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Wappen der Stadt Hallein

Halleiner Stadtwappen

Das Wappen der Stadt Hallein stellt einen Salzträger dar.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Hallein besitzt seit dem 13. Jahrhundert das Stadtrecht und führt seit der zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts ein Wappen. Dieses wurde der Stadt Hallein am 12. November 1931 durch die Salzburger Landesregierung in der heutigen Form verliehen.

Wappenerklärung

Ein Salzträger symbolisiert den Jahrtausende alten Salzabbau der Salinenstadt Hallein im Tennengau. Die beiden Holzgefäße, Perkufen genannt, waren unten offene, oben mit einem Ablaufloch versehene, kegelstumpfförmige Holzgefäße aus geraden Holzdauben und Eisenbändern Sie wurden vom Küfer gefertigt, die wie ein Trichter mit dem feuchten Salzbrei durch die nun oben befindliche große Öffnung auf der Perstatt[1] befüllt, nach Ablauf der Sole und Trocknen des Inhalts gestürzt und abgehoben wurden. Der Salzinhalt blieb als Kegelstumpf zur Weiterverarbeitung stehen.

Diese Salzkegel (Salzstöcke) waren über Jahrhunderte die allgemein übliche, weitgehend normierter Größe zur Mengenberechnung des ausgelieferten Salzes. Sie wurden zerstoßen und in Salzfässern per Karren zur und dann sogenannten Hallasch-Schiffstypen auf der Salzach weitertransportiert.

Ein Typar (Siegelstempel) aus Bronze zeigt ein Stadtsiegel von Hallein mit der Umschrift "SIGILLVM CIVIVM DE SALINA", das ab etwa 1300 verwendet wurde. Das Siegelbild zeigt einen Salzträger mit einem Salzstock (Fuder) auf der linken Schulter zwischen zwei Perkufen.[2]

Blasonierung[3]

„In Rot innerhalb eines silbernen Bordes ein schwarzhaariger schreitender hersehender silberner Mann mit langärmligem Wams, Kniehosen, Gürtel und Schuhen, auf der linken Schulter mit der linken Hand in einer Holzmulde einen Salzstock haltend, in der Rechten einen schrägrechten silbernen (sic!) Stock, beidseitig begleitet von je einem silbernen (sic!) konischen Holzgefäß (Perkufe).“

Quellen

Einzelnachweise

  1. das ist jener Raum in einer Saline, auf dem bei Ausperen die Perkufen stehen; Quelle Salz (Begleitbuch der Landessausstellung 1994)
  2. Quelle: Salz (Begleitbuch der Landessausstellung 1994), Seite 131, allerdings steht in der Beschreibung des Bildes "Salzkufe", was sprachlich nicht korrekt ist, da es sich um keine Kufe (Perkufe, aus Holz) handelt, sondern um das in einer Perkufe getrocknete Salz, also einen Salzstock, auch Fuder genannt; Quelle: Andreas Hirsch per E-Mail an Benutzer:Peter Krackowizer
  3. das ist in der Heraldik [Wappenkunde] die fachsprachlicheW-Logo.png Beschreibung eines Wappens, Quelle heraldik-wiki.de