Christian Giglmayr

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Christian Giglmayr

Christian Giglmayr (* ca. 1976 in Obereching, St. Georgen) ist Sänger und Musiker.

Leben

Nach der Matura im Borromäum im Jahr 1994 studierte Christian Giglmayr am Mozarteum Musik und Bildnerische Erziehung auf Lehramt – bislang ohne Abschluss. "Ich singe viel alte Musik. Die Jahre von 1550 bis 1750 – das ist meine Zeit."

Vorgestellt

Graue Perücke, bleiches Gesicht und schwarz geschminkte Augen. So sitzt Christian Giglmayr heuer erstmals an der Tafel des Jedermann. "Wenn ich so auf der Straße unterwegs wäre, würde jeder davonlaufen."

Giglmayr hat im Februar 2011 beim Casting der Salzburger Festspiele teilgenommen – und in der Stimmlage Tenor gewonnen. Mit 19 anderen Sängern und Statisten bildet er ab 27. Juli die Tischgesellschaft rund um Jedermann Nicholas Ofczarek und Buhlschaft Birgit Minichmayr. "Wir sind Schnorrer und wollen nur feiern. Wenn es ernst wird, hauen wir ab", beschreibt Giglmayr die Rolle.

Eine große Tischgesellschaft ist der Flachgauer gewohnt. Er hat sieben Geschwister. Wenn die Familie zusammenkommt, wird der Platz im elterlichen Haus eng. "Da müssen wir im Garten Bierbänke aufstellen."

Die berufliche Tätigkeit von Giglmayr ist dreigeteilt: Sänger, Chorleiter und Musiklehrer. Der Vollblutmusiker singt in einem Ensemble in Bamberg und beim Salzburger Bachchor. Mit diesem ist er bereits bis nach Athen und Grenoble gereist. Erste Festspielluft schnupperte der Salzburger ebenfalls mit dem Bachchor. "2006 mit Idomeneo, 2009 mit Theodora." Seit 2006 leitet Giglmayr den Jugendstiftschor in Michaelbeuern und sein eigenes Vokalensemble. "Bereits mit 20 Jahren habe ich meinen ersten Chor geleitet – den Männergesangsverein Lamprechtshausen", erzählt der Sänger. Das Durchschnittsalter der Männer: "Einiges über 50."

Zusätzlich unterrichtet Giglmayr privat Klavier und Gitarre. Zum ersten Mal saß er selbst im Alter von vier Jahren am Klavier – oder besser gesagt Harmonium. Ein Nachbar hatte eines zu verschenken und meinte: "Ich geb's dem Hansi, der hat eh so viele Kinder."

Christian verbrachte viele Stunden am Harmonium und studierte sich noch vor Schulbeginn die ersten Kirchenchoräle selbst ein. Der Flachgauer ist in einem sehr religiösen Elternhaus aufgewachsen. "Die Orgel habe ich regelmäßig in der Kirche gehört." Heute ist der Musiker selbst Organist: "In Michaelbeuern und wo man mich braucht." Berufswunsch als Kind? "Ich wollte Koch werden und die besten Pommes machen."

Quelle