Monika Frisch

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Monika Frisch

Monika Frisch (* 21. Dezember 1970 in Salzburg) ist eine ehemalige Marathon-Staatsmeisterin und heute erfolgreiche Unternehmerin.

Leben

Mit noch nicht ganz 13 Jahren wurde die Vorzugsschülerin am Salzburger BG 3 österreichische Meisterin im Marathonlauf. Beim Wiener Marathon 1983 gewann die ÖTB Salzburg-Athletin über die klassische Distanz von 42,195 km in der Zeit von 3:10:03 Stunden. Sie löste damit eine Debatte über Kinder im Sport aus. Die Familie Frisch ließ sich nicht beeindrucken. Monika holte noch einen zweiten Marathon-Titel, beendete aber als Studentin die sportliche Laufbahn. Als Magistra der internationalen Betriebswirtschaft war sie bei der Austro Control tätig und ist jetzt Geschäftsführerin der IFK Handelsges.m.b.H, einer Firmengruppe in der Kabelbranche mit 50 Mitarbeitern und einem Umsatz von 30 Mill. Euro. Monika Frisch ist Mutter zweier Kinder.

Erfolge

  • 2x österreichische Meisterin im Marathon: 1983, 1985
  • 1x österreichische Meisterin im Berglauf: 1984
  • 1x österreichische Meisterin im 10 000-m-Lauf: 1983
  • 9x Salzburger Landesmeisterin (Marathon, 10 000 m, 1 500 m, 800 m, Crosslauf)
  • Bis heute (2011) Salzburger Rekordhalterin im Marathon mit 02:51:39 Stunden (26. Oktober 1985, Graz)

Vorgestellt

Ja, darf denn das sein? Eine noch nicht ganz 13-Jährige gewinnt einen Marathonlauf und wird sogar österreichische Meisterin? Wird da nicht einem jungen Menschen die Kindheit verhaut und die Zukunft verbaut? Am Nationalfeiertag des Jahres 1983 schlug der Sieg der Salzburgerin Monika Frisch beim Wiener Marathonlauf hohe Wellen. Vater Walter Frisch wurde mit Fragen und Anschuldigungen überhäuft, gab aber stets nur eine Antwort: "Für uns ist das Laufen ein Mittel zur Erhaltung der Gesundheit".

"Das sehe ich auch heute noch so. Und es gibt keine Spätfolgen wegen der Marathonläufe. Mir wurde sogar prophezeit, dass es mit dem Wachstum Schwierigkeiten gibt und nichts dergleichen ist passiert", sagt Monika Frisch im Frühsommer des Jahres 2007. Sie sieht nicht nur blendend aus, sondern hält auch die Zügel eines renommierten Betriebes fest in ihren Händen.

Vor sieben Jahren löste sie ihren Vater an der Spitze der IFK Handelsges.m.b.H Salzburg, eines führenden Unternehmens in der Kabelbranche, ab. Frisch: "Den Ehrgeiz vom Sport habe ich in den Beruf mitgenommen. Ich bin auch hier sehr leistungsorientiert". Die Kabelbranche ist eigentlich eine reine Männerdomäne, Monika Frisch hat sich zum Einstieg entschieden, weil sich ihr Bruder der Werbebranche zugewendet hat. Jetzt leitet das einstige Marathon-Kind die IFK-Firmengruppe.

Den Weg an die Spitze des Unternehmens verfolgte Frisch ebenso zielstrebig wie die 42.195 Marathon-Kilometer: Matura mit Auszeichnung, Studium samt Auslandsaufenthalten flott durchgezogen, Praxis im kaufmännischen Bereich der Austro Control (Luftraumüberwachung) gesammelt, Einstieg bei IFK (die Abkürzung steht für die Firmengründer Ingenieure Frisch und Klauser). Handel mit Blitzschutzdrähten, Starkstromkabeln oder Lichtwellenleitern gehört ebenso zum Fachgebiet wie der Einsatz eines mächtigen Kabelverlegepfluges direkt an Baustellen. In die derzeit laufende Debatte über die Verlegung von Starkstromleitungen unter die Erde will sich Monika Frisch nur mit einem Satz beteiligen: "Technisch möglich ist sehr viel".

Für die Freizeit gilt bei ihr das Motto: "Einmal Sport, immer Sport". Den Wettkampfsport beendete sie zwar schon mit dem Eintritt in das Studium ("die Ausbildung war mir wichtiger"), aber für Bergsteigen, Mountainbiking und Klettern muss immer Zeit sein. Unverständlich ist für sie, welche Bedeutung das Doping bekommen hat: "Doping ist immer kontraproduktiv und war bei mir nie ein Thema. Das einzige Doping vor einem Marathonlauf, das war eine Portion Nudeln."

Quellen

  • Salzburger Nachrichten (Othmar Behr)
  • Salzburger SportlerInnendatenbank
  • Salzburger Leichtathletikverband