Grand Hotel Winkler

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Grand Hotel Winkler, der Haupteingang befand sich in der linken Ecke des großen Gebäudes.

Das Grand Hotel Winkler befand sich in der Neustadt von der Stadt Salzburg im Eckhaus Faberstraße/Franz-Josef-Straße. Heute sind dort die Seniorenresidenz Mirabell und das Café Fingerlos untergebracht.

Geschichte

Am 17. April 1951 vergab die Jury im Wettbewerb für den Umbau des Grand Cafés Winkler auf dem Mönchsberg in ein Grand Hotel Winkler den 1. Preis an den Linzer Architekten Fritz Steinfeder, dessen Projekt jedoch nicht verwirklicht wird; 80 Architekten beteiligten sich am Wettbewerb. Das Grand Hotel Winkler wurde dann in der Salzburger Neustadt verwirklicht.

Am 26. Februar 1954 wurde mit den Bauarbeiten für das neue Grand Hotel „Winkler“ begonnen. Und am 3. April 1955 wurde das Hotel dann bereits eröffnet. Es ist nach Plänen der Architekten Erich Engels und Silvester Keidel von Cafetier Hermann Winkler, dem auch das Grand Café Winkler auf dem Mönchsberg gehörte, errichtet worden.

Es war das erste Hotel in Österreich, in dem jedes Zimmer über Bad und Toilette, einen Telefonanschluss sowie einen Balkon verfügte. Das neungeschossige Hotel wurde in nur zehneinhalb Monaten mit einem Kostenaufwand von mehr als neun Millionen Schilling (650.000 Euro) hergestellt. Die Zimmerpreise betrugen ab 64 Schilling (€ 4,65) für ein Einbettzimmer und 80 Schilling (€ 5,80) für das Doppelzimmer.

Es war sehr beliebt bei ausländischen Gästen, da man die gesamte Innenstadt bequem zu Fuß erreichen konnte und es aber auch nicht weit zum Hauptbahnhof hatte.

1972 hatte Winkler das Hotel der Stadtgemeinde Salzburg und dem Land Salzburg zum Kauf angeboten. Nachdem beide Institutionen ablehnten veräußerte Winkler im Sommer 1972 den Betrieb an RUEFA Reisen.[1][2]

Mit 31. Oktober 1972 erfolgte die Betriebsübergabe an RUEFA, die das Hotel um 29 Millionen Schilling (rund 2,1 Millionen Euro) erworben hatte. RUEFA-Geschäftsführer Felix Brandstätter versicherte, das Hotel weiterhin unter dem Namen "Winkler" betreiben zu wollen. Allerdings nicht mehr als Luxushotel, sondern nur mehr als First-Class-Hotel.[3]

1986 war das Hotel von einer IMMAG-Tochter von der Bautreuhand-Hausanteilsscheinserie VI erworben. Es war das Hauptvermögen dieser Serie, die mit ihren rund 3 400 Anlegern dann in Konkurs ging. Im Herbst 1990 kaufte dann die Wiener Städtische Versicherung um 140 Millionen Schilling (rund 10,1 Millionen Euro).[4]

Die Wiener Städtische ließ das Hotel abreißen und errichtete die Seniorenresidenz Mirabell.

Quellen

Einzelnachweise

  1. www.sn.at, Archiv der Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 7. Juli 1972, Seite 5
  2. www.sn.at, Archiv der Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 27. März 1973, Seite 5
  3. www.sn.at, Archiv der Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 17. August 1972, Seite 5
  4. www.sn.at, Archiv der Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 6. November 1990, Seite 15