Möbelfabrik Preimesberger

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Möbelfabrik Preimesberger wurde 1894 als Tischlerei von Hans Preimesberger gegründet und später von seinem Sohn Leopold Preimesberger zu einem Betrieb mit 300 Mitarbeitern ausgebaut.

Geschichte

Am 15. Jänner 1894 meldete Hans Preimesberger 24-jährig sein Tischlergewerbe im Döllerergässchen in der Stadt Salzburg an. Bald darauf übersiedelte er seinen Betrieb in die Franz-Josef-Straße 5 ("Specialist für Parquet- und Brettlböden" hieß es in einer Werbung[1] Erste wichtige Aufträge im Hotel Österreichischer Hof (heute Hotel Sacher) oder im Modehaus Steindl am Alten Markt ließen die Tischlerei rasch wachsen.

Am 28. November 1898 vergab der Salzburger Gemeinderat den Auftrag für die Brettelböden für die Staatsgewerbeschule an Preimesberger.[2]

Neuerlich musste der Betrieb aus Platzmangel in die Lasserstraße 33 übersiedeln. Dort vernichtete gegen Jahresende 1900 ein Feuer teilweise seine Werkstatt. Mitte Jänner 1901 war aber der Betrieb wieder voll angelaufen.[3]

Innovation und gute Vermarktung trugen ein Weiteres dazu bei. So erfand Preimesberger eine neue Holzverbindung, die er 1903 unter dem Markennamen Praktikus patentieren ließ.

1913 gründete Hans Preimesberger in der Franz-Josef-Straße 1 das erste Möbelhaus Österreichs.

Aus dem Gewerbetrieb entwickelte sich ein Industriebetrieb mit 150 Mitarbeitern. Das neue Industriegelände in der Berger-Bräuhofstraße (Fabrikstraße) beherbergte eine Möbelfabrik, eine Parkettbodenfabrik, ein Sägewerk sowie eine Türen- und Fensterfabrik. Diesen Unternehmensteil verkaufte Preimesberger 1924.

1935 übernahm Leopold Preimesberger nach dem plötzlichen Tod seines Vaters das Unternehmen und baute in der Schallmooser Hauptstraße am Nordfuß des Kapuzinerbergs, wo heute das Zentrum im Berg steht, das Betriebsgelände stetig aus. Ein Großauftrag des Amerikanischen Militärs machte den Unternehmer mit der "Amerikanischen Küche" vertraut und legte den Grundstein für die weitere Entwicklung.

Ein ausrangierter Anhänger des Mirabella Küchen Herstellers Preimesberger 2008 in Seekirchen

Mit dem Eintritt seines ersten Schwiegersohns Hans Malzl stellte das Unternehmen Anfang der 1950er Jahre auf die Serienproduktion von Einbauküchen um. Das Produkt trug den Namen Mirabella Küchen. Anfang der 1960er Jahre stieß der zweite Schwiegersohn Dr. Hans-Theo Hofmann zum Unternehmen, das in den darauffolgenden Jahrzehnten bis auf 300 Mitarbeiter anwuchs.

Ende der 1970er Jahre entstand neben der Möbelfabrik das Einrichtungshaus Preimesberger.

Nach der Schließung der Möbelfabrik Preimesberger 1988[4] übergab Leopold Preimesberger den Handelszweig seines Unternehmens an seinen Enkelsohn Hans L. Malzl, der aus dem Möbelhaus Preimesberger das Salzburger Gesundheitshaus machte. Im September 1998 übersiedelte das Unternehmen von der Franz-Josef-Straße in das neu errichtete Ärztezentrum Schallmoos und gründete dort das Institut Proschlaf.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 2. April 1895, Seite 5
  2. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 29. November 1898, Seite 2
  3. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 16. Jänner 1901, Seite 6
  4. laut einem E-Mail des Enkels von Leopold Preimesberger, F. J. Hofmann, am 5. Jänner 2017 an Benutzer:Peter Krackowizer