Schloss St. Jakob am Thurn

Das Schloss Sankt Jakob am Thurn ist ein Schloss in St. Jakob am Thurn, einem Teil der Gemeinde Puch bei Hallein. Es ist denkmalgeschützt.

Geschichte

Der Turm des Schlosses stammt aus dem 12. oder 13. Jahrhundert und war Sitz der Salzburger Ministerialenfamilie derer von Thurn. Es wird 1274 erstmals erwähnt. 1647 erhielt Johann von Plaz nach dem Tod von Alexander Hieronymus Freiherrn von Thurn zu Neubeuern das erledigte Salzburger Lehen mit Schloss und Hofmark in St. Jakob am Thurn. Ab 1924 diente der Turm als Pfarrhof, 1930 wurde er an die Dänin Charlotte von Bornemann verkauft, 1939 wurde der Bau aufgrund einer Gestapo-Verfügung dem Reichsgau Salzburg einverleibt. 1947 wurde das Eigentum an die frühere Besitzerin zurückgegeben. 1953 wurde das bereits stark vernachlässigte Schloss durch den damaligen Besitzer Wilhelm Flatz gerettet. Der Turm befindet sich auch heute in Privatbesitz und wird bewohnt. Die jetzigen Eigentümer sind Martin Stuart und Ulrike Flatz. Das Gebäude kann nur von außen besichtigt werden.

Beschreibung

Der sechsgeschoßige Turm besteht aus Bruchsteinmauerwerk, die Wandstärke beträgt im Erdgeschoß 1,90 m. Das steile Zeltdach mit Wetterfahrne ist mit Schiefer gedeckt, trug aber ursprünglich Schindeldeckung. In mittelalterlicher Zeit wurde ein zweigeschoßiges Nebengebäude angefügt, an dem man spätgotische Fenstergewände erkennen kann. Die darin befindlichen Räume sind gewölbt (Tonnengewölbe mit Stichkappen). Alle Eingangsportale sind aus Stein und in Rundbogenform ausgebildet, neben dem barocken Hauptportal hängt unter einem Schutzdach ein Wandkreuz aus dem 18. Jahrhundert. In Barocker Zeit wurden in den Räumen des Obergeschoßes Decken mit einfachen Stukkspiegeln angebracht. Der im 17. Jahrhundert zweimal ausgebrannte Turm wurde jedes Mal wieder hergestellt.

Bilder

 Schloss St. Jakob am Thurn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen