Salzburg Teil des Königreichs Bayern

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Salzburg Teil des Königreichs Bayern schildert die kurze Zugehörigkeit des Landes Salzburg zum Königreich Bayern Anfang des 19. Jahrhunderts.

Geschichte

Die Eingliederung in das Königreich Bayern durch den bayerischen König Max I. Joseph wurde 1810 in Salzburg freudig begrüßt. Kronprinz Ludwig von Bayern (der spätere König Ludwig I. von Bayern) residierte als Generalgouverneur des Inn- und Salzachkreises im Schloss Mirabell, wo sein Sohn Otto, der spätere König von Griechenland, geboren wurde.

Die zentralistischen Reformen des Grafen Maximilian von Montgelas, die auch in Salzburg rücksichtslos durchgezogen wurden und unter anderem 1810 die Aufhebung der Universität umfassten, stießen jedoch auf wenig Gegenliebe.

Dauerhafte Änderungen erfolgten unter der kurzen Bayernherrschaft etwa auch auf dem Gebiet der Kirchenorganisation, insbesondere die folgenden:

Kunstraub in Salzburg

Als sich nach dem Vertrag von Ried (1813), in dem das bisher mit Napoleon verbündete Bayern die Seite wechselte, der Verlust Salzburgs abzeichnete – im Münchner Vertrag vom 14. April 1816 verzichtete Bayern auf Salzburg, durfte aber den Rupertiwinkel und Berchtesgaden behalten –, trachtete die bayrische Regierung noch rasch so viel wie möglich aus dem Land heraus zu pressen.

Nachdem schon der Salzburger Kurfürst Ferdinand, die Franzosen und die Österreicher Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten die Bayern weitere Bestände fort, bevor sie das Land im Jahr 1816 den Österreichern übergaben. Öffentliche Gebäude wurden verkauft und wertvolle Liegenschaften wie die Hofbrauerei in Kaltenhausen und die Marmorsteinbrüche am Untersberg, teilweise durch vordatierte Urkunden, in den Besitz der Wittelsbacher übertragen. Die Epoche der bayerischen Herrschaft hinterließ deshalb trotz ihres hoffnungsvollen Beginns in Salzburg einen teilweise bitteren Nachgeschmack.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Vgl. den Artikel „Dompfarre“, Abschnitt „Geschichte“; vgl. zB die Rubrik „Geburts- Trauungs- und Sterbefälle“ im Königlich baierischen Salzach-Kreis-Blatt: für das Jahr 1812, Sp. 544, Sp. 627.
  2. Artikel „Dekanat Thalgau“.
  3. Artikel „Dekanat Brixen im Thale“, gestützt auf: Westendorfer Bote, Ausgabe Mai 2012, S. 52: 200 Jahre Dekanat Brixen im Thale]
  4. Zutreffender als „Dekret“ ist vielleicht „Reskript“; dieser Ausdruck findet sich in folgenden Quellen (die wohl beide aus derselben, nicht angegebenen Quelle schöpfen):
vorher

Salzburg unter Napoleon (1809–1810)

Salzburg Teil des Königreichs Bayern
1810–1816
nachher

Herzogtum Salzburg (1816–1918)


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