Gottfried Salzmann

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Professor Gottfried Salzmann (* 26. Februar 1943 in Saalfelden am Steinernen Meer) ist einer der international bekanntesten Salzburger Künstler.

Leben

Er kam bereits als Jugendlicher nach Wien, wo er an der Akademie der Bildenden Künste bei Sergius Pauser und Max Melcher studierte. 1965 übersiedelte er nach Paris, Frankreich, an die École Nationale Supérieure des Beaus-Arts. Erste Ausstellungen 1968 in Linz und Wien, 1969 erstmals in der Galerie Welz in der Stadt Salzburg. 1971 folgte endgültige Übersiedlung nach Paris, allerdings ist Salzburg nach wie vor wichtiger Brennpunkt seiner Ausstellungstätigkeit. Gerade hier ist sein Aquarellstil von Anfang an auf so große Zustimmung gestoßen, was sich sowohl an der Zahl der Sammler als auch seiner Nachahmer ermessen lässt. Salzmann hat auch ein reiches Oeuvre an Kohlezeichnungen und Gemälden geschaffen und sich intensiv mit der Druckgrafik auseinandergesetzt, wobei er vielfach experimentierte und neue Techniken wie das Photeauforte entwickelte. Letzteres entstand aus seinen reiz- und effektvollen Fotoübermalungen. Seine Werke werden weltweit zwischen New York, Tokyo, Rom, Paris, Wien und Salzburg ausgestellt. Seine Arbeiten sind in vielen privaten Sammlungen und öffentlichen Museen vertreten, eine große Werksammlung besitzt das Salzburg Museum.

Er ist verheiratet mit Nicole Bottet und hat eine Tochter, Nieves Salzmann (* 1976 in Les Lilas, Frankreich).

Auszeichnungen

1996 wurde ihm der „Slavi-Soucek-Preis“ verliehen.

1997 erhielt er den Berufstitel „Professor“.

Am 11. Mai 2011 wurde Salzmann die höchste nationale Auszeichnung, das „Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst“, verliehen.

Gottfried-Salzmann-Saal

Obwohl er schon seit langem in Frankreich lebt und arbeitet, hat Gottfried Salzmann den Kontakt zu Salzburg nie verloren. In den vergangenen Jahren widmete er dem Salzburg Museum eine größere Anzahl von Bildern, die seit 2014 in dem nach ihm benannten Saal im 3. Obergeschoß der Neuen Residenz ausgestellt werden.

Meister des Aquarells

Es gibt heute kaum einen Künstler, der einen so hohen technischen und künstlerischen Anspruch in das Medium Aquarell setzt wie Gottfried Salzmann. Anstatt den verfließenden Reizen eines "schönen Ungefähr" zu huldigen, betreibt Salzmann das Aquarellieren mit geradezu feinmechanischer Präzision. Obwohl er an die Vedutenmalerei (Landschaftsmalerei) des 19. Jahrhunderts anknüpft, gewinnt Salzmann dem von ihm bevorzugten Städte- und Landschaftsaquarell durch einen konzeptuellen Zugriff neuartige Aspekte ab. Dabei spielen Irritationen, perspektivische Kunstgriffe und Verfremdungseffekte eine große Rolle, wie etwas in seinen "Spiegelungen", die die festgefügte Realität verlassen.

Ausstellungen

  • Gottfried Salzmann, Galerie Welz, Salzburg, 18. November 2009 bis 9. Jänner 2010
  • Kunsthalle des Salzburg Museum, Ausstellung vom 20. Juli bis zum 6. Oktober 2013
  • Salzmann/Bottet/Salzmann-Sammlung Biering, Museum Schloss Ritzen, Saalfelden am Steinernen Meer, 5. Mai 2018 bis 28. Oktober 2018

Literatur und Quellen