Wort-Bild-Marke Salzburger Land

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2016: Präsentation im Atelier des Neumarkter Künstlers Johann Weyringer (rechts) im Bild mit Leo Bauernberger, MBA, von der Salzburger Land Tourismus Gesellschaft m.b.H.

Die Wort-Bild-Marke Salzburger Land ist die offizielle grafische Werbedarstellung, mit der für das Bundesland Salzburg Werbung für den Fremdenverkehr gemacht wird.

Geschichte

Wort-Bild-Marke bis 2006

Dabei handelte es sich um jene Wort-Bild-Marke, die die Tourismus Salzburg GmbH der Stadt Salzburg verwendet hatte.

verwendete Wort-Bild-Marke 2006 bis 2015

Wort-Bild-Marke 2006 bis 2015

Anfang 2005 schrieb das Wirtschaftsressort des Landes unter Führung von Dr. Wilfried Haslauer das Projekt „Marke Salzburg“ öffentlich nach EU-Richtlinien aus. 50 Werbe-, PR- und CD-Entwicklungsagenturen aus Österreich und Deutschland reichten ihre Entwürfe ein. Im Oktober 2005 trat der neu konstituierte Markenbeirat, der die Entwicklung der Marke Salzburg begleiten sollte, zusammen. Den Vorsitz übernahm Karl Popp, früherer Chef von Melitta Österreich/Schweiz und ehemaliger Präsident des Markenartikelverbandes, weitere Mitglieder waren Dr. Helga Rabl-Stadler, Mag. Josef Sigl, Dr. Kurt Oberholzer, Dipl.-Ing. Rudolf Strasser, Leo Bauernberger und MMag. Bert Brugger. Eine ebenso prominent besetzte Expertenrunde unter dem Vorsitz von Peter Graski, ehemaligem Generaldirektor von Miele Österreich, nahm die Bewertung der eingereichten Konzepte vor und lud fünf Agenturen Anfang Juni zur finalen Präsentationsrunde ein. Neben Agenturen aus Berlin und Wien befand sich als einzige Salzburger Agentur die Aichner Clodi A/C darunter. Sie erhielt den Zuschlag.

Am 16. Mai 2006 wurde eine Wort-Bild-Marke für Stadt und Land Salzburg vorgestellt. Den Wünschen der Wirtschaftskammer und des Landes Salzburg nach sollte ab nun einheitlich die neue Dachmarke "Salzburg – feel the inspiration!" verwendet werden. Doch bereits einen Tag nach der Präsentation geriet sie ins Kreuzfeuer der Kritiker. "Kalt und nicht zeitgemäß", sagten Touristiker, vor allem jene aus der Salzburger Gebirgsregion.

Eine Befürworterin der rund 200.000 Euro teuren Wort-Bild-Marke war Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler. Sie meinte, dass es absurd sei, dass bisher der gemeinsame Name von Stadt und Land Salzburg nicht genutzt wurde. Ihrer Ansicht nach vereine die Marke Salzburg Qualität aus Kunst, Wirtschaft und Tourismus unter einem Dach. Und weiter sagte sie, dass ihr der spannende Gegensatz im neuen Logo, mit dem handgeschriebenen Salzburg und dem Slogan `feel the inspiration`, gefalle und sich an die ganze Welt richte.

Auch Siegfried Kämmerer, Sprecher der Salzburg AG, setzte sich für die Verwendung der neuen Wort-Bild-Marke ein, wenngleich die Salzburg AG auch weiter der eigenen und bewährten Marke den Vorrang geben werde.

Der Radstädter Othmar Gitschthaler, zu dieser Zeit Obmann des Tourismusverbandes Radstadt, war ein Gegner der neuen Wort-Bild-Marke der ersten Stunde. Als "New York der sechziger Jahre" bezeichnete er es, die Farben seien kalt und teilweise schmutzig. Auch die Schrift riss ihn nicht vom Hocker. Der Zusatz in Englisch erinnere an einen Slogan aus New York – aber einen aus den sechziger Jahren, so Gitschthaler damals.

In der Folge kam es auch zu politischen Streitereien. FPÖ und Bürgerliste Salzburg kritisierten, dass die Stadt Salzburg nun 123.000 Euro für das Fünfeck mit Schriftzug beisteuern sollte. Laut Helmut Hüttinger (Bürgerliste), der damals nicht nur Klubchef der Bürgerliste, sondern auch Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Tourismusgesellschaft war, sei die Wort-Bild-Marke der Stadt Salzburg mittlerweile mit dem dabei verwendete Logo der Silhouette der Festung Hohensalzburg weltbekannt. Das aufzugeben könne dem städtischen Fremdenverkehr nur schaden, glaubte Helmut Hüttinger. Die Tourismus Salzburg GmbH kehrte auch bald wieder zu ihrer früheren Wort-Bild-Marke mit der Festung Hohensalzburg zurück.

Kosten- und Verwendungsvorschriften

Nicht nur inhaltlich war diese Wort-Bild-Marke sehr umstritten. Die Anwender mussten auch eine Reihe von Vorschriften einhalten: "Wenn nicht anders angegeben, wird die "Marke Salzburg" immer in 60 % der Größe (bezogen auf die Gesamtbreite) des Landeslogos bzw. Sublogos abgebildet und zentriert unterhalb desselben positioniert. hieß es da beispielsweise[1].

Für die Benutzung wurde zumindest Anfangs eine einmalige Nutzungsgebühr verlangt (genaue Höhe nicht mehr eruierbar, um etwa 100 Euro).

Wort-Bild-Marke seit 2016

Mehr als je zuvor entscheiden im Fremdenverkehr starke Marken über den Erfolg von Urlaubszielen, ermöglichen eine Differenzierung am weltweiten Tourismusmarkt und wirken so auch dem steigenden Wettbewerbsdruck entgegen. Im Bewusstsein dieser Entwicklung erarbeitete die SalzburgerLand Tourismus GmbH 2015 eine moderne und zukunftsfähige Markenstrategie, die einen starken Fokus auf die Wertschöpfungskraft der Marke „SalzburgerLand“ legt.

Die Markenkernwerte spiegeln sich in der neuen Wort-Bild-Marke und im neuen Corporate Design-Auftritt wider, die die SalzburgerLand Tourismus GmbH am 12. Jänner 2016 im Atelier Weyringer in Neumarkt präsentierte.

Mit Unterstützung des Markenstrategie-Experten Dr. Christoph Engl von Brand:Trust ist SLTG-Geschäftsführer Leo Bauernberger, MBA mit seinem Team angetreten, eine neue Markenstrategie zu entwickeln, die die Attraktivität der Marke SalzburgerLand erhöht und damit einen entsprechenden Beitrag zur Zukunftssicherung der Destination leistet.

Wie charakterisiert sich nun die Marke „SalzburgerLand“?

im Bild v.l. Dir. Peter Krismer, Dir. Ing. Norbert Karlsböck, Mag.a Klaudia Zortea und Dr. Johannes Hörl

Das Markenversprechen ist die klare Positionierung einer Marke und drückt schnell erfassbar aus, worin diese außerordentlich gut bzw. am besten ist. Das SalzburgerLand besteht aus Tausenden einzelnen innovativen, engagierten Regionen, Unternehmen und Anbietern. Alle gemeinsam bilden das Produkt „Urlaub in Stadt und Land Salzburg“. Mit fünf Eigenschaften werden die Kernwerte, die Identität der Urlaubsmarke „SalzburgerLand“, charakterisiert: virtuos, belebend, leicht, kultiviert und mitreißend;

Die Marke ist so etwas wie der Charakter eines Menschen: Die Summe seiner Talente, Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale. Auf einen Blick und mit einem Wort entsteht ein klares Bild im Kopf. Auch deshalb war der nächste konsequente Schritt, eine neue Wort-Bild-Marke für die Bewerbung des Urlaublandes „SalzburgerLand“ zu kreieren und den Marktauftritt des SalzburgerLandes neu zu gestalten.

Neue Wort-Bild-Marke aus der Feder von Salzburger Künstler Johann Weyringer

Johann Weyringer bei der Präsentation, signiert beidhändig

Für die Gestaltung der neuen Wort-Bild-Marke konnte der bekannte Salzburger Künstler Mag. Johann Weyringer, der wie kaum ein anderer mit dem SalzburgerLand verbunden ist, gewonnen werden“, freut sich Leo Bauernberger. Das neue Design steht für einen unverwechselbaren, wiedererkennbaren und eindeutigen Auftritt der Urlaubsmarke „SalzburgerLand“ und des Unternehmens.

Der international tätige Künstler freut sich über die Beauftragung: „Für mich steht das SalzburgerLand als Füllhorn voller wunderschöner Einmaligkeiten: Natur, Sport, Musik und natürlich bildende Kunst – das alles findet sich hier bei uns im Überfluss. Das Land ist virtuos!“ Die Entscheidung, die neue Wort-Bild-Marke auf Basis eines kalligraphischen Kunstwerks zu entwerfen, fiel ganz bewusst. „Schrift ist immer ein Unikat und deshalb so einmalig und belebend wie das SalzburgerLand selbst“ erläutert Weyringer seine Umsetzung anlässlich der Präsentation am 12. Jänner 2016. In der farblichen Ausgestaltung mit zwei warmen und zwei frischen Farben spiegelt sich die touristische Vielfalt in allen Saisonen wider, die Verwendung von Grundfarben unterstreicht das Basale und Ursprüngliche.

Die Salzburger Kreativ- und Strategie-Agentur „dunkelblaufastschwarz“ wurde mit der Ausarbeitung des Corporate Designs beauftragt. Die ersten Umsetzungen sind bereits erfolgt: Das Magazin „Sommerzeit 2016“ und der „Almsommerführer 2016“ erschienen bereits im neuen Aussehen.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle Verwendungsvorschriften marke_salzburg_neu.pdf, abgefragt am 14. Jänner 2016