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August Franz Heinrich von Naumann

August Franz Heinrich von Naumann (* 12. Juni 1749 in Merseburg, Sachsen[-Anhalt]; † 26. Juni 1795 in Salzburg) war Ingenieuroffizier und Vedutenmaler[1].

Inhaltsverzeichnis

Leben

Zunächst studierte von Naumann in Prag bis 1778 an der Ingenieurschule, dann war er Zeichenmeister in Linz und kam 1786 nach Salzburg. Er trat in die Dienste von Erzbischof Hieronymus Graf Colloredo als hochfürstlicher Ingenieurlieutenant und Zeichenmeister.

Durch seine Sammlung der schönsten Prospecte[2] des Landes Salzburg mit 28 Umrissradierungen (1791 bis 1795) wurden die Reize der Stadt Salzburg weithin bekannt. Man könnte es heute als Beginn des Städtetourismus in Salzburg sehen.

1789 zeichnete er den ersten Stadtplan von Salzburg, eine Grundrissaufnahme. Das Original befindet sich in der Nationalbibliothek in Paris, Frankreich.

Seine Tochter Marie (* 1811) heiratete den Maler Sebastian Stief.

Werke

  • Mappa der hochfürstlichen Residenzstadt Salzburg samt Haupt-Festung Hochen-Salzburg, 1789 (Älteste Plandarstellung der Stadt, Original in der Bibliothèque Nationale in Paris, Abbildung in „Historischer Atlas der Stadt Salzburg“, Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg Nr. 11, Salzburg 1999)
  • Johann Paul Franz Thelott: „Sammlung der schönsten Prospecte des Landes Salzburg“, eine Bildserie, die von 1791 bis 1795 erschien und 28 kolorierte Radierungen enthielt, die auf Naumann zurückgehen. Darunter:
    • Ansicht des Gasteiner Wasserfalls
    • Die Pulvermühle bei Salzburg mit Ansicht der Hohenvestung und der Aussicht gegen dem Schlößchen Neuhaus
    • Vue de Hallein ville de Salines dans le pays de Salzbourg, 1791

Ehrungen

Nach ihm ist die Naumanngasse in Salzburg (JosefiauKleingmain; von der Lederwaschgasse zur Egger-Lienz-Gasse) benannt.

Literatur

Quellen

Einzelnachweise

  1. Vedute ist die wirklichkeitsgetreue Darstellung einer Landschaft oder eines Stadtbilds, vgl. den Wikipedia-Artikel "Vedute".
  2. in diesem Fall in der Bedeutung von "Ansichten"