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Salzburger Wollstadel

Salzburger Wollstadel neben Museum Wilhelmgut Bramberg am Wildkogel
Salzburger Wollstadel neben Museum Bramberg am Wildkogel
Salzburger Wollstadel beim Museum Bramberg am Wildkogel
Salzburger Wollstadel, Schultertuch
Salzburger Wollstadel, Kinderpatschen

Der Salzburger Wollstadel in Bramberg am Wildkogel verkauft erprobtes Kunsthandwerk aus Schafwolle aus den Salzburger Bergen.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Der Salzburger Wollstadel befindet sich nahe dem Ortszentrum von Bramberg am Wildkogel im Pinzgau in unmittelbarer Nachbarschaft des Museum Wilhelmgut mit seiner völlig neu gestalteten Mineralienschau, die jedenfalls einen Besuch wert ist. Der Wollstadel verfügt über eigene Parkplätze und man braucht lediglich den Wegweisern zum Museum zu folgen. Museum und Wollstadel lassen sich in einem Besuch verbinden und könnten auch Teil eines gemütlichen Ausfluges mit der Pinzgauer Lokalbahn, die ja bereits seit einiger Zeit wieder bis Bramberg am Wildkogel fährt und ab September 2010 auch wieder bis Krimml im Oberpinzgau fahren wird, sein. Auch der nahe Tauernradweg erlaubt einen Abstecher in das Museum und in den Wollstadel.

Idee

Die Frauen vom Salzburger Wollstadel haben es sich zur Aufgabe gemacht, den gesunden Wert der Schafwolle den Menschen wieder näher zu bringen und damit den Kauf von Schafwollprodukten zu fördern. Mit Begeisterung und Wissen über Wert und Verwendungsmöglichkeiten der Wolle haben sie auch ein Teil dazu beigetragen, dass sich Schafwolle wieder größerer Beliebtheit erfreut. Besonders das Filzen erlebt einen großen Aufschwung und durch ihre Kurse wurde es auch in viele Orte weiter getragen.

Geschichte

Rosi Lechner hat den Salzburger Wollstadel im Jahr 1992 unter dem Namen „Rosi`s Wollwerkstatt“ im Samerstall in Neukirchen am Großvenediger gegründet. Nach ihrer Heirat in den doch 100 km entfernten Lungau suchte sie Nachfolgerinnen für ihre Wollwerkstatt. Im Frühjahr 1994 haben die Bäuerinnen Aloisia Obwaller, Theresia Meilinger, Rita Harlander und Hildegard Enzinger die Wollwerkstatt übernommen und in Salzburger Wollstadel umbenannt. Es folgte die Übersiedlung nach Bramberg, wo am 14. Oktober 1994 die Eröffnung des Salzburger Wollstadel erfolgte.

Diese Entwicklung war möglich, weil folgende Institutionen hilfreich zur Seite standen: Gemeinde Bramberg, Arge Nationalpark – Leaderförderung, Schatzkammer Hohe Tauern mit Prof. Alfred Winter, Verein Tauriska mit Susanne und Christian Vötter an der Spitze, Nationalpark Hohe Tauern, Salzburger Landesverband für Schafe und Ziegen und die Raiffeisenbanken Oberpinzgau. Im Herbst 1995 führen Theresia Meilinger und Hildegard Enzinger den Wollstadel allein weiter.

Im Frühjahr 1998 wird eine Firma gegründet, die von Enzinger Hildegard – weiterhin beraten und unterstützt von Theresia Meilinger - alleine geführt wird.

Am 19. Juni 1998 erfolgt die Eröffnung des erweiterten Wollstadels mit nun drei großen Räumen, die mit Schafwolle gedämmt und mit einem Kachelofen versehen auch heizbar sind und damit ganzjährig Kurse ermöglichen.

Angebot

Die Wollfrauen vom Salzburger Wollstadel bieten in ihrem Verkaufsraum vor allem Schafwollprodukte – gestrickt, gewalkt oder gefilzt - an. Vom Walkjanker über Westen, Pullover, Pullunder, Hüte, Mützen, Handschuhe, Socken, Filzpatschen, Pantoffeln bis zum Original Villgratener Naturbett, findet sich alles Erdenkliche aus Schafwolle. Neben den Schafwollprodukten kann man aber auch Schafmilchseife, Melissenlikör oder ein Schultertuch aus Merinowolle erwerben. Die Wollfrauen teilen ihr Wissen und Können mit Interessierten und ermöglichen in Kursen für Kinder und Erwachsene das Arbeiten mit Schafwolle nach eigenen Ideen. Altes Handwerk wird so – gepaart mit traditionellen Werkstoffen – weiter vermittelt und regt zu Eigenkreationen an. Das Verkaufsangebot an eigenen Artikeln wurde mit EZA-Fair trade Lebensmitteln, Salze von den Salzwelten und regionalen Produkten (Apfelsaft, Marmelade, Honig, Salben) erweitert.

Zukunft

Die Zukunftsträume der Wollfrauen sind:

  • das Spinnen als Meditation wieder zu beleben,
  • den Eingangsbereich neu zu gestalten und einen barrierefreien Zugang vom Museumsgelände zum Wollstadel zu schaffen,
  • die Homepage, die Prospekte und die Kursangebote wieder auf den neuesten Stand zu bringen,
  • und schlussendlich immer wieder neue Ideen und Produkte aus Schafwolle und Naturmaterialien zu entwicklen und umzusetzen.

Quellen

  • Eigenartikel von Christina Nöbauer
  • Flyer Salzburger Wollstadel
  • Info zur Geschichte und zur Idee des Betriebes von Hildegard Enzinger

Weblink