Hermann Winkler (Hotelier)

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Kommerzialrat Hermann Winkler (* 1908 in Niederlichtenwald im Sudetenland; † 11. April 1980) war Hotelier.

Leben

Nach der Handelsakademie absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung und wurde bereits im Alter von 22 Jahren Geschäftsführer eines Unternehmens in Karlsbad in der heutigen Tschechischen Republik. Mit 23 Jahren übernahm er das Großrestaurant "Deutsches Haus" in Prag, ein Jahr später das Großrestaurant und Varieté "Kurzweilmühle" in Außig (heute Ústí nad Labem) an der Elbe in Südböhmen. In Außig führte er dann auch noch die "Savoy"-Betriebe und das "Europahaus".

Als 28-Jähriger sorgte er mit der Eröffnung des "Grand Café Winkler" in Reichenberg (Liberec), damals mit seinen tausend Sitzplätzen eines der modernsten und exklusivsten Cafés im deutschen Sprachraum war, für Aufsehen. Als 30-Jähriger kaufte er das "Kaufhaus zum Touristen" in Gablonz an der Neiße und das Hotel "Gelig" mit 150 Betten, Café, Restaurant und Ballsälen.

Das alles ging mit der Vertreibung aus seiner Heimat nach dem Zweiten Weltkrieg zu Ende. Während des Krieges war er an der Ostfront nahe Stalingrad, wo er Kontakte mit Kriegskameraden knüpfte, die ihn nach Kriegsende nach Salzburg führten. Hermann Winkler wurde Cafetier und Hotelier in der Stadt Salzburg. Er betrieb über die Hermann Winkler Ges.m.b.H. das Grand Hotel Winkler in der Neustadt an der Franz-Josef-Straße, in dessen Parterre das legendäre "Jedermann" Café" situiert war und das Grand Café Winkler auf dem Mönchsberg.

Am 10. Juni 1950 drohte Winkler der Stadt Salzburg mit gerichtlichen Schritten, falls die Erhöhung des Fahrpreises für den Mönchsbergaufzug nicht rückgängig gemacht werde. Auch der Ausbau des Cafés Winkler zu einem Hotel sei durch das Scheitern einer Finanzierungsübereinkunft mit der Stadt in Frage gestellt.

Am 29. Oktober 1953 bemühte er sich vergeblich um eine Konzession, seine Gäste vom Grand-Café "Winkler" mit einem Hubschrauber zu einem geplanten Restaurant auf die Gaisbergspitze zu fliegen.

Anfang der 1970er-Jahre zog sich Winkler aus dem Geschäftsleben zurück und verkaufte seine Anteile an der Gesellschaft an die Handelskammer Salzburg.

Hermann Winkler verbrachte die Jahre nach seinem Rückzug aus dem Berufsleben im benachbarten Berchtesgaden (Bayern).

Ehrungen

Er erhielt verschiedene Auszeichnungen aufgrund seiner Verdienste für den Tourismus in Salzburg die Silberne Ehrenmedaille und den Ehrenbecher der Handelskammer Salzburg und trug den Ehrenring der Stadt Salzburg. Er war Bürger der Stadt Salzburg und weiterer Auszeichnungen.

1970 verlieh ihm der Bundespräsident den Berufstitel Kommerzialrat.

Quellen

  • Salzburgwiki-Beiträge
  • www.sn.at, Archiv der Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 19. April 1980, Seite 19, Parte
  • www.sn.at, Archiv der Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 12. April 1980, Seite 8, Nachruf