Salzburg Teil des Königreichs Bayern

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Salzburg Teil des Königreichs Bayern schildert die kurze Zugehörigkeit des Land Salzburg zum Königreich Bayern Anfang des 19. Jahrhunderts.

Geschichte

Die Machtergreifung durch den bayerischen König Max I. Joseph wurde 1810 in Salzburg freudig begrüßt. Kronprinz Ludwig von Bayern (der spätere Ludwig I. von Bayern) residierte als Generalgouverneur des Inn- und Salzachkreises im Schloss Mirabell, wo sein Sohn Otto, der spätere König von Griechenland geboren wurde.

Die zentralistischen Reformen des Grafen Maximilian von Montgelas, die auch in Salzburg rücksichtslos durchgezogen wurden und 1810 zur Aufhebung der Universität führten, stießen jedoch auf wenig Gegenliebe.

Kunstraub in Salzburg

Als sich nach dem Vertrag von Ried (1813), in dem das bisher mit Napoleon verbündete Bayern die Seite wechselte, der Verlust Salzburgs abzeichnete, trachtete die bayrische Regierung noch rasch so viel wie möglich aus dem Land heraus zu pressen.

Nachdem schon Kurfürst Großherzog Ferdinand III. von Toskana, die Franzosen und die Österreicher Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten die Bayern weitere Bestände fort. Öffentliche Gebäude wurden verkauft und wertvolle Liegenschaften wie die Hofbrauerei in Kaltenhausen und die Marmorsteinbrüche am Untersberg, teilweise durch vordatierte Urkunden, in den Besitz der Wittelsbacher übertragen. Die Epoche der bayerischen Herrschaft hinterließ deshalb trotz ihres hoffnungsvollen Beginns in Salzburg einen teilweise bitteren Nachgeschmack.

Quellen

vorher

Salzburg unter Napoleon (1809 - 1810)

Salzburg im 19. Jahrhundert
1810 - 1816
nachher

Herzogtum Salzburg (1816 - 1918)


Historisches Territorium Bayern
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