Althofen

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Althofen in Kärnten
Karte
Gewitterstimmung über Althofen
Rehabilitationszentrum Althofen

Althofen ist seit 1993 eine Kärntner Stadt und gehörte bis zur Säkularisierung 853 Jahre zum Erzbistum Salzburg.

Allgemeines

Althofen liegt auf 718 m ü. A. am Nordrand des Krappfeldes. Heute ist Althofen vor allem wegen seiner schönen Lage am Rande des Krappfeldes und seines Rehabilitationszentrums, das Patienten und Patientinnen aus ganz Österreich beherbergt, bekannt. Der Markt Althofen wurde im Jahr 1993 zur Stadt erhoben. Die Stadt hat rund 4 800 Einwohner (Stand 1. Jänner 2016), die auf 12,29 km² leben.

Althofen wird Salzburger Besitz

Althofen war einst ein bedeutender Handelsplatz, was man heute nur mehr an den alten Bauten des Ortszentrums erkennen kann. Im Jahr 938 wird in Urkunden in Althofen eine Burg und im Krappfeld ein Königshof erwähnt. Diese Besitzungen gehörten damals Hermann, Sohn des Bayernkönigs Arnulf, der sie aber wegen Hochverrats 15 Jahre später an den deutschen König Otto I. verliert. Dieser schenkt im Jahr 953 die Burg und den Königshof an den Salzburger Erzbischof Herold. Althofen bleibt nun die nächsten 853 Jahre im autonomen Salzburger Herrschaftsbereich.

Im Jahr 1041 wird der Name Altanhooun für Althofen erstmals urkundlich genannt. 1230 verleiht Erzbischof Eberhard II. von Regensberg Althofen das Niederlags-, das Waag- und das Mautrecht. Althofen wurde damit zu einem überregional bedeutenden Umschlagplatz für das Eisen aus dem Hüttenberger Raum, ohne schon das Marktrecht zu besitzen. Erst im Jahr 1470 wird Althofen das Marktrecht und im Jahr 1479 auch ein Marktwappen verliehen.

1268 wird Althofen erstmals Markt genannt und Salzburg erhält im Jahr 1278 von König Rudolf das Recht Althofen als Markt zu befestigen. 1309 bestätigt König Heinrich VI. die Erlaubnis den Markt zu befestigen. Im Jahr 1381 bestimmt Erzbischof Pilgrim II. von Puchheim, dass alles Eisen im Salzburger Herrschaftsbereich nach Althofen in den Oberen Markt zur Abwaage kommen und an Althofener Händler verkauft werden muss. 1400 wird die heutige Stadtpfarrkirche erbaut und den Hl. Thomas von Canterbury geweiht.

Ab dem 15. Jahrhundert entwickelt sich Althofen dank des Fortschritts in der Eisengewinnung und Eisenverarbeitung zum wichtigsten Wirtschaftszentrum Kärntens.

Von 1480 bis 1490 war Althofen durch die Ungarn besetzt wodurch der Eisenhandel beeinträchtigt war. 1511 verliert Althofen einen Prozess gegen St. Veit an der Glan und damit das Eisenniederlegungsrecht. 1580 errichtet Althofen in den Gurkauen ein Hammerwerk und steigt damit in die eigenständige Eisenproduktion ein.

Althofen im 19. Jahrhundert

1806 wird Althofen in eine Staatsherrschaft umgewandelt und damit verliert das Erzbistum Salzburg in Althofen alle seine Güter. Ab 1850 steigt die in- und ausländische Konkurrenz im Eisenwesen und verliert damit dieser Wirtschaftszweig in Kärnten- und damit auch in Althofen - an Bedeutung.

Carl Auer von Welsbach

Der spätere Erfinder der Metallfadenlampe, Carl Auer von Welsbach, erwirbt im Jahr 1897 die Althofener Eisenhütte. Er errichtet ein elektrisches Kraftwerk und ein Forschungsinstitut. Heute ist Auer von Welsbach ein Museum im alten Ortszentrum von Althofen gewidmet.

Althofen im 20. Jahrhundert

Im Jahr 1907 werden die Treibacher Chemischen Werke GmbH gegründet und 1975 wird das Kur- und Rehabilitationszentrum Althofen eröffnet, das im Jahr 2008 zu einem reinen Rehabilitationszentrum umgewandelt wird. 1993 wird Althofen zur Stadt erhoben.

Quellen