Salzburg als Teil Oberösterreichs

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Salzburg als Teil Oberösterreichs

Geschichte

Der Beginn der österreichischen Herrschaft stand also unter keinem guten Stern. Für den "Salzachkreis", wie Salzburg damals offiziell hieß (Der Kreis wurde z.T. aber auch landläufig Salzburg Kreis oder Salzburger Kreis genannt), hatte die zentralistische Verwaltung des riesigen Kaiserstaates kein Verständnis. Dieser Salzachkreis war kein eigenes Kronland der Monarchie, sondern der fünfte Kreis von Österreich ob der Enns, heute Oberösterreich genannt. Alle Bitten der Bürgerschaft um Wiederherstellung des Landes und der Landschaft, um Gewährung einer eigenen Landesregierung, um die Residenz eines kaiserlichen Prinzen in Salzburg und um Wiedererrichtung der Universität verhallten ungehört, ebenso die Klagen, dass Salzburg "zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken" sei.

Die Armut der Bevölkerung nahm zu und die intensive polizeiliche Überwachung und Bespitzelung in der Zeit des Vormärz (1816 bis 1848) unterdrückte alle politischen Regungen. Das Bürgertum zog sich ins biedermeierliche Privatleben zurück und die Bevölkerung in Stadt und Land versank in tiefe Apathie und Hoffnungslosigkeit.

"Auf den Straßen und Plätzen der Stadt, deren es viele und schöne gibt, wächst Gras, so wenig werden sie betreten" schrieb Franz Schubert anlässlich seines Besuchs in Salzburg 1825 an seinen Bruder.

Quellen

vorher

Salzburg Teil des Königreichs Bayern (1810–1816)

Salzburg als Teil Oberösterreichs (1816–1850) nachher

Kronland Salzburg (seit 1850)