Roman Stemeseder

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Roman Stemeseder

Roman Stemeseder (* 5. Dezember 1950 in Salzburg) ist "Mister Volkskultur" in der Stadt Salzburg und Mitgestalter des Festes der Festspieleröffnung.

Stemeseder war Handelsschüler, schloss 1970 die Abendmatura ab, 1993 die Verwaltungsakademie in Innsbruck und 1999 das Jus-Studium in Salzburg als Magister. Seit 1. August 1968 war er Sachbearbeiter und zuletzt bis zu seiner Pensionierung Senatsrat in der Kulturabteilung des Magistrates Salzburg. Zu seinen Agenden zählten unter anderem das Förderwesen für Volkskultur und Kirche, Musikum, Mozarteumorchester und das Fest der Festspieleröffnung. Er lebt in Anthering.

Vorgestellt

"Natürlich bin ich für viele Subventionsansuchen in der Stadt die Klagemauer". Roman Stemeseder, Senatsrat seines Zeichens und seit 1. August 1968 Mitarbeiter in der Kulturabteilung der Stadt Salzburg, kennt die vielen Klagen über zu wenig Unterstützung, über geringe Subventionen, über Geringschätzung der Volkskultur in der Stadt Salzburg.

"Das Jammern geschieht nicht immer zu Recht" meint er, "hier hat sich viel getan – auch in der Volkskultur." Auch durch ihn.

Stemeseder organisiert unter anderem Promenaden- und Leuchtbrunnenkonzerte, Tanz, Musik und Gesang im Heckentheater, Erntedankfeste der Verbände und Chorprogramme im Hof des Salzburg Museums.

In Roman Stemeseders Sachbereich fallen die Verbände der Volkskultur in der Stadt, Blasmusikkapellen, Schützen, Chöre, Heimatvereinigungen, aber auch Subventionen für Kirche und Kultureinrichtungen wie Mozarteum und Kulturforum.

Seit seinem Dienstantritt beim Magistrat ist Stemeseder auch mitdem Fest der Festspieleröffnung betraut. Mit den Obleuten der Verbände ist er für den volkskulturellen Teil zuständig.

"Früher war da eigentlich nur der Fackeltanz", erinnert er sich. "Der war eigentlich für den Bundespräsidenten und die Gäste an der Eröffnungsgala der Salzburger Festspiele in der Salzburger Residenz gedacht".

Als aber Kritiker dieses Festes in den 1970er Jahren ein geöltes Ferkel durch die Ehrenformation des Bundesheeres und die Zuschauerreihen trieben, trat eine Änderung ein.

Stemeseder erinnert sich: "Da war einmal die Szene der Jugend mit Alfred Winter, die sich für eine breitere Veranstaltungspalette bemühte, da drängten Kulturinstitutionen in der Stadt in die Reihen der Organisatoren, da kümmerten sich schließlich auch die Festspiele um einen breitere Veranstaltungsreigen."

Vor gut 20 Jahren war sogar der Fackeltanz einmal in Frage gestellt. Kurz nur, denn dieser Tanz um den Residenzbrunnen blieb letztlich der Kern des Festes. Stemeseder: "Wir haben uns bemüht, diese wohl einmalige Präsentation mit einem attraktiven Volkskulturprogramm zu ergänzen: Konzerte der Musikkapellen und des Landesblasorchesters, Kindertanzwerkstatt im Wallistrakt, Videowall beim Fackeltanz und anderes mehr."

Im Bemühen, ein Fest für alle zu gestalten, arbeiten heute Verbände der Volkskultur mit Verantwortlichen aus den Reihen der Festspiele zusammen. So gibt es heuer (2008) an zwei Tagen ein unterschiedliches Programm: Die Volkskultur präsentiert sich am Samstag, die hohe Kultur am Sonntag. "Unterhaltsam wird es da wie dort werden", ist Stemeseder überzeugt.

O-Ton

Die Vereine der Volkskultur brauchen einen Motor in der Stadtverwaltung und einen Ansprechpartner, der zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Schritte einleitet. Ich denke hier schon viel geholfen zu haben.

Mein privates Interesse gilt der Geschichte Salzburgs, vor allem aber der Begegnung mit Zeitzeugen, denn die Dinge hören sich im Gespräch mit ihnen oft anders an, als in der trockenen wissenschaftlichen Aufarbeitung. Mein Hobby ist Zeitgeschichte.

Quelle