Schloss Tandalier

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Schloss Tandalier
Karte
Bundesschullandheim Schloß Tandalier.JPG

Schloss Tandalier ist ein Jugendheim in der Pongauer Stadt Radstadt.

Geschichte

Im Jahr 1419 scheint der "Hof Sulzberg", welcher ursprünglich ein Bauernhof war, zum ersten Mal auf. Man nimmt an, dass der Hof von Christian Tandalier um 1500 neu aufgebaut wurde und so den Namen "Tandalierhof" bekam.

Der Hof ging in den Besitz der Adelsfamilie Graf von Schernberg über, der auch das Schloss Goldegg gehörte.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde der Hof durch Aufbau eines dritten Geschoßes und Zubau von vier Ecktürmen samt Laubengalerie an der Hauptfront zum Renaissanceschloss erweitert. Die Fenster des nordseitig gelegenen Hauptportals wurden mit Ornamenten verziert.

Bereits im 17. Jahrhundert kam das Schloss wieder in bürgerlichen Besitz. Es wurde als Gasthaus und Tischlerwerkstätte benutzt. 1926 wurde das Schloss vom niederösterreichischen Landesjugendamt übernommen und zum Jugendheim umgestaltet. Drei Jahre später übernahm das Bundesministerium für Unterricht und Kunst das Schloss.

1972 begann man mit umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten. Das gesamte Gebäude wurde unterkellert und die großen Schlafsäle wurden umgebaut. Der Turnsaal und das neue Wirtschaftsgebäude wurden 1985 fertiggestellt.

Im März 2011 wurde ein Wettbewerb für die Erweiterung des Bundesschullandheims Radstadt – Schloss Tandalier entschieden: Architekt Georg Huber (huber und theissl architekten) aus Salzburg hat den EU-weiten Realisierungswettbewerb für sich entschieden.

Schloss Tandalier soll um ein zweigeschoßiges Objekt mit rund 740 m² Nutzfläche erweitert werden. Der unterirdisch mit dem Bestand verbundene Neubau bietet Platz für 70 Betten, Empfangs- und Rezeptionsbereich sowie Büro. Ein Atrium mit Sitzstufen eignet sich als Ort für Veranstaltungen. Investitionen: rund 8,7 Mill. Euro für Neubau und Renovierung. Bauzeit: rund ein Jahr. Baubeginn war im Juli 2013.

Bildergalerie

Quellen

Weblink