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Waldhotel Kreuzstein

Geschlossen
geschlossen  Der hier beschriebene Betrieb oder die Einrichtung existiert in dieser Form nicht mehr. Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte.
Das ehemalige Waldhotel Kreuzstein am Mondsee, Gemeinde St. Gilgen

Das Waldhotel Kreuzstein war ein Beherbergungsunternehmen in der Flachgauer Gemeinde St. Gilgen, jedoch am Ufer des bereits zu Oberösterreich gehörenden Mondsees. Es befand sich im Oberburgau im Bereich von Kreuzstein.

Geschichte

Das Hotel wies eine sehr wechselhafte Geschichte auf und war bis in die 1970er Jahre ein bei internationalen Gästen sehr gefragtes Hotel. Das Aufkommen des Flugtourismus führte zu einem Ausbleiben der Gäste. Es wurde Ende des 20. Jahrhunderts zu einer Ferienwohnungsanlage umgestaltet.

Die erste grundbücherliche Erwähnung der Liegenschaft findet sich im Jahr 1905, da durch Kaufvertrag vom 13. und 15. Mai das Eigentumsrecht für Max Rössle einverleibt wurde. Am 21. Juni 1906 wurde dann im Waldhotel Kreuzstein eine Postablage eingerichtet, die in Folge jeweils vom 1. Juni bis 30. September geöffnet war. Im selben Jahr wurde der Postbetrieb noch auf Ganzjahresbetrieb umgestellt, der erst wieder mit 19. September 1924 ein Saisonbetrieb wurde.

Das Waldhotel Kreuzstein als Hotelbetrieb wurde 1908 eröffnet. Eine wesentliche Erweiterung der Anlage gab es dann 1911 und während des Ersten Weltkrieg diente es als Soldatenheim. 1918 wurde Ernst Soulek Eigentümer der Liegenschaft, doch schon ein Jahr später erwarb Josef Schnitt, ein Priester und der spätere Direktor der Wiener Sängerknaben, das Hotel. Zu dieser Zeit entstand auch eine Kapelle im Dachgeschoß (heute TOP 15). Einen neuerlichen Besitzerwechsel gab es 1924, als der Wiener Bankier Sigmund Bösel das Hotel kaufte. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg, 1937, wurde die Liegenschaft aufgrund des Vertrages vom 23. Jänner der Österreichischen Postsparkasse einverleibt. Ein Jahr später ging Liegenschaft in das Eigentum des Deutschen Reiches (Deutsche Reichspost) über.

Während des Zweiten Weltkriegs kam es zu einem Grundtausch (1942) und Waldverkauf (1941). Nach Ende des Krieges wurde das Hotel von der amerikanischen Besatzungsmacht für Erholungszwecke beschlagnahmt und es kam zu einem Dachstuhlbrand. 1948 wurde das Hotel der Republik Österreich (Österreichische Postsparkassenverwaltung) einverleibt und war von 1950 bis etwa 1970 als das Jagd- und Seehotel Kreuzstein durch internationale Gäste zumeist ausgebucht.

Um 1970 setzte ein Gästeschwund ein, dessen Ursache man damals im aufkommenden Flugtourismus sah und das Eigentumsrecht änderte sich abermals - die Österreichische Postsparkasse wurde neuer Besitzer, die das Hotel jedoch 1975 stilllegte.

1983 erfolgte der Verkauf der Liegenschaft an die Carinthia Textil-Industrie Ges.m.b.H., die sie sanierte und in eine Ferienwohnungsanlage umbaute.

Weblink

Quellen