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Josef Huber (Politiker)

Leben

Huber hat eine Bilderbuch-Karriere hinter sich. Er entstammt einer Eisenbahner-Familie und wuchs die ersten Jahre in Bischofshofen auf. Als Huber zehn Jahre alt war, übersiedelte die Familie nach Salzburg. Bei den Salzburger Stadtwerken lernte Huber den Beruf des Elektrowerkers. Die HTL-Matura und das Studium (der Politik- und Kommunikationswissenschaften) absolvierte er über den zweiten Bildungsweg. Er arbeitete für die Österreichische Post (seit 1992 unter Entfall der Bezüge karenziert).

1987 kandidierte er für den Salzburger Gemeinderat und zog vom 20. Listenplatz aus auch sofort ein. 1992 wurde Josef Huber Stadtrat und war als solcher für Soziales und die Bauverwaltung zuständig. Nach der Wahl am 7. März 2004 war Huber für eine Wahlperiode Vizebürgermeister.

Nach der Gemeinderatswahl 2009 verzichtete Huber am 16. März 2009 auf seinen Stadtratssitz. Er betonte aber, weiter im Gemeinderat bleiben zu wollen. Ende Februar 2011 feuerte die Stadt-SPÖ ihren verdienten Mandatar aus dem Klub und der Fraktion. Huber hätte neben seinem Gemeinderatsbezug (3.180 Euro brutto, 14 Mal) jetzt auch die Pension für seine Regierungszeit (4.692 Euro brutto, 14 Mal) beziehen wollen und zwei politische Einkommen seien statutenwidrig. Huber hat inzwischen Anspruch auf eine Pension aus seiner Zeit als Stadtrat und bezeichnet den Ausschlussgrund als puren Vorwand. Er zeigte sich tief enttäuscht, wollte aber als wilder Mandatar bis 2014 im Gemeinderat bleiben[1]; in dieser Funktion bezog er 2.284 Euro brutto als Aufwandsentschädigung (14 Mal jährlich), ab Herbst 2011 stand ihm auch eine Pension der Telekom nach einem B-Posten zu.

Am 27. November 2008 zum Landesobmann des Pensionistenverbandes gewählt und danach wiedergewählt, fand er im Jahr 2016 für eine weitere Wiederwahl keine ausreichende Unterstützung und schied im Unfrieden aus dem Amt.

Josef Huber ist verwitwet und hat zwei Kinder.

Ämter

Josef Huber bekleidet und bekleidete folgende Funktionen:

  • Mitglied des Stadtsenates
  • Vorsitzender des Behindertenbeirates der Stadt Salzburg
  • Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Salzburg
  • Vorsitzender des Bezirkssozialhilfebeirates Salzburg Stadt
  • Aufsichtsrat der Untersbergbahn Ges.m.b.H.
  • Mitglied des Kuratoriums von SOS-Kinderdorf Salzburg
  • Aufsichtsrat der MesseZentrum Salzburg GmbH
  • Landesobmann des Pensionistenverbandes

Quellen

  • Salzburger Nachrichten, u.a. vom 28. Februar 2011 und vom 24. November 2016
  • SPÖ Stadt Salzburg
  1. Salzburger Nachrichten, 25. Februar 2011
Zeitfolge
Vorgänger

Siegfried Mitterdorfer

2. Vizebürgermeister der Stadt Salzburg
2004–2009
Nachfolger

Martin Panosch

Zeitfolge
Vorgänger

Othmar Nacovsky

Landesobmann des Pensionistenverbandes
2008–2016
Nachfolger

Walter Blachfellner