Heinrich Aumüller

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Heinrich Gottlieb Aumüller (* 27. Juni 1841 in Coburg, Deutschland; † 24. Mai 1913 in München) war der erste Pfarrer der evangelischen Christuskirche.

Leben

Heinrich Gottlieb Aumüller war der Sohn des Schönfärbermeisters Johann Thomas Aumüller und seiner Frau Friederike Dorothea, geborene Röhrig [1]. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er Theologie in Leipzig und Jena. Als das Protestantengesetz 1861 die Errichtung evangelischer Gemeinden gestattete, bewarb er sich bei der neu entstehenden Evangelischen Gemeinde in Salzburg als Pfarrer und wurde am 3. Mai 1863 zum ersten evangelischen Pfarrer der Evangelischen Pfarrgemeinde Salzburg gewählt. Eine seiner Hauptaufgaben lag zunächst in der Errichtung der Christuskirche, deren Grundsteinlegung am 4. August 1863 erfolgte und die 1867 eingeweiht werden konnte.[2]

1869 konnte die Evangelische Schule eröffnet werden, an der auch der Religionsunterricht für evangelische Schüler anderer Schulen stattfand.

Waren die ersten Jahre seines Wirkens Pionierarbeit für den Protestantismus in Salzburg und den angrenzenden Regionen, so kam es im Zuge der Los-von-Rom-Bewegung zu Meinungsverschiedenheiten mit der Gemeindeführung. Die Konversion der Anhänger dieser Bewegung zum Protestantismus sah er als politisch motiviert an, was er ablehnte. Schließlich legte er sein Amt als Pfarrer 1903 nieder und übersiedelte nach Traunstein (Oberbayern).[3]

Erst später kam es zu einer Aussöhnung. Er wurde am Salzburger Kommunalfriedhof bestattet.

Er war verheiratet mit Lina, geborene von Mühlholz.

Werke

  • Geschichte der Evangelischen im Salzburger Lande vom fünfzehnten Jahrhundert an, als Festschrift der evangelischen Gemeinde Salzburg zur Feier ihres fünfzigjährigen Bestehens gewidmet von ihrem ersten Pfarrer Heinrich Aumueller (1913)

Quellen

  1. Regierungs- und Intelligenzblatt für das Herzogthum Coburg vom 17. Juli 1841.
  2. Salzburger Chronik, Ausgabe 4. August 1875, Rubrik "Salzburger Chronik Kalender", Seite 1
  3. Trauner, Karl-Reinhart: „Los von Rom!“ in Salzburg. Ein Geisteskampf an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 148, 2008, S. 202.